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26. April 2018
AUTOR: Klaus Göbbel

All-IP-Umstellung: Kein Anschluss unter dieser Nummer

Nicht erreichbar zu sein - das ist im Zeitalter der Multichannel-Kommunikation per Telefon, Website, Social Media und E-Mail für viele eine Horrorvorstellung. Erst recht für Unternehmen, die ja immerhin auf den Kontakt mit Kunden und Partner angewiesen sind, um Geschäft zu generieren. Und doch könnte dieses Szenario bald manchem bevorstehen. Jenen Anwendern nämlich, die noch über analoge Anschlüsse oder einen Zugang per ISDN verfügen. Denn der magentafarbige Telekommunikationsriese aus Bonn hat zwischenzeitlich alle verbliebenen Kundenverträge gekündigt. Hintergrund ist das Ziel, noch 2018 die Umstellung auf All IP – also internetbasierte Technologie – vollständig abzuschließen. Wer also die entsprechenden Hinweis- und Kündigungsschreiben einfach ignoriert und das Problem auszusitzen versucht, den wird voraussichtlich noch in diesem Jahr der kommunikationstechnische Todesengel ereilen. Keine Zeit verlieren und sofort das Heft des Handelns in die Hand nehmen, lautet deshalb die Devise.

Aus der Not eine Tugend machen

Allerdings empfiehlt es sich, einen kühlen Kopf zu behalten und genau zu überlegen, was zu tun ist. Wer in Panik verfällt und meint, er müsse – koste es, was es wolle – seine betagte Telefonanlage aufwändig für das digitale Zeitalter fit machen, der läuft Gefahr, wertvolle Ressourcen einfach aus dem Fenster zu werfen. Wobei im günstigsten Fall lediglich der alte Zustand wiederhergestellt wird. Zusätzliche Mehrwerte können auf diese Weise jedenfalls nicht erzeugt werden, da sie mit den alten Systemen gar nicht nutzbar sind. Im Gegensatz dazu lassen sich mit internetbasierter Technologie dank Unified Communication and Collaboration – kurz: UCC – die Kommunikationskanäle sinnvoll miteinander verknüpfen und Abläufe deutlich effizienter gestalten. Das gilt sowohl für Vorgänge innerhalb des Unternehmens als auch für solche, an denen beispielsweise Kunden, Partner, Lieferanten oder andere Dritte partiziperen. Ratsam ist also, die Gelegenheit am Schopf zu packen und die Bandbreite der neuen Funktionalitäten einmal genau unter die Lupe zu nehmen: „Was macht in meinem Business-Szenario Sinn? Wie und womit lassen sich die Prozesse in meinem Unternehmen noch besser unterstützen?“, um anschließend ganz gezielt zu investieren.

„Augen auf“ beim Produktkauf

Damit der Kunde tatsächlich von einer großen Bandbreite profitiert, unterhalten wir enge Technologie-Partnerschaften nicht nur mit einem der großen UCC-Anbieter, sondern gleich mit mehreren der hierzulande führenden Player. Dabei haben die Hersteller in ihren UCC-Portfolios teilweise sehr unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt – von der reinen Sprachtelefonie über Team Messaging und Video-Telefonie bis zu komplexen Collaboration-Lösungen, wobei die Telefonie mangels Zugang zum öffentlichen Netz ausschließlich über das Internet erfolgt. Bei uns stammen diese Angebote von unseren langjährigen UCC-Partnern Cisco, Microsoft oder NFON. Unternehmen erhalten von uns aber nicht nur jeweils die neuste Technologie von diesen Providern, sondern auch wichtige Dienstleistungen darüber hinaus. Die Palette reicht von Workshops und Consulting bis zu Services, die dem Kunden bei der Konzipierung und Umsetzung einer Kommunikationsstrategie unter die Arme greifen.

Dank Dienstleister nicht im Alltagskleinklein verlieren

Auch Managed Services sind im Angebot, damit sich der Kunde nicht mit aus seiner Sicht zwar notwendigen, aber vom Kerngeschäft ablenkenden Aufgaben beschäftigen muss. Zum Beispiel die cloudbasierte UCC-Lösung von NFON, bei der der Fokus auf virtueller Telefonie liegt: Mit einem Managed Service von CANCOM Pironet profitiert das Unternehmen davon, dass immer die notwendige Bandbreite zur Verfügung steht, die für hochwertige Telefonie benötigt wird. Möglich ist das, weil die einzelnen IP-Pakete beim Transport durch das Netz nach ihrer Wichtigkeit differenziert werden – und die Sprachpakete eben Vorrang genießen. Sinnvoll ist außerdem, die gesamte Administration der cloudbasierten Telefonanlage als Managed Service zu beziehen – von der Einrichtung der Nebenstellen bis zur individuellen Rufgruppenanlage. So lässt sich verhindern, dass sich die Verantwortlichen des Kundenunternehmens künftig im alltäglichen Technik-Kleinklein verlieren. Unter dem Strich gilt: Angesicht des bevorstehenden Aus für ISDN und Analog-Telefonie ist es kein Wunder, dass die Marktforscher hierzulande für Communication and Collaboration as a Service weiterhin saftige Wachstumsraten prognostizieren. So sehen zum Beispiel die Analysten von techconsult nach einer Steigerung des Marktes um 15,2 Prozent im letzten Jahr für 2018 sogar einen Anstieg um 15,5 Prozent voraus, auf dann knapp 3 Milliarden Euro. Und davon profitieren nicht allein die Anbieter, sondern auch die Anwender: In einem Fall haben wir einen Kunden aus der Dienstleistungsbranche dabei unterstützt, die analoge Telefonie in nur zwei Wochen durch eine unternehmensweite UCC-Lösung zu ersetzen: Damit hat das Unternehmen nicht nur rechtzeitig den Umstieg auf Brieftauben in der Kommunikation als letzten Ausweg verhindert, sondern ist heute vielmehr in der Lage, sowohl intern wie nach außen hin so effizient und schnell zu kommunizieren, wie es nie zuvor möglich war.

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