Meinungen
18. Mai 2017
AUTOR: Businesscloud.de

Platform as a Service: Relevanz von AWS Elastic Beanstalk aus Sicht von PAC

Ein Beitrag von Frank Niemann, Vice-President Software & SaaS Markets bei PAC

 

Das Interesse an internetbasierten Cloud-Plattformen für die Softwareentwicklung wächst. Mit „Platform as a Service“ (PaaS) lassen sich unter anderem webbasierte Anwendungen und mobile Applikationen sowohl entwickeln als auch betreiben. Amazon Web Services (AWS) Elastic Beanstalk zählt zu den relevanten Plattformen in diesem Umfeld, was die Frage erlaubt, ob und wie die Umgebung für den deutschen Mittelstand taugt.

 

PaaS bietet die typischen Vorteile von Cloud-Services: Eine Entwicklungs- und Testumgebung können Sie innerhalb weniger Minuten einrichten und Ihren Entwicklern zur Verfügung stellen. Vorabinvestitionen in Hard- und Software sowie deren Installation entfallen. Sie bezahlen für die Plattform nur, solange Sie diese auch nutzen. Sobald Sie die Services nicht mehr benötigen, können Sie diese „abschalten“, so dass für Sie keine weiteren Kosten anfallen. Die Anzahl an PaaS-Umgebungen nimmt zu. Zu den Playern mit hoher Relevanz zählen wir Microsoft, Google, Salesforce, IBM, Red Hat, Oracle, SAP und Amazon Web Services. Um letztgenannte Plattform, AWS Beanstalk, soll es im Folgenden gehen. Die Angaben stützen sich auf einen Report über PaaS-Plattformen, den PAC unlängst veröffentlicht hat.

Amazon Web Services (AWS) ist Marktführer im Cloud-Geschäft. Das Gros der Umsätze wird nach wie vor mit Infrastructure as a Service erwirtschaftet. Zahlreiche Unternehmen weltweit nutzen bereits diese Cloud-Dienste für unterschiedliche Workloads – zur Softwareentwicklung und zum Testen, zum Speichern und Analysieren großer Datenmengen sowie als Cloud-Betriebsumgebung für Geschäftsanwendungen. Nach unseren Erfahrungen finden auch die Angebote oberhalb der reinen Infrastruktur immer mehr Beachtung, etwa die Datenbank-Services Redshift und Aurora.

Darüber hinaus ist AWS ein führender Anbieter im PaaS-Segment. Eine Reihe von PaaS-Playern nutzt die AWS-Infrastruktur, um die eigenen Services bereitzustellen. Vor allem aber bietet AWS mit “Elastic Beanstalk” eine PaaS-Umgebung an, die bereits vielerorts genutzt wird.

Über Elastic Beanstalk können Softwareentwickler Code erstellen und ihre Anwendungen betreiben und verwalten, und zwar in den Sprachen Java, .NET, PHP, Node.js, Python, Ruby und Go. Wie andere Plattformen unterstützt auch AWS die Container-Technologie Docker. Elastic Beanstalk ist nahtlos in die Cloud-Infrastruktur von AWS eingebettet, so dass je nach Bedarf die erforderlichen Ressourcen bereitgestellt werden. Somit lassen sich dort entwickelte Anwendungen gut skalieren.

In rascher Folge erweitert AWS ihr Angebot an Services, was auch Features für Entwickler sowie Administratoren von Cloud-basierter Software umfasst, die mit Elastic Beanstalk arbeiten. Zum Teil vollzieht sich die Weiterentwicklung so schnell, dass es schwer fällt, hier den Überblick zu behalten. Hervorzuheben ist hierbei etwa “Lambda”. Mit dieser Umgebung lassen sich ereignisgetriebene Micro-Services erzeugen und auf der Plattform betreiben. Diese Micro-Services werden ausgeführt, wenn ein Ereignis eintritt.

Die Plattform macht dem Entwickler eine große Anzahl an Cloud-Services zugänglich, neben den erwähnten Compute, Storage und Datenbanken sind dies Datenanalysen, Big Data, Künstliche Intelligenz und IoT.

 

Für wen ist AWS Elastic Beanstalk relevant?

Allein schon aufgrund der enormen Breite des Portfolios ist es empfehlenswert für Firmen, die sich für PaaS interessieren, einen Blick auf das AWS-Angebot zu werfen. Der Anbieter zählt zu den wenigen, die einen kompletten Cloud-Stack (SaaS, PaaS und IaaS) offerieren. Das Unternehmen betreibt wie andere Cloud-Anbieter auch ein lokales Rechenzentrum in Deutschland. Ferner legt die Firma viel Augenmerk auf Sicherheit sowie auf entsprechende Zertifizierungen. AWS verfügt über ein Self-Service-Portal sowie ein transparentes Preisschema. Somit fällt es dem Kunden vergleichsweise leicht, AWS-Services zu abonnieren sowie die Kosten für deren Nutzung abzuschätzen, und zwar unabhängig davon, ob der Kunde ein großer internationaler Konzern oder ein mittelständisches Unternehmen ist.

Zur Benutzerfreundlichkeit trägt auch die jüngere Entwicklung namens “Amazon Lightsail” bei. Darüber sollen Nutzer auf einfache Weise die erforderlichen Ressourcen für vorkonfigurierte Web-Anwendungen in Betrieb nehmen, die auf dem AWS Marketplace verfügbar sind. Zu den Beispielen zählen Webblog-Systeme, Content-Management-Software und Entwicklungsumgebungen.

Generell adressiert AWS und somit auch das PaaS-Portfolio Unternehmen jedweder Größe. Allerdings fokussiert der Anbieter sehr stark auf technologische Themen, die nicht für jeden Interessenten leicht verständlich sind. Möglicherweise kann es daher sinnvoller sein, AWS-Services über einen zwischengeschalteten Partner des Anbieters zu beziehen, der Cloud-basierte Software bzw. IT-Dienstleistungen auf der Grundlage der AWS-Cloud offeriert.


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