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30. September 2014
AUTOR: Businesscloud.de
PaaS_ISVs

– Die Cloud: schuld an einem „nie da gewesenen Umbruch“ –

Hält der eine dem anderen eine Pistole vor die Nase und sagt: „Geld oder Leben?!“ Antwort: „Och, wenn Sie so fragen, dann nehme ich doch lieber das Geld!“ Egal, ob Sie diesen Witz bereits kannten oder nicht: Schön, wenn man in brenzligen Situationen noch auswählen kann. Das ist nicht immer der Fall: Softwareanbieter zum Beispiel haben keine Wahl mehr. Das meint zumindest Crisp Research. Das Analystenhaus ist aufgrund einer aktuellen empirischen Studie der Ansicht, dass die deutsche Softwareindustrie „vor einem nie da gewesenen Umbruch“ steht. Demnach kommt kein Softwarehersteller daran vorbei, sich mit der Cloud auseinanderzusetzen: „Das Thema dulde keinen Aufschub mehr. Schließlich geht es im Zusammenhang mit einer tragfähigen Cloud-Strategie um Fragen, wie die Entwicklungs- und Geschäftsprozesse der Softwarehäuser künftig aussehen werden, sowie um hohe Investitionen. Das könne letztendlich über Leben und Tod eines Softwareherstellers entscheiden.“ Starke Worte! Belegt wird diese Einschätzung durch fünf von Crisp Research ausgemachte Trends – angefangen von neuen, durch die digitale Transformation bedingten Anwenderanforderungen bis dahin, dass im „SaaS-Zeitalter Infrastruktur und Betriebskonzept maßgeblich Performance und damit die Kundenzufriedenheit beeinflussen. Alle Details zur Crisp Research Studie „Platform as a Service – Zukunft der deutschen Softwareindustrie“ lesen Sie im „Computerwoche“-Bericht „Herausforderung und Chance für die Softwareindustrie: PaaS in Deutschland“

– PaaS: Betriebsalternativen bringen Rückenwind –

Die Cloud ist also für die Softwareindustrie „alternativlos“, wie unsere Kanzlerin immer so schön sagt. Doch das Fazit der Crisp-Research-Analysten lautet: „Das Gros der deutschen Softwarehersteller hat es bisher versäumt, die eigene Strategie an das Cloud-Zeitalter anzupassen.“ Das ist bitter, aber auch verständlich, wenn man Folgendes in Betracht zieht: „In aller Regel verfügen die Softwerker weder über eigene Rechenzentrums-Kapazitäten noch über das notwendige Betriebs-Know-how. Knapp zwei von drei Befragten (62 Prozent) sehen darin das größte Hemmnis im Rahmen ihrer Cloud-Pläne.“ Apropos Betrieb: Der war ja bis vor kurzem fast ausschließlich im Rahmen einer Public Cloud möglich. Die Folge: „Aus Sicht der Crisp-Research-Analysten spielt die Tatsache, dass viele Cloud-Plattformen noch im Public-Cloud-Mode angeboten werden, eine wesentliche Rolle, warum sich die deutschen Softwarehersteller bisher zurückhalten.“ Doch diese Alternativlosigkeit hat jetzt ein Ende: „Gerade hier habe sich in den vergangenen Monaten einiges getan, stellen die Experten fest. Bis Mitte 2013 sei das Gros der PaaS-Lösungen lediglich im Public-Cloud-Modus angeboten worden. […] Mittlerweile können PaaS-Lösungen beispielsweise von IBM, Microsoft, Red Hat und VMware auch als Paket bezogen und individuell betrieben werden.“ Konkret läuft das Microsoft Windows Azure Pack seit Ende letzten Jahres in unseren Rechenzentren, wie Sie in unserer Pressemitteilung  nachlesen können. Weitere Informationen dazu finden Sie im „Computerwoche“-Beitrag von Crisp Research Analyst Steve Janata „Zweite Chance für PaaS? Technologie-Stacks halten Einzug“

– Public PaaS: Pfui! – Private PaaS: Hui! –

Was wollen also deutsche Softwarehäuser respektive Independent Software Vendors (ISVs)? Die PaaS-Studie von Crisp Research gibt darauf klare Antworten: Was das Betriebskonzept anbelangt, würde die „Mehrheit von deutlich über 60 Prozent […] PaaS-Dienste für Development & Test am ehesten im Rahmen eines Hosting-Modells beziehen. Hinsichtlich des Applikations-Betriebs sind die befragten Softwarehäuser sogar noch etwas anspruchsvoller. […] Die Mehrheit (38 Prozent) sieht in einem Hosted PaaS das für sie bevorzugte Betriebsmodell, um Applikationen in der Cloud zu betreiben. Weitere 30 Prozent sehen in der dedizierten Variante („Hosted Private PaaS“) ihr favorisiertes Modell. Über ein Fünftel der befragten Softwareunternehmen würde ihre Applikationen nur auf einer Private PaaS-Umgebung betreiben.“ Mehr dazu verrät Ihnen Crisp Research Analyst René Büst in seinem „Clouduser.de“-Beitrag „Deutsche ISVs wollen kein Public PaaS“. Abgesehen davon gibt es noch ein weiteres Fazit der PaaS-Studie: „Die große Mehrheit der Softwarehäuser ist davon überzeugt, dass die Zukunft von hybriden Software-Betriebskonzepten geprägt sein wird.“ Wussten wir es doch: „Die Hybrid Cloud ist die Zukunft des Cloud Computing“ 🙂

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