News
17. Januar 2014
AUTOR: Businesscloud.de
Cloud-Vertraege

Atomares Damoklesschwert

„Glück und Glas, wie leicht bricht das.“ Um die ständige Bedrohung jedes Glückes zu veranschaulichen, hat der Tyrann Dionysios I. von Syrakus (430 bis 367 v. Chr.) ein Schwert über dem Haupt seines Höflings Damokles aufhängen lassen – an einem Rosshaar! Der gute Damokles soll nämlich „so begeistert von seinem König [gewesen sein], dass er ihn ganz besonders lobte und als den glücklichsten Menschen der Welt bezeichnete“. Solch ein Damokles-Schwert hing Jahrzehnte lang auch über unserer aller Köpfe – ohne dass wir es gemerkt haben. Oder sagen wir lieber: Abgesehen vom täglich möglichen tödlichen Verkehrsunfall, plötzlichen Herztod oder Raubmord gab es von 1962 an ein zusätzliches Damokles-Schwert für alle Erdenbewohner. Das ist zwar kaum zu glauben, aber wirklich wahr: „Der Launch-Code für die in den USA stationierten Minuteman-Atomraketen war offensichtlich für fast zwei Jahrzehnte die Kombination ‚00000000‘.“?! Warum und weshalb der „Launch-Code“ (welch Euphemismus!) absichtlich so einfach gehalten wurde, lesen Sie im „heise.de“-Bericht „00000000: Passwort für US-Atomraketen“ … PS: Wenn Sie sich jetzt fragen, was denn das (wieder) für ein seltsamer Text ist, dann dürfen wir stolz sagen: Genau wegen solcher Skurrilitäten sind wir vom Sage Mittelstandsblog auf Platz eines der Cloud-Blogs gewählt worden. Dafür ein herzliches Dankeschön an Sage! Wir machen also weiter so 🙂

Cloud-Verträge – auch das Kleingedruckte lesen

Bloß gut, dass es in der Cloud sicherer zugeht, nicht zuletzt dank NSA-Skandal, der das Sicherheitsbewusstsein der Unternehmen offensichtlich geschärft hat. So zeigt eine Umfrage von PricewaterhouseCoopers, dass als Reaktion auf die NSA-Datenschnüffeleien „38 Prozent der deutschen Unternehmen [darüber nachdenken], künftig ihren E-Mail-Verkehr zu verschlüsseln […]. Immerhin 15 Prozent erwägen, auf europäische IT-Dienstleister umzusteigen, um die Gefahr einer Spionage durch ausländische Geheimdienste zu verringern.“ Das erhöhte Sicherheitsbewusstsein der Anwender geht laut Capgemini-Cloud-Experte Torsten Stanienda aktuell gar soweit, dass viele Unternehmen das Thema Cloud „andersherum“ angehen: „Noch vor der Frage nach dem Nutzen einer Cloud-Lösung steht die Frage nach der IT-Sicherheit und dem Datenschutz.“ Was konkret tun? Auf alle Fälle sich den Vertrag mit dem Cloud-Anbieter genau durchlesen. So weist Christoph Rittweger von der Wirtschaftskanzlei Baker & McKenzie darauf hin, dass nicht alle großen Anbieter aus den USA sich die Mühe machen, „ihre Vertragswerke zuverlässig an europäisches Recht anzupassen. ‚Da heißt es nur: Das ist das Angebot. Friss oder stirb‘, sagt Rittweger.“ Mehr Grundregeln, um „nicht über das Kleingedruckte zu stolpern“, finden Sie im „Manager Magazin“-Bericht „Cloud Computing: Der sichere Weg in die Datenwolke“

Cloud: Alles eine Frage des Standortes

Capgemini-Berater Torsten Stanienda weist zudem darauf hin, welch große Bedeutung die Standortfrage nun bekommen hat: „Der Standort der Daten ist aus rechtlicher Sicht auch tatsächlich eine sehr wichtige Frage […] Cloud-Anbieter müssen deshalb die Standorte ihrer Rechenzentren im Vertrag ganz klar benennen.“ Dass die Standortfrage immer wichtiger wird, zeigt auch eine aktuelle Studie des „Nationale Initiative für Informations- und Internet-Sicherheit e.V.“ (NIFIS). Laut NIFIS meiden ein „Viertel (25 Prozent) der deutschen Unternehmen derzeit US-amerikanische Anbieter […], um Daten-Spionage ausschließen zu können. In den Augen der Unternehmen ist es notwendig, dass die Daten nicht auf Servern von Unternehmen gespeichert werden, die in den USA angesiedelt sind oder ihre Muttergesellschaft bzw. andere Konzernunternehmen in den USA haben.“ Allerdings warnt ein „SearchSecurity“-Beitrag vor Scheuklappen-Denken: „Bei der aktuellen, sehr wichtigen Standortdiskussion im Cloud Computing sollte allerdings nicht vergessen werden, dass alleine die Wahl eines Cloud-Standortes innerhalb Deutschlands oder des EU/EWR-Raumes nicht ausreicht. Für den Datenschutz in Clouds gilt es zahlreiche weitere Punkte zu beachten.“ Welche das sind, lesen Sie hier

Seite teilen

Must Reads von anderen Tech-Seiten
heise.de: Bodycam-Aufnahmen bei Amazon: Datenschutzbeauftragter kritisiert Bundespolizei Weiterlesen

 

CANCOM.info: Digitalisierung bringt deutschen Mittelstand in finanzielle Not Weiterlesen

 

digitalbusiness-cloud.de: Cloud-Aufkommen: Fünf Tipps, um die Übersicht zu behalten Weiterlesen

Pressemitteilungen

Köln, den 10. Januar 2019 — CANCOM stellt einen neuen Cloud-Service vor: Die etablierte Backup-Lösung „NetApp SaaS Backup ... Weiterlesen
Wie von der Pironet AG am 21. November 2018 durch Ad-hoc-Mitteilung bekannt gemacht, hatte die CANCOM SE sie am gleichen Tag darüber informiert, ... Weiterlesen
Nürnberg, im Dezember 2018: VR-Brillen, Roboter, an Computerspiele erinnernde Lernumgebungen – beim Finale des von WorldSkills ... Weiterlesen
Die CANCOM SE hat heute gegenüber dem Vorstand der Pironet AG ihr am 22. August 2018 gemäß § 327a Abs. 1 Satz 1 AktG gestelltes ... Weiterlesen