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28. Februar 2017
AUTOR: Businesscloud.de

Cloud bitte nicht „nach Gefühl“

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Gefühlte Sicherheit meist unsicher

Bestimmt kennen Sie den Loriot’schen Klassiker „Das Frühstücksei“ mit der Diskussion über die Frage, ob die Ei-Kochzeit von viereinhalb Minuten „nach der Uhr“ oder „nach Gefühl“ ist: „eine Hausfrau hat das im Gefühl“. (Falls nicht, bitte unbedingt kurz anschauen!) Was lernen wir daraus? Das Kochen eines Frühstückseis sollte man nicht dem Gefühl überlassen. Ebenso sollte auch die Entscheidung pro oder contra Cloud nicht „nach Gefühl“ fallen. Doch offensichtlich ist es »gefühlt« immer noch sicherer, Daten „geschützt in der eigenen ‚Burg‘ zu behalten und möglichst wenig nach außen zu geben“. Dabei gewährleisten Cloud-Angebote in der Regel deutlich mehr Sicherheit als ein eigenes Rechenzentrum. Denn sie „verfügen nicht nur über mehrere Zugangsschranken, sondern segmentieren auch im Inneren die Bereiche.“ Das heißt: „Selbst wenn der Einbrecher durch die mehrfach gesicherte Eingangstür kommt, muss er erst diverse weitere Sicherheitstüren passieren [...]. Zudem ist bei Cloud-Angeboten meist alles verboten, was nicht ausdrücklich erlaubt ist.“ Mehr über »gefühlte« und echte Sicherheit in der Cloud sowie über weitere Vorteile, welche die Wolke speziell kleinen und mittleren Unternehmen (KMUs) bringt, lesen Sie im „Internetworld“-Beitrag „So gelingt KMUs der Einstieg in die Cloud“ aus der Feder von Harry Zorn, Head of IT-Security bei Konica Minolta Solutions.

Cloud braucht Strategie

Deutlich höhere Sicherheit, mehr Flexibilität, langfristig weniger Kosten – allein diese »wolkigen« Pluspunkte sollten überzeugen. Also: Ab in die Cloud? Moment! „Cloud-Migration geht nicht von heute auf morgen oder in einem großen Schritt.“ Auch bei der Cloud-Einführung sollte man nicht „nach Gefühl“ handeln, sondern als erstes eine Strategie entwickeln. Doch wie eine Untersuchung von IDC in Kooperation mit Cisco zeigt, „verfolgen eine umfassende und ausgereifte Strategie […] derzeit in Deutschland etwa nur ein Drittel der Unternehmen“. Und: „Etwa ein Viertel der deutschen Unternehmen geben an, überhaupt keine Cloud-Strategie zu haben.“ Kaum zu glauben! Jedoch im „silicon.de“-Bericht „Cloud: Deutsche Unternehmen stehen sich auf den Füßen“ können Sie die IDC-Studienergebnisse im Detail nachlesen. Und: Ein praktisches Beispiel, wie ein Unternehmen „In drei Schritten zur Cloud-Strategie“ kommt, finden Sie im gleichnamigen „Computerwoche“-Artikel von Wolfgang Kröner, Global Head of SAP Cloud Solutions bei der itelligence AG.

2017 wird die Cloud zum „de-facto-Modell“

Doch ob mangelnde Strategie, Sicherheits- oder anderweitige Bedenken im Hinblick auf die Cloud: Die Wolke ist auf dem Vormarsch, wie aktuelle IDC-Zahlen zum dritten Quartal 2016 zeigen. So stiegen laut IDC die „Ausgaben für Cloud-Infrastruktur […] im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,1 Prozent auf 8,4 Milliarden US-Dollar. Damit macht die Cloud jetzt 39,2 Prozent aller IT-Infrastrukturausgaben aus. Im dritten Quartal 2015 lag dieser Wert noch bei 34,7 Prozent.“ Dieses Jahr soll, wie Sie in der „t3n“-Meldung „Cloud-Ausgaben erreichen 8,4 Milliarden Dollar“ nachlesen können, dieser Trend weiterhin anhalten: „IDC prognostiziert einen Anstieg von 18,2 Prozent.“ Auch für Westeuropa, und zwar für das gesamte Jahr 2016, liegen schwindelerregende Zahlen von IDC vor: „Auf 37 Milliarden Dollar und damit um 27 Prozent“ sollen hier die Investitionen in Cloud-Technologie und -Services gestiegen sein. In diesem Sinne sagt Matthias Zacher, Projektleiter und Senior Consultant bei IDC: „Die Cloud wird […] zum de-facto-Modell.“ So auch der Titel des „CloudComputingInsider“-Beitrags, aus dem noch eine gute Nachricht hervorgeht: „Zum ersten Mal, seit IDC sich mit den Hindernissen befasst, die gegen den Cloud-Einstieg sprechen, sehen weniger als 50 Prozent der Anwender in Sicherheitsproblemen einen Grund, abstinent zu bleiben.“ Dies zeigt: Offensichtlich setzen immer mehr Entscheider auf „viereinhalb Minuten“ als auf „Gefühl“ 😉

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