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15. November 2016
AUTOR: Businesscloud.de

Läutet die Cloud für On-Premise das Totenglöckchen?

Cloud_On-Premise

Unumkehrbarer Cloud-Trend

Wann haben Sie Ihr erstes Smartphone gekauft? Wenn Sie bereits 2011 eines besaßen, gehörten Sie zu den Early Adoptern in Deutschland. Denn laut „TNS Convergence Monitor 2016“ von TNS Infratest (siehe PDF mit „Charts“) hatten vor fünf Jahren nur 17 Prozent der 14- bis 69-Jährigen ein Smartphone, während 72 Prozent ein herkömmliches Handy nutzten. Und heute? 2016 haben sich die Zahlen sozusagen »umgedreht«: 77 Prozent Smartphone User und 20 Prozent, die „andere Mobiltelefone“ verwenden. Das heißt: „Das Smartphone ist mittlerweile die Regel, ‚normale‘ Handys sterben aus.“ Das Gleiche gilt für Cloud und On-Premise, wie eine Studie der Firma Tableau Software zeigt, bei der die Datennutzung von 4.000 Kunden untersucht wurde: „Demnach ist der Trend zur Cloud rasant und unumkehrbar: Ende 2014 lag das Verhältnis von cloudbasierten und lokalen Datenquellenverbindungen bei 55 zu 45. Im ersten Quartal 2016 war es bereits 70 zu 30 – eine Steigerung von 28 Prozent in 15 Monaten.“ Mehr dazu lesen Sie im „CloudComputingInsider“-Bericht „Der Trend zur Cloud ist unumkehrbar“ von Henrik Jörgensen, Country Manager DACH bei Tableau Software.

On-Premise tot? Es lebe die Hybrid Cloud!

Ob auch On-Premise irgendwann ausstirbt so wie wahrscheinlich Mobiltelefone, die nicht »smart« sind? Kaum. Denn nicht alle Informationen sind unbedingt cloud-tauglich – Stichwort Datenschutz, gerade bei personenbezogenen Daten. Daher wird der Mix aus Cloud und On-Premise, also die Hybrid Cloud immer beliebter. In diesem Sinne prognostiziert Gartner-Analyst Jeffrey Mann, dass es auch künftig „immer ernstzunehmende Einwände gegen eine Cloud-Nutzung geben [werde]. Die häufigste Ausprägung werde deshalb eine Hybrid Cloud sein“, wie Sie im „Computerwoche“-Beitrag „Cloud Computing im Jahr 2020 – Gartner: Cloud-only verdrängt Cloud-first“ genauer nachlesen können. Ein ähnliches Ergebnis hat auch der aktuelle „IT Cloud Index“ von techconsult, bei dem untersucht wurde, „wie unterschiedliche Fachbereiche den Einsatz von Cloud-Software bewerten“. Ergebnis: „IT-Abteilungen haben sich mittlerweile gut auf die Cloud eingestellt, Fachbereiche sehen den Nutzen der Cloud bei spezifischen Tools.“ Die Details dazu finden Sie in der „heise.de“-Meldung „Studie zur Akzeptanz von Cloud-Diensten“.

Cloud-Bedenken

Laut „IT Cloud Index“ wird zwar „jedes zweite Unternehmen […] 2017 Cloud-Dienste im Einsatz haben“. Aaaber: „Bedenken bezüglich der Datensicherheit sind trotz zunehmender Nutzung ein anhaltendes Thema. […] Das größte Hemmnis, eine Cloud-Lösung einzusetzen, sei die Sorge um Datenverluste, beziehungsweise ein Mangel an der Verschlüsselung von Daten (73 Prozent). 70 Prozent sind der Meinung, zu wenig Kontrolle über ausgelagerte Daten zu haben.“ Auch der Bitkom „Cloud Monitor 2016“ zeigt, dass zwar „gut jedes zweite deutsche Unternehmen“ die Cloud im Einsatz hat, also „gut doppelt so viele wie vor fünf Jahren“, bei den großen Unternehmen mit mehr als 2000 Mitarbeitern liegt die Cloud-Nutzung sogar bei 70 Prozent. Aber von einer »Cloud-Liebe« kann man bei den Unternehmen trotzdem nicht sprechen – zu stark sind nach wie vor die Bedenken, besonders im Hinblick auf „Compliance-Anforderungen, vor allen Dingen im Bereich Datenschutz“. Fazit: „Die Cloud wird genutzt, aber nicht geliebt“, wie Sie in einem fast gleichnamigen „IT-Zoom“-Bericht genauer nachlesen können. Und was unsere eingangs gestellte, zum kommenden Totensonntag passende Frage anbelangt, ob die Cloud für On-Premise das Totenglöckchen läutet, scheint die Antwort nun auch klar zu sein, oder? 😉

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