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27. März 2018
AUTOR: Businesscloud.de

Zukunft der Arbeit mit KI: Was sagt die Glaskugel?

Künstliche Intelligenz: Dystopie oder Utopie?

Huhuhuuu – welche Angst in punkto Künstliche Intelligenz (KI) gerade umgeht, zeigt wohl am besten der Weihnachtsspot von Edeka, an den Sie sich sicher erinnern, auch wenn kommenden Sonntag schon wieder Ostern ist: Wir schreiben das Jahr 2017. „Inzwischen hat die Künstliche Intelligenz die Kontrolle über die Erde übernommen. Die Menschen leben vor Angst versteckt in den Wäldern. Doch ein Roboter entdeckt in einem alten Film den Zauber der Weihnacht und macht sich auf, dieses besondere Fest zu finden.“ Was ist dran an dieser Dystopie? Jeder, der „Sophia“ kennt, weiß, dass die Edeka-Story vielleicht gar nicht so weit hergeholt ist. „Sophia“ ist in der Lage, sich selbst vorzustellen. Sie sagt: „Hallo zusammen, ich heiße Sophia, und ich bin der neueste und beste Roboter der Firma Hanson Robotics.“ Und weil diese Vorstellung im Rahmen einer Investorenkonferenz in Saudi-Arabien erfolgte, wird der Roboterfrau am Ende ihres Bühnenauftritts die saudi-arabische Staatsbürgerschaft verliehen. Wie bitte? Mehr dazu sowie zur KI-Kritik von Elon Musk und zur KI-Utopie von Jürgen Schmidhuber, der als „Papa“ der Künstlichen Intelligenz gilt, lesen Sie im „faz.net“-Bericht „Künstliche Intelligenz: Werden wir für sie wie Katzen sein?“.

Macht uns Kollege Roboter künftig alle arbeitslos?

Wie auch immer man zum Thema KI eingestellt sein mag – warnend wie Tesla-Chef Elon Musk oder träumend wie Jürgen Schmidhuber –, eine Sorge beziehungsweise Frage bleibt. Nämlich: Nehmen uns die Cyborgs künftig die Arbeitsplätze weg? Dazu gibt es eine aktuelle Studie vom McKinsey Global Institute. Demnach müssen „bis 2030 bis zu 800 Millionen Menschen ihren Job an die Konkurrenz der intelligenten oder irgendwie besseren, jedenfalls billigeren Maschinen übergeben“, wie Sie im „heise.de“-Bericht „800 Millionen Jobs sollen weltweit durch Automatisierung verloren gehen“ genauer nachlesen können. Um die Angst vor »Kollege Roboter« zu schüren, wird auch gern immer wieder eine ältere Studie der Universität Oxford zitiert, laut der „über alle Sektoren hinweg 47 Prozent aller Berufe von Computern ersetzt werden können“. Allerdings gibt es auch Forscher, welche die Roboter-Lage gänzlich anders einschätzen – zum Beispiel der Forscher Terry Gregory vom Mannheimer Forschungsinstitut ZEW. „Seine Arbeiten zeigen, dass Digitalisierung in der Vergangenheit nicht zu weniger Arbeit geführt hat – sondern sogar zu mehr Jobs. Und: Es gebe auch wenig Belege dafür, dass sich das in der Zukunft ändern werde“, wie dem sehr lesenswerten „spiegel.de“-Artikel „Zukunft der Arbeit – Keine Angst, die Maschinen kommen!“ zu entnehmen ist.

Gute Zukunftsprognosen für IT-Spezialisten

Weil weder wir noch die Roboter in die Zukunft schauen können – lesen Sie dazu unbedingt das „Technology Review“-Essay „Die sieben Todsünden der KI-Vorhersagen“ –, bleiben wir einfach im Hier und Jetzt: Laut einer aktuellen Studie von Bitkom Research, bei der über 1.500 Geschäftsführer und Personalverantwortliche von Unternehmen aller Branchen befragt wurden, zeigte sich: „Die IT-Branche beklagt einen zunehmenden Fachkräftemangel, insbesondere Software-Entwickler werden händeringend gesucht.“ Aktuell sind „55.000 Jobs für IT-Spezialisten unbesetzt“, wie Sie im gleichnamigen Beitrag auf „cloudcomputing-insider.de“ nachlesen können. Und nicht nur das: „Mit 56 Prozent nimmt die Mehrzahl der ITK-Unternehmen an, dass sich der Fachkräftemangel in Zukunft weiter verschärfen wird“. Jetzt aber bitte bloß nicht übermütig werden, liebe IT-Experten. Denn laut einer ITK-Branchen-Prognose von IDC für 2018 wird bald „eine wachsende Zahl von Mitarbeitern ohne IT- oder sonstiges technisches Fachwissen in der Lage sein […], Programme zu entwickeln und immer komplexere digitale Innovationen zu schaffen.“ Jeder wird also bald ein Entwickler sein? Diese Nachricht dürfte die echten »Code-Profis« kaum verstören 😉

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