Interviews
09. November 2017
AUTOR: Businesscloud.de

Sagen Sie mal, Herr Reinsch …

Ein Gespräch mit dem Chef von jobEconomy

Im vergangenen Juni starteten wir gemeinsam mit Hewlett Packard Enterprise (HPE) den Aufruf an Software-Unternehmen, sich mit ihren deutschsprachigen Lösungen als „Cloud Rocket“ zu bewerben. Hauptgewinner unseres „Cloud Rocket“-Wettbewerbs ist die Berliner jobEconomy GmbH mit ihrem E-Recruiting-Tool „Connectoor“. Unsere Blogredaktion hat mit Gründer und Geschäftsführer Oliver Reinsch gesprochen:

Mit „Connectoor“ auf dem Siegertreppchen

Business-Cloud.de: Sagen Sie mal, Herr Reinsch, wie war das in diesem Sommer? Waren Sie gleich entschlossen, bei unserem Wettbewerb mitzumachen?

Oliver Reinsch: Als wir von dem Award gelesen haben, fühlten wir uns sofort angesprochen. Die Award-Anforderungen – innovativer Cloud-Software Anbieter für kleine- und mittelständische Unternehmen in Deutschland – passten exakt zu uns und unserem E-Recruiting-System Connectoor.

Business-Cloud.de: Hätten Sie gedacht, dass Sie ein paar Monate später mit Ihrem E-Recruiting-Tool auf dem Siegertreppchen stehen?

Oliver Reinsch: Wir waren hoffnungsvoll, haben aber nicht damit gerechnet. CANCOM Pironet und HPE sind sehr renommierte Player am Markt. Deshalb gingen wir von einer sehr großen Beteiligung und einer entsprechend großen Konkurrenz aus, was sich ja auch im Nachgang bestätigte. Unter der Voraussetzung, dass die Jury sich aber mit unserem Angebot intensiv beschäftigt und den Mehrwert für alle Beteiligten erkennt, haben wir uns gute Chancen für den Connectoor ausgerechnet.

Business-Cloud.de: Können Sie unseren Lesern bitte kurz erklären, was der „Connectoor“ kann und wer so eine Software braucht?

Drei Recruiting-Services in einem Tool

Oliver Reinsch: Mit unserem Connectoor erleichtern wir KMUs die Suche nach neuen Mitarbeitern und Fachkräften. Dazu verbinden wir drei Recruiting-Services in einem Tool: erstens Stellenanzeigen auf der Website und in den Social Media veröffentlichen, zweitens Verbreitung der Stellenanzeigen auf bis zu 1.000 weiteren Stellenbörsen und drittens Unterstützung durch unser deutschlandweites HR-Consulting-Netzwerk.

Business-Cloud.de: Wie darf man sich das konkret vorstellen?

Oliver Reinsch: Stellenanzeigen erstellen die Nutzer einfach und schnell in unserem E-Recruiting Tool und veröffentlichen diese über das Connectoor-Jobboard mit einem Klick auf den eigenen Webseiten und Facebook. Zusätzlich haben unsere Kunden die Möglichkeit, kostenlos ihre Stellenangebote auf Indeed zu veröffentlichen und auf allen bekannten sozialen Netzwerken, also Facebook, Twitter, Google+, Xing, LinkedIn, zu teilen. Eingehende Bewerbungen gehen direkt in unser modernes Bewerbermanagement-System ein und werden im Team verwaltet, eingeladen oder abgesagt.

Sollte die Reichweite des eigenen Netzwerkes nicht ausreichen, können unsere Kunden die Stellenangebote auf bis zu 1.000 weiteren Stellenbörsen mit nur einem Klick veröffentlichen. Dieser Reichweiten-Boost heißt Multiposting. Das Besondere bei unserem Multiposting ist, dass wir für unsere Kunden als eine Art „Einkaufsgemeinschaft“ auftreten und unsere Reichweiten-Pakete 20 bis 60 Prozent preiswerter gegenüber Direktbuchungen anbieten können.

Und wenn das passive Recruiting bei der Besetzung der jeweiligen Stellen nicht ausreichen sollte, haben unsere Kunden die Möglichkeit, auf unser deutschlandweites HR-Consulting-Netzwerk zurückzugreifen. Passende Kandidaten werden aktiv von unserem Netzwerk gesucht, angesprochen und nach der Prüfung unseren Kunden vorgestellt.

Cloud-Marktplätze „beflügeln unseren Vertrieb enorm“

Business-Cloud.de: Ab sofort gibt’s den Connectoor auf unserem BusinessCloud Marketplace sowie auf Cloud28+ von HPE. Sind Ihrer Meinung nach Cloud-Marktplätze die Zukunft für ISVs?

Oliver Reinsch: Absolut! Das Erfolgsmodell des Apple App Store hat es doch in den letzten Jahren gezeigt. Software-Entwickler und Dienstleistungsanbieter wie wir brauchen einfach eine große Reichweite und möchten ihre Angebote möglichst vielen Kunden anbieten. Nur so können die äußerst günstigen Preise unserer Dienstleistungen bei extrem hohen Investitionen realisiert werden. Insofern beflügeln Cloud-Marktplätze wie der BusinessCloud Marketplace und Cloud28+ unseren Vertrieb enorm, was wiederum kleinen und mittelständischen Unternehmen beim Finden von Fachkräften zugutekommt. Denn warum soll professionelles Recruiting mit softwarebasierter Unterstützung ein Privileg der großen Konzerne sein?

Business-Cloud.de: Sie haben ja von Anfang an auf die Cloud gesetzt, oder?

Oliver Reinsch: Ja, als wir vor über fünf Jahren mit der Entwicklung des Connectoors begonnen haben, entschieden wir uns schon damals, dass dieses System ausschließlich als Software as a Service aus der Cloud angeboten wird. Das ist mit allen seinen Vorzügen, Chancen und Möglichkeiten einfach die Zukunft. Durch die Cloud sind unsere Kunden beim Recruiting nicht mehr an ihren Arbeitsplatz gefesselt. Stellen können im Team abgeglichen und veröffentlicht werden und eingehende Bewerbungen können beispielsweise auf dem Smartphone gesichtet und die Bewerber dann direkt eingeladen werden. Dadurch lässt sich die Reaktionszeit für den gesamten Recruiting-Prozess verkürzen und Stellen sind schneller und preiswerter zu besetzen.

Business-Cloud.de: Letzte Frage – und sagen Sie jetzt bloß nichts Falsches 😉 Haben Sie unser Cloud-Blog vor unserem Interview gekannt?

Oliver Reinsch: Offengestanden nein. Aber in Vorbereitung auf das Interview habe ich mir Business-Cloud.de natürlich genau angesehen. Ihre Beiträge heben sich in wohltuender Weise von dem üblichen Marketingblabla ab. Ich werde in Zukunft öfters verbeischauen.

Business-Cloud.de: Das freut uns, Herr Reinsch. Wir danken Ihnen für das Gespräch.


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