Zeus, Captain Kirk und die Wolke der Virtualisierung

26. März 2012 | Von | Kategorie: Lead Article, Nachrichten

CIO-Metamorphosen ohne Ovid

In den Metamorphosen des römischen Dichters Ovid geht es wie der Name sagt vor allem um Verwandlungen: So wird zum Beispiel die Geliebte des Jupiter namens „Io“ von ihm in eine Kuh verwandelt, um den Seitensprung vor seiner Ehefrau Juno zu verbergen. Selbige hat aus der Nymphe Callisto eine Bärin gemacht – zur Strafe, weil sie ein Techtelmechtel mit ihrem Göttergatten hatte. Manchmal sind aber die Götter auch nett beim Verwandeln: So hauchte Venus der von Pygmalion geschaffenen Frauenstatue Leben ein, nachdem er sich unsterblich in seine Skulptur verliebt hatte. Doch leider gibt es heute keine verwandelnden Götter mehr. Dabei könnte sie so manch einer gut gebrauchen. Der CIO zum Beispiel. Denn Social Web, Mobile und Cloud Computing verlangen eine CIO-Metamorphose. Die Lodestone Management Consultants GmbH hat jedenfalls vier radikale Veränderungen ausgemacht, die das „Profil des CIO neu zeichnen“. Der Computerwoche-Artikel „Viermal anders: So sieht der CIO der nächsten Generation aus“ verrät Ihnen, welche dies sind

Virtualisierung im Raumschiff SAP

Doch auch wenn es heute keinen Olymp mehr voll von metamorphosenden Göttern gibt, so klappt es doch an manchen Stellen mit der Verwandlung so gut, dass man fast meinen könnte, da seien Jupiter, Juno, Venus & Co. am Werke. Zum Beispiel die Virtualisierung, die ohnehin irgendwie etwas von Raumschiff Enterprise und seiner futuristischen Technologie hat. Denn wenn der für Cloud-Computing-Verantwortliche SAP-Manager Allen Bannon sagt: „Wir haben inzwischen 50 % unserer eigenen Server virtualisiert“, dann klingt dies doch fast wie ein Satz aus dem Cockpit von Raumschiff Enterprise, oder?! Doch SAP hat in punkto Virtualisierung lediglich die Zeichen der Zeit respektive die Anforderungen seiner Kunden erkannt. Denn die sollen, wie Jörg Hesske, Country Manager von VMware Deutschland, berichtet, „von Einsparungen von über 50 % bei den reinen Infrastrukturkosten und einer Auslastung ihrer Server von 60 % bis 80 %“ schwärmen. Mehr dazu lesen Sie im „VDI Nachrichten“-Beitrag „Virtualisierung ist für SAP-Kunden erfolgsentscheidend“

Dicke-Daten-Studie von Oracle

Finden Sie nicht auch, dass Virtualisieren auch Beamen heißen könnte? Denn schließlich lösen sich dabei die Server ebenso auf wie ein Besatzungsmitglied der Enterprise und finden sich in der Wolke wieder, genauer gesagt im Rechenzentrum eines Cloud-Providers. Denn immer mehr Unternehmen betreiben keine eigenen Data Center mehr, wie eine von Oracle in Auftrag gegebene Untersuchung zeigt. Demnach sollen nur noch 44 Prozent der Befragten ein eigenes Rechenzentrum haben. Letztes Jahr waren es dagegen noch 60 Prozent. Allerdings ging es in der Studie nicht primär um Virtualisierung, sondern um die Frage, inwiefern die Unternehmen auf die immer größer werdende Datenlawine, sprich Big Data, vorbereitet sind. Nun, hier wäre durchaus etwas göttliche Metamorphosen-Nachhilfe erforderlich. Zumindest fragt die „Computerwoche“ besorgt: „Verschlafen Unternehmen den Big-Data-Trend?“ Lesen Sie hier also mehr zu den Ergebnissen der zum zweiten Mal durchgeführten Oracle-Studie „Next Generation Data Center Index“

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