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14. November 2017
AUTOR: Businesscloud.de

IT-Sicherheit: Unternehmen rüsten auf

ITK-Benchmark zeigt: Ausgaben für IT-Security steigen

Wer meldet schon gerne den Behörden – obwohl es laut BDSG § 42a Pflicht ist! –, dass im Unternehmen Daten abhandengekommen sind?! Deshalb sind wahrscheinlich deutlich mehr als »nur« über die Hälfte der deutschen Firmen von Cyberattacken betroffenen, wie „spiegel.de“ berichtet: „53 Prozent der deutschen Firmen wurden Opfer von Wirtschaftsspionage, Sabotage oder Datendiebstahl. Der Schaden ist enorm: rund 55 Milliarden Euro jährlich, wie eine repräsentative Studie des Digitalverbands Bitkom ergeben hat.“ Petya, Not-Petya und WannaCry sind also nur die Spitze des Eisbergs. Was tun die Unternehmen dagegen? Laut einer weiteren Bitkom-Studie noch zu wenig: „Selbst die Betreiber sogenannter kritischer Infrastrukturen (KRITIS) wie etwa Energieversorger oder Finanzdienstleister sind [auf Cyberangriffe] kaum besser vorbereitet als die übrigen Branchen. So verfügen 53 Prozent der KRITIS-Unternehmen über einen Notfallplan, bei den Nicht-KRITIS-Unternehmen sind es 41 Prozent“, wie Sie auf „security-insider.de“ genauer nachlesen können. Allerdings scheint das IT-Sicherheitsbewusstsein in den Unternehmen generell gewachsen zu sein. Zumindest zeigt unser ITK-Benchmark, dass die „Security-Ausgaben steigen“. Mehr dazu im gleichnamigen Beitrag auf „it-business.de“.

IT-Sicherheit einer der wachstumsstärksten Bereiche

Unser „ITK-Budget-Benchmark“ ist ein Online-Tool, das auf dem „eAnalyzer“ basiert, einer ITK-Marktdatenbank der techconsult GmbH. Damit können Unternehmen die Höhe ihres ITK-Budgets mit den Budgets anderer Unternehmen derselben Branche und Größe vergleichen – eine gute Orientierungsmöglichkeit, die bisher rund 1.650 mal genutzt wurde. Die Ergebnisse des ITK-Benchmarks zeigen, „dass die Ausgaben im Bereich Security dieses Jahr gegenüber 2016 um 5 Prozent wachsen werden.“ Eine weitere interessante Erkenntnis ist: „Mit über 5,5 Milliarden Euro geben die Unternehmen 2017 knapp 10 Prozent des gesamten ITK-Budgets für die IT-Sicherheit aus.“ Und in welche Art von Sicherheit wird investiert? Auch darüber gibt der ITK-Benchmark Auskunft: „Immer mehr Unternehmen setzen […] auf Security as a Service“. Die Ausgaben dafür sollen „bis Ende 2019 um 40 Prozent zulegen“. Ebenso erfreuen sich ganzheitliche IT-Sicherheitslösungen einer überdurchschnittlich großen Beliebtheit: Das Marktvolumen für solche integrierten „Unified Threat Management Appliances“ soll „2017 um 11 Prozent und im kommenden Jahr um weitere 9 Prozent“ steigen. Weitere Informationen dazu finden Sie auf „it-daily.net“.

Mehr Cloud-Sicherheits-Know-how, bitte!

Abgesehen von der Anschaffung der entsprechenden Sicherheits-Software gilt es jedoch auch, das Bewusstsein für Sicherheit in den Unternehmen zu schärften – Stichwort »Password auf einem Klebezettel am Bildschirm« – sowie das Know-how der IT-Verantwortlichen, gerade in punkto Cloud-Sicherheit auszubauen. Dass es damit nicht gerade gut bestellt ist, zeigt eine Studie von Barracuda Networks, bei der 550 IT-Entscheider von Unternehmen in der EMEA-Region zu Public Cloud Infrastructure as a Service (IaaS) befragt wurden. „Dabei gaben nur 61 Prozent der Befragten an, ihren Verantwortungsbereich bezüglich Cloud-Sicherheit vollständig zu verstehen – bei den deutschen IT-Entscheidern lag der Prozentsatz bei 69 Prozent.“ Anders formuliert: Bei rund einem Drittel heißt es: »… denn sie wissen nicht, was sie tun«. Mehr dazu erfahren Sie im „it-daily.net“-Bericht „Unternehmen nutzen Public Cloud trotz Sicherheitsbedenken“. Auch die Ergebnisse einer aktuellen „(ISC)²“-Studie, bei der rund 3.300 IT-Fachkräfte aus aller Welt befragt wurden, sind kaum zu glauben: „49 Prozent der Teilnehmer bescheinigen der Geschäftsführung, dass sie zu wenig von Cyberbedrohungen versteht.“ Und: „65 Prozent der Befragten gaben an, dass ihre Sicherheitsempfehlungen nicht befolgt werden und dadurch ihre Unternehmen unnötigen Risiken ausgesetzt werden“! Vielleicht lassen Sie spätestens jetzt das Post-it mit Ihren Login-Daten an Ihrem Bildschirm verschwinden? 😉 Weitere haarsträubende Ergebnisse gibt es auf „computerwelt.at“.

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