Meinungen
01. März 2017
AUTOR: Businesscloud.de

Platform as a Service: Relevanz der Google App Engine aus Sicht von PAC

Ein Beitrag von Frank Niemann, Vice-President Software & SaaS Markets bei PAC

 

Das Interesse an internetbasierten Cloud-Plattformen für die Softwareentwicklung wächst. Mit „Platform as a Service“ (PaaS) lassen sich unter anderem webbasierte Anwendungen und mobile Applikationen sowohl entwickeln als auch betreiben. Googles App Engine zählt zu den relevanten Plattformen in diesem Umfeld, was die Frage erlaubt, ob und wie die Umgebung für den deutschen Mittelstand taugt.

 

PaaS bietet die typischen Vorteile von Cloud-Services: Eine Entwicklungs- und Testumgebung können Sie innerhalb weniger Minuten einrichten und Ihren Entwicklern zur Verfügung stellen. Vorabinvestitionen in Hard- und Software sowie deren Installation entfallen. Sie bezahlen für die Plattform nur, solange Sie diese auch nutzen. Sobald Sie die Services nicht mehr benötigen, können Sie diese „abschalten“, so dass für Sie keine weiteren Kosten anfallen.

Die Anzahl an PaaS-Umgebungen nimmt zu. Zu den Playern mit hoher Relevanz zählen wir Amazon Web Services, Microsoft, Salesforce, IBM, Red Hat, Oracle, SAP und Google. Um letztere Plattform, die „Google App Engine“ soll es nun im Folgenden gehen. Die Angaben stützen sich auf einen Report über PaaS-Plattformen, den PAC unlängst veröffentlicht hat.

 

google-engine-beitrag

 

PaaS-Strategie von Google

Google ist früh in den PaaS-Markt eingestiegen und wie andere Marktteilnehmer bietet das Unternehmen einen kompletten „Cloud Stack“ aus PaaS und der Cloud-Infrastruktur (Infrastructure as a Service, IaaS).

Das vor allem auf den Konsumentenmarkt ausgerichtete Unternehmen nutzt Technologie und die jahrelange Erfahrung mit dem Betrieb von Cloud-Services für das Suchmaschinengeschäft, um eine Cloud-Plattform auch für Firmen anzubieten.

Mit der Google Cloud Platform bietet das Unternehmen eine Sammlung von Cloud-Services an: Google Compute Engine, BigTable (Map-Reduce-Verfahren für das Management großer Datenmengen), BigQuery (eine Cloud-basierte Datenbank für analytische Big-Data-Anwendungen) sowie der Google App Engine, der Entwicklungs- und Ablaufumgebung für Anwendungen, um die es in der Folge gehen soll.

Die App Engine stellt eine Reihe von Schnittstellen für unterschiedliche Entwicklungsumgebungen und Programmiersprachen bereit (etwa Python, Go, PHP und Java). Ferner bietet die Google-Umgebung Cloud-Services für NoSQL-Datenmanagement (für unstrukturierte Daten), relationale Datenbanken, Caching und Security-Scanner. Auch die Google-Suchfunktionen stehen dem Entwickler zur Verfügung.

Ein besonderes Merkmal der Google App Engine ist dessen Fähigkeit, Anwendungen im Web zu verbreiten und diese zu skalieren. Spieleentwickler und Medienhäuser beispielsweise wissen dies sehr zu schätzen. Ohne Frage ist die Google-Plattform leistungsstark, jedoch sind nicht alle diese Features nützlich, um etwa Geschäftsapplikationen zu entwickeln und auf der Plattform zu betreiben.

Ein ebenfalls erwähnenswertes Werkzeug ist der „Cloud Launcher“, mit dem vorkonfigurierte Cloud-Services auf einfache Weise auf der Plattform zum Laufen gebracht werden können. Dies können beispielsweise Blog- oder Content-Management-Systeme, Datenbanken, Entwicklungsumgebungen sowie Geschäftsanwendungen sein. Der Vorteil liegt in der einfachen Inbetriebnahme, da die Parameter für die erforderlichen Ressourcen bereits hinterlegt sind.

 

Für wen ist die Google App Engine relevant?

Die Google App Engine ist gut geeignet für Firmen, die webbasierte Services, Social-Media-Applikationen oder mobile Apps in der Public Cloud entwickeln wollen, die eine automatisierte Skalierung der Ressourcen erfordern.

Google setzt den Schwerpunkte auf die Entwicklung und dem Betrieb von rein Cloud-basierten Anwendungen. Als reines Internet-Unternehmen verfügt die Firma anders als andere Anbieter nicht über ein traditionelles Softwaregeschäft, auf das Rücksicht genommen werden müsste. Somit bietet Google im Gegensatz zu anderen Marktteilnehmern auch keine Cloud-Alternativen für beim Kunden installierte Software (etwa Datenbanksysteme oder Middleware).

Die Innovationskraft und -fähigkeit des Unternehmens ist enorm. Dies gilt auch in Richtung neuer technologischer Entwicklungen etwa im Bereich künstliche Intelligenz, die immer stärker Einzug halten in die Plattform.


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