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16. August 2017
AUTOR: Businesscloud.de

Schnellere Digitalisierung mit vernetztem Hirn?

Denken statt tippen – die Digitalisierung der Hirnrinde

Denken Sie bitte mal an eine Tasse. Haben Sie die Tasse vor Ihrem „geistigen Auge“? Gut, dann sehen Sie jetzt gewiss eines nicht: die Buchstabenfolge „T – a – s – s – e“. Denn: „In ihrem Kopf ist eine Tasse nicht ein Etikett mit dem Wort darauf, sondern ein von Menschen geschaffener Gegenstand, den man in der Hand halten und daraus Flüssigkeiten trinken kann“, erklärt Facebook-Managerin Regina Dugan. Sie fragen sich, was Facebook mit der Vorstellung von Tassen zu tun hat? Nun, Facebook plant, sensible Sensoren zu erfinden, mit denen man direkt aus dem Hirn Worte in den Computer tippen kann. Ein „Nebeneffekt“ dieser neuen „Gedankenlese“-Technologie wäre dann, „dass sich Menschen in anderen Sprachen ausdrücken könnten, ohne sie zu lernen […]. So könnte zum Beispiel der Gedanke an eine Tasse direkt mit dem entsprechenden Fremdwort in Spanisch oder Chinesisch umgesetzt werden.“ Sehr praktisch! Doch Facebook muss sich beeilen: Auch Tesla-Chef Elon Musk plant ein „direktes Interface zur Hirnrinde“. Dann heißt es, sich beim Denken bloß nicht zu vertippen, also sich nicht zu „verdenken“ – und schon gar nicht den Gedanken zu „formulieren“, ob Facebook und Tesla noch alle Tassen im Schrank haben 😉 Lesen Sie stattdessen lieber weitere Details zu „Direkt mit dem Gehirn tippen“ im „Handelsblatt“.

„Die Digitalisierung läuft auf Hochtouren“, aber …

Ein weiterer positiver Nebeneffekt bei der Vernetzung des Hirns wäre auch, dass es viel leichter wäre, eingefahrene Denkgleise zu „refreshen“. Dies scheint gerade bei der Digitalisierung dringend notwendig zu sein. Denn warum bereitet die digitale Transformation 73 Prozent der Unternehmen Probleme? Nein, es ist nicht nur der Mangel an qualifizierten Mitarbeitern, sondern es sind „organisatorische Hürden wie starre Strukturen, mangelnde übergreifende Planung und unklare Verantwortlichkeiten“ – also vornehmlich Hindernisse, die vor allem im Kopf überwunden werden müssen. Doch vielleicht hat sich hier in den letzten Monaten bereits etwas getan? Denn die Capgemini-Studie zu IT-Trends 2017, aus der eben zitiert wurde, ist von Anfang des Jahres. Damals brachte die Befragung von 148 Entscheidern aus Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterm Strich folgendes Ergebnis: „Die Digitalisierung läuft auf Hochtouren, grundlegende Veränderungen bleiben aber aus. Das bezieht sich nicht auf die Technologie, sondern auf die Organisationsstrukturen.“ Da langt man sich doch ans Hirn, oder? Mehr dazu erfahren Sie im „springerprofessional.de“-Bericht „Der Mut zum großen, digitalen Wurf fehlt“.

Kulturelle Digital-Affinitätskluft überwinden

So schnell scheint das mit dem Umdenken ohne digitale Nachhilfe von Facebook oder Tesla jedoch nicht zu gehen. Denn eine ganz aktuelle Studie von Capgemini, bei der weltweit 1.700 Mitarbeiter aus 340 Unternehmen befragt wurden, zeigt „ein Fehlen von digitaler Vision“. Laut Studie sehen 62 Prozent der Befragten „die etablierte Unternehmenskultur als eines der größten Hindernisse auf dem Weg zu einer digitalen Organisation“. In Deutschland sind es sogar 72 Prozent. Bemerkenswert ist auch die von Capgemini festgestellte „deutliche Kluft in der kulturellen Digital-Affinität“: „Während 40 Prozent auf Top-Management-Level von einer bereits existierenden digitalen Unternehmenskultur sprächen, seien es bei den restlichen Mitarbeitern nur 27 Prozent. In Deutschland sei der Abstand noch deutlicher […]“, wie Sie auf „t3n“ nachlesen können.  Dieses Problem würde wahrscheinlich ein „direktes Interface zur Hirnrinde“ lösen 😉

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