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News
16. August 2016

Digitale Transformation

Die digitale Transformation beginnt im Kopf Digitaler Wandel braucht Prozesse statt Silos Was haben die CDU, Die Linke, die Drogeriemarktkette dm, die Volksbank Kurpfalz und die Stadt Leverkusen gemeinsam? Fangen Sie erst gar nicht an, nachzudenken, da kommen Sie eh nicht drauf. Wir verraten es Ihnen lieber gleich – bei allen heißt es: „Der Mensch steht im Mittelpunkt!“ So ist nicht verwunderlich, dass er das auch bei der digitalen Transformation tut, selbst wenn es dazu kein Grundsatzprogramm oder Leitbild gibt, in dem dies explizit formuliert wäre. Jedoch: Die modernste, innovativste digitale Technologie allein bringt keinen Wandel, wenn der Mensch nicht will, sprich: wenn die Menschen in den IT-Abteilungen nicht mitziehen, das heißt nicht weiter in Silos, sondern in Prozessen denken. „Denn der Einsatz von Cloud-Lösungen hat einen enormen Einfluss auf den klassischen Zyklus (Plan/Build/Run) des IT-Betriebs.“ Er erfordert eine „ganzheitliche Betrachtung“ und ein Hand-in-Hand-Arbeiten aller IT-Sparten wie Storage-Abteilung, Server-Abteilung, Netzwerk-Abteilung. „Sie berichten direkt an den CIO, kommunizieren aber nur bedingt untereinander.“ Damit sich dies ändert, ist ein „umfassendes Management of Change notwendig“ – kurzum: Der digitale Wandel beginnt im Kopf. Es gilt, die Menschen mitzunehmen – dazu sollte man sie auch in Sachen digitale Transformation auf jeden Fall in den Mittelpunkt stellen 🙂 Mehr über die „Restrukturierung der IT- und der Organisations-Silos“ lesen Sie im „DataCenterInsider“-Beitrag von Ulf Schitkowsky, Solution Manager Dynamic Datacenter bei Computacenter. Digitale Transformation: Entweder top oder hopp Sind sämtliche IT-Mitarbeiter inklusive CIO und bestenfalls auch CEO dank erfolgreichen Change Managements ganz »digital transformation minded«, kann’s an den Umbau der IT-Infrastruktur gehen. Muss es auch! Denn: „Je mehr Transaktionen digital über Firmengrenzen hinweg abgewickelt werden, desto mehr Zugangspunkte zur internen Infrastruktur sind künftig […] zu verwalten.“ Eine nicht ganz einfache Aufgabe für IT-Verantwortliche: Sie „müssen dabei den Spagat bewältigen, das Netzwerk nach außen zu öffnen, ohne die Sicherheit sensibler Daten zu gefährden“. Und das ist nur eine von vielen Herausforderungen, wenn es darum geht, Unternehmensnetzwerke für die digitale Transformation fit zu machen, wie Sie im „IT-ZOOM“-Artikel von Dirk Pfefferle, Area Vice President in Zentral- und Osteuropa bei Citrix, genauer nachlesen können. Eine Menge Arbeit, um die jedoch kein Unternehmen, egal ob langjährig etabliert oder frisch gegründet, herumkommt. Denn: „Unternehmen können der digitalen Transformation nicht mehr aus dem Weg gehen. Entweder sie nehmen eine Vorreiterrolle ein oder sie riskieren es, abgehängt zu werden. Die aktuelle IDC-Studie ‚FutureScape‘ prognostiziert, dass bis zum Jahre 2020 ein Drittel der 20 größten Unternehmen aus allen Branchen diesen Umwälzungen zum Opfer fallen wird.“ Mehr dazu erfahren Sie in einem „funkschau“-Bericht von Michael Segal, Director Marketing bei Netscout. Hosted Private Cloud hoch im Kurs Das will natürlich kein Unternehmen – abgehängt werden. Deswegen wird derzeit kräftig in die digitale Transformation investiert. Laut IDC sollen in den kommenden 24 Monaten „mehr als die Hälfte der IT-Ausgaben“ in den digitalen Wandel gesteckt werden. „Bis zum Jahr 2020 soll der Anteil sogar auf 60 Prozent ansteigen. Dabei werde ‚Cloud First‘ zum neuen Mantra der Unternehmens-IT.“ Damit ist spätestens jetzt das »goldene Zeitalter« für Cloud-Anbieter angebrochen. Denn wie eine aktuelle Studie von Crisp Research zeigt, setzen „bereits 81 Prozent der befragten deutschen Unternehmen für die Umsetzung einer Industrie-4.0-Umgebung auf externe Partner“. Großer Beliebtheit erfreut sich dabei die Hosted Private Cloud. Den Grund dafür sieht Holger Müller, Business Unit Manager IT Management & Betrieb bei Fritz & Macziol, vor allem darin, dass „viele Unternehmen noch vor Public-Cloud-Lösungen zurück[schrecken], während […] für Private-Cloud-Lösungen das Know-how im Unternehmen fehlt.“ Da kommt die Hosted Private Cloud gerade recht, die „Flexibilität wie in der Public Cloud, Sicherheit wie in der Private Cloud“ bietet. Auf „CloudComputingInsider“ lesen Sie den gesamten Beitrag von Holger Müller über den „Gelungene[n] Einstieg in die digitale Transformation“.
Meinungen
08. August 2016

SAP S/4HANA

News
02. August 2016

SAP S/4HANA

SAP S/4HANA: Bitte einsteigen! SAP HANA – nur eine Frage der Zeit IBM, MAN, RWE – alles Firmen, die man kennt. Doch wofür die drei Buchstaben jeweils stehen, ist nicht unbedingt Allgemeingut. Oder hätten Sie flüssig mit „International Business Machines“, „Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg“ und „Rheinisch-Westfälisches Elektrizitätswerk“ antworten können? Selbiges gilt für SAP („Systeme, Anwendungen, Produkte“) und ebenso für „SAP HANA“, was für „High Performance Analytic Appliance“ steht. Letzteres sollte man jedoch schnell in seinen Allgemeinbildungsschatz aufnehmen, denn SAP HANA gehört die „digitale Zukunft“: „Bei dem Konzern aus Walldorf ist die [In-Memory-]Datenbank Hana das am schnellsten wachsende Produkt.“ Laut SAP gibt es „weltweit mehrere tausend Kunden, die Hana gekauft haben. Das heißt nicht, dass es schon so viele Anwender gibt, bei einigen Kunden ist Hana auch erst in der Implementierung. Viele Kunden machen das nicht in einem Schritt. Die Frage ist aber nicht, ob Hana, sondern wann.“ Mehr über „Die SAP-Wette auf eine digitale Zukunft“ lesen Sie auf „produktion.de“. Mit S/4HANA In-Memory-Technology komfortabel nutzen Gemeinsam mit SAP HANA wird SAP S/4HANA zum Erfolgsmodell, das laut Hasso Plattner das „bessere ERP“ ist. Die Anwendungssuite „erschließt sämtlichen Fachbereichen […] die Vorteile der In-Memory-Technologie SAP HANA.“ So enthält SAP S/4HANA „Module für Finanzmanagement, Vertrieb, Service, Marketing, Handel, Beschaffung, Fertigung, Logistik, Anlagenmanagement, Forschung und Entwicklung sowie Personalmanagement.“ Damit können Mitarbeiter all dieser Abteilungen „benötigte Informationen in Echtzeit abrufen, teilen und auswerten, gebündelt verarbeiten und Entscheidungen fundiert und umgehend treffen. Die Folge: Prozesse lassen sich leichter und vor allem agiler steuern.“ Somit bietet SAP S/4HANA fundierte Echtzeitinformationen für alle, wie Sie auf „computerwoche.de“ genauer nachlesen können. Was Ihnen der Beitrag nicht verrät, ist: Warum die neue Anwendungssuite SAP S/4HANA heißt und wofür eigentlich das „S“ steht. Denn bekanntermaßen heißen die Business Suites von SAP ja irgendwas mit „R“. Hier finden Sie die Antwort! SAP S/4HANA für den Mittelstand Nun, welchen Namen die neue Anwendungssuite von SAP auch immer haben mag: Sie ist das ideale Werkzeug für die digitale Transformation eines Unternehmens. Zumindest meint Matthias Zacher von IDC, dass vor allem diejenigen Unternehmen von S/4HANA profitieren, die auf die „Karte ‚Digitalisierung‘ setzen“. PAC-Analyst Rüdiger Spies lobt vor allem die „Möglichkeit, sich das System entsprechend seinen Notwendigkeiten online zu parametrisieren und zu konfigurieren.“ Das heißt konkret: „Gibt der Nutzer beispielsweise ein: ‚Wir sind Fertiger‘, dann verschwinden die Optionen für Chemieunternehmen, und andere Optionen für Fertiger tauchen im Menü auf.“ Trotz so vieler Analystenlorbeeren, wie Sie in einem „CloudComputingInsider“-Beitrag nachlesen können, hat SAP S/4HANA einen Haken: Voraussetzung für einen leistungsstarken Betrieb sind hochperformante Systeme, was die Investitionskosten in die Höhe treibt – und damit viele mittelständische Unternehmen der neuen Business Suite bisher ferngehalten hat. Doch dank PIRONET gibt es dafür jetzt die Lösung: Wir bieten ein Komplettpaket für den Umstieg auf S/4HANA, das den Unternehmen „schlüsselfertige SAP HANA-Instanzen flexibel aus unserer deutschen Cloud-Umgebung heraus bereitstell[t].“ Details dazu erfahren Sie im „silicon.de“-Bericht „Komplettpaket für die Migration auf S/4HANA“. Fazit – Ab sofort heißt’s in Sachen S/4HANA einfach: Bitte einsteigen und los geht’s! 🙂
Analysen
28. Juli 2016

Brexit

News
26. Juli 2016

Datensicherheit

Nicht nur „Cloud first“, auch „Safety first“! Cloud ist „inzwischen erste Wahl“ Was halten Sie von der neuen »Virtual-First-Step«-Technologie? Klasse, oder?! Wenn Sie jetzt begeistert zustimmen, dann gehören Sie zu den 76 Prozent der Deutschen, die schon einmal vorgegeben haben, „einen Begriff zu kennen, ohne ihn wirklich zu verstehen“, so das Ergebnis der europaweiten Verbraucherumfrage „Tech Habits 2016“ von Samsung. Im Gegensatz zu »Virtual-First-Step«, was wir uns eben gemeinerweise ausgedacht haben ;-), handelt es sich jedoch bei den Begriffen, bei denen laut Studie die Deutschen am häufigsten ihr Wissen vortäuschen, um solche, die für Sie, liebe Leserinnen und Leser, hundertprozentig gängig sind, nämlich „Cloud, Glasfaser und On-Demand“. Kaum zu glauben, aber offensichtlich ist es um die Cloud-Kenntnis von Otto und Gerda Normalverbraucher nicht gut bestellt. Bei den Unternehmen werden Clouds jedoch immer beliebter: „Sie gelten als kostengünstig, flexibel und skalierbar und sind für viele Projekte inzwischen erste Wahl: Cloud-Lösungen sind laut der Gartner CEO-Survey von Ende 2015 bereits in 58 Prozent der befragten Unternehmen im Einsatz; 88 Prozent der befragten Unternehmen setzen auf eine ‚Cloud-First‘-Strategie für die künftige Beschaffung“, wie Sie auf „silicon.de“ genauer nachlesen können. Datensicherheit hat oberste Priorität Auch eine Toshiba-Studie ergab, dass 58 Prozent der befragten CIOs „Investitionen für Cloud-Lösungen planen“. Oberste Priorität hat in den IT-Abteilungen laut Untersuchung von Toshiba die Datensicherheit: „56 Prozent der deutschen IT-Verantwortlichen wollen den Sicherheitsaspekt künftig noch stärker forcieren.“ Somit heißt es in Deutschland nicht nur „Cloud first“, sondern auch „Safety first!“, wie Sie einem Beitrag auf „it-business.de“ entnehmen können. Interessanterweise sehen 81 Prozent der IT-Entscheider in Deutschland, Frankreich und Großbritannien „Cyberangriffe marktübergreifend als größte Bedrohung für die Unternehmenssicherheit“. De facto sind es aber nicht die bösen Cyberkriminellen da draußen, welche in die Unternehmensnetzwerke eindringen, sondern „in erster Linie die Mitarbeiter der IT-Abteilungen, die die Regeln nach eigenem Ermessen interpretieren, wie 54 Prozent der deutschen Befragten angaben“. Hinzu kommen dann noch die anderen Mitarbeiter (62 Prozent), die ihre „private[n] Endgeräte für berufliche Zwecke via Remote-Zugriff nutzen“. Datensicherheit: CEOs haften für ihre Mitarbeiter Dass die eigenen Mitarbeiter einer der größten Risikofaktoren im Hinblick auf die Datensicherheit sind, zu diesem Ergebnis kommt auch eine VMware-Studie. Demnach sind 56 Prozent der befragten IT-Entscheider der Meinung, dass „die Datensicherheit durch Mitarbeiter bedroht [wird. …] Als wichtigste Bedrohung sehen 35 Prozent der IT-Verantwortlichen jedoch das Thema BYOD – also private mobile Geräte wie Smartphones und Tablets, die am Arbeitsplatz und für die Arbeit von den Mitarbeitern genutzt werden.“ Fatal dabei ist, dass diejenigen, die letztendlich die Verantwortung dafür übernehmen müssen, das ganze Thema Datensicherheit kaum interessiert: „Lediglich 11 Prozent der deutschen CEOs messen der IT-Sicherheit Bedeutung zu.“ Deshalb sollten CEOs unbedingt den „silicon.de“-Bericht „Haftungsrisiken für die Geschäftsleitung bei IT-Sicherheit“ lesen! IT-Verantwortlichen empfehlen wir dagegen die Lektüre des „funkschau“-Artikels „Drei Tipps für mehr Cloud-Sicherheit“.
News
19. Juli 2016

Cloud-Einsatz

Cloud: Bodenhaftung und Höhenflüge Cloud greift nach den Sternen Bereits 1961 gab es den Schlager „Der Mann im Mond“ von Gus Backus mit dem Refrain: „Der Mann im Mond, der hat es schwer, denn man verschont ihn heut' nicht mehr. Er schaut uns bang' von oben zu und fragt: Wie lang' hab' ich noch Ruh?“ Nun ja, wir wissen, dass die Mondmannidylle bereits acht Jahre später von Neil Armstrong erstmals empfindlich gestört wurde. Und heute – über ein halbes Jahrhundert später – ist es mit der Ruhe auf dem Mond definitiv komplett vorbei. Denn schon sind „Ferien auf dem Mond“ im Prinzip nur noch eine Frage der Portemonnaiegröße (30 Millionen Dollar!). Auch die Cloud greift nach den Sternen – sozusagen. Denn Cloud Computing ist jetzt auch in der Raumfahrtbranche angekommen. So ist „Cloud Client Computing“, also Desktop as a Service, der „tragende Baustein“, wenn es darum geht, die hohen IT-Anforderungen des russischen Center for Space Simulator Development and Personnel Training (CSD&PT) zu erfüllen: „Bei den grafischen Simulationen müssen sehr große Datenmengen in Echtzeit berechnet werden und simultan bei den Endgeräten des Trainingscenters verfügbar sein“, um nur eine der Herausforderungen für die IT zu nennen. Im „Computerwoche“-Beitrag „Cloud Client-Computing in der Raumfahrtbranche: Die Reise zu den Sternen beginnt am Schreibtisch“ lesen Sie die gesamte Case Study. Cloud wächst in bodenständigen Branchen Dass die Cloud jetzt auch in der Raumfahrtindustrie angekommen ist, heißt jedoch nicht, dass sie an Bodenhaftung verloren hätte. Ganz im Gegenteil! So breitet sich die Wolkentechnologie im Augenblick in einer der bodenständigsten Branchen aus: dem Handwerk! Auch dieser Berufsstand hat erkannt, dass „sich mit IT-Techniken wie Cloud Computing und Business-Intelligence-Lösungen völlig neue Möglichkeiten [eröffnen], die eigenen Geschäftsprozesse zu optimieren, die eigenen Produkte und Dienstleistungen zu erweitern und zum Beispiel mit neuen Partnern völlig neue Dienstleistungen anzubieten“, wie Sie im „meistertipp“-Artikel „Computertechnologie im Handwerk“ genauer nachlesen können. Und mit der Bankenindustrie wird offensichtlich eine weitere, technisch äußerst konservative Branche immer Cloud-affiner: „Insbesondere die beiden Großbanken Deutsche Bank und Commerzbank sind im radikalen Wandel.“ Konkret plant die Deutsche Bank die „Umsetzung der Private-Cloud-Nutzung von derzeit 20 Prozent auf 80 Prozent bis 2020 konzernweit“. Zudem sollen Mobile Banking Services ausgebaut und „Smart Data / Big Data Analytics“ implementiert werden. Und die Commerzbank? Lesen Sie selbst – im „manage it“-Bericht „Bankenbranche vor dem Umbruch: Innovationen und Investitionen“. Zukunft der Arbeit ist digital Sie sehen: Egal welche Branche – die Digitalisierung der Arbeitsprozesse nimmt zu. Laut der Studie „Enterprise 2.0 – Status Quo 2015“ beschäftigen sich acht von zehn Unternehmen „aktiv mit dem Thema“. Denn jeder will von den Vorteilen der Digitalisierung profitieren, welche die befragten Firmen mit „mehr Kommunikation, Zusammenarbeit und Produktivität“ auf einen Nenner bringen. Allein das Beispiel eines Monteurs macht uns diese Pluspunkte konkret: wenn „der Monteur von überall seine Einsatzliste inklusive kurzfristiger Änderungen abrufen kann und nicht mehr jeden Morgen in die Zentrale muss. […] Per Tablet oder in Zukunft sogar über eine Smart Watch stehen dem Monteur zudem technische Informationen und Hilfestellungen zur Verfügung.“ Fazit: Mit der digitalen Zukunft „gucken wir nicht in den Mond“ – wenn die Voraussetzungen stimmen: allen voran eine „flächendeckende, leistungsfähige Vernetzung“! Mehr dazu lesen Sie im „Computerwoche“-Beitrag „Arbeit 4.0 – Digitale Wertschöpfung dank Vernetzung“ von T-Systems-Geschäftsführer Patrick Molck-Ude.
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12. Juli 2016

Cloud?

Cloud? Nichts Besonderes! Hat bald jeder! KMUs machen Cloud zum Regelfall Endlich Sommerferien – zumindest für die Schüler in Nordrhein-Westfalen. Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland müssen sich noch eine Woche gedulden – und wie immer haben Baden-Württemberg und Bayern am längsten auf den „Schlusspfiff“ zu warten. Jedoch: So unterschiedlich der Sommerferienbeginn auch sein mag, ein Trend setzt sich von der Waterkant bis zum Bodensee durch: Das Gymnasium wird sozusagen zur »Haupt-Schule«. Anders formuliert: War früher der Wechsel auf die »höhere Schule« die Ausnahme, ist er heute die Regel, wie unter anderem eine aktuelle Eltern-Umfrage zeigt: „71 Prozent wollen ihr Kind aufs Gymnasium schicken“. So ändern sich die Zeiten! Was gestern noch »besonders« war, ist heute normal. Das gilt auch für die Cloud. Die Wolkendichte ist in Deutschland inzwischen so gewachsen, dass laut einer repräsentativen Umfrage von Bitkom Research jetzt über 50 Prozent der Unternehmen Cloud Computing nutzen. »Schuld« am neuen Cloud-Regelfall sind vor allem KMUs: „Der starke Anstieg der Nutzung ist laut Umfrage fast ausschließlich auf kleine und mittlere Unternehmen zurückzuführen. So stieg die Cloud-Nutzung in Unternehmen mit 100 bis 1999 Mitarbeitern um 7 Prozentpunkte auf 62 Prozent im Jahr 2015 und in Unternehmen mit 20 bis 99 Mitarbeitern sogar um 11 Punkte auf 52 Prozent. Bei Unternehmen ab 2000 Mitarbeitern legte die Nutzung auf vergleichsweise hohem Niveau nur um einen Punkt auf 69 Prozent zu.“ Mehr dazu lesen Sie im „silicon.de“-Bericht „Mehrheit deutscher Unternehmen nutzt die Cloud“. Nicht nur Bitkom, auch eco: Zukunft gehört der Cloud Nicht nur der Bitkom stellt fest, dass sich die Cloud sozusagen das Schicksal mit dem Gymnasium teilt, was bedeutet: Wer keine Cloud einsetzt, muss sich heute ebenso rechtfertigen wie der, der nach der vierten Klasse nicht aufs Gymnasium geht. Auch der „eco – Verband der Internetwirtschaft e. V.“ prognostiziert: „Über 80 Prozent des weltweiten Datenverkehrs zwischen Rechenzentren weltweit wird noch vor dem Jahr 2020 aus der Cloud kommen.“ Und warum? Ganz einfach, weil die Cloud unschlagbare Vorteile hat. In diesem Sinne sagt Andreas Weiss, Direktor des EuroCloud Deutschland_eco e. V.: „Die Funktions- und vor allem die Kostenvorteile der Cloud Services gegenüber firmeneigenen Rechenzentren sind derart hoch, dass Konzerne wie Mittelständler ihre bisherige Zurückhaltung gegenüber Cloud-Lösungen zügig ablegen werden.“ Damit ist er wie man so schön sagt »auf einem Blatt« mit Dr. Axel Pols, Geschäftsführer von Bitkom Research, der in einem „MM Maschinenmarkt“-Beitrag mit den Worten zitiert wird: „Cloud Computing ist eine Killer-Applikation der Digitalisierung […]. „Die Technologie schafft enorme Effizienzgewinne und sie ist in der digitalen Wirtschaft sehr häufig die Basis neuer Geschäftsmodelle.“ Kein Wunder, dass die Cloud „neue Dimensionen“ annimmt und laut eco 2019 „vier von fünf Datenzentren […] Cloud-Daten verarbeiten“, wie Sie auf „digitalbusiness-cloud.de“ genauer nachlesen können. Public Cloud bricht durch Noch einmal zurück zur Studie von Bitkom Research. Die hat ein weiteres interessantes Ergebnis zu Tage gefördert, nämlich den „Durchbruch der Public Cloud“. Laut Umfrage „nutzten im vergangenen Jahr 26 % der Unternehmen Public Cloud Computing, im Jahr zuvor erst 16 %.“ Nach der Interpretation des Bitkom ist dies ein Zeichen für „wieder gewachsenes Vertrauen in die US-Anbieter, die nach den Geheimdienstaffären in Sicherheit investiert und Rechenzentren in Europa und speziell in Deutschland aufgebaut hätten.“ Nun, auch wenn „iX“-Redakteur Jürgen Seeger dies etwas anders sieht, wie Sie hier auf „heise.de“ nachlesen können, so zeigt die Studie eines ganz klar: Public-Cloud-Nutzer sind durchaus zufrieden: „73 % der Unternehmen, die Public Cloud-Dienste nutzen, haben damit positive Erfahrungen gemacht“, wie „MM Maschinenmarkt“ berichtet. Damit werden auch Public Clouds über kurz oder lang zum Normalfall werden, denn: „Im besten Falle bekommen sie [die Unternehmen] optimierte IT-Leistungen zu geringeren Kosten.“ Deshalb abschließend die Frage: Wie wär‘s mit einer einen Cloud-Shopping-Tour in unserem „BusinessCloud Marketplace“?!
News
05. Juli 2016

Safe-Harbor-Urteil

Safe-Harbor-Urteil: Nichtstun kann teuer werden „Nichtumsetzung von Safe-Harbor-Urteil“: Jetzt wird’s ernst! Ja, ja: „Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.“ Gemäß diesem Sprichwort lautet die Schlagzeile eines „Chip“-Beitrags „Fast ein Jahr gepennt: Was Adobe und Pepsi gemeinsam haben“. Das hätte man freilich auch „netter“ formulieren können – so wie beispielsweise „heise.de“ das tut mit der Headline: „Hamburg: Erste Bußgelder wegen Nichtumsetzung des Safe-Harbor-Urteils“. Was ist passiert? Nun, ziemlich genau acht Monate, nachdem der Europäische Gerichtshof sein Urteil im Fall Facebook verkündete und dabei auch das Safe-Harbor-Abkommen mit sofortiger Wirkung kippte (wir berichteten damals ausführlich auf Business-Cloud.de), wurden jetzt „Adobe, Unilever und die PepsiCo-Tochter Punica […] zu einer Strafe verdonnert“. Der Grund: „Die drei in Hamburg sitzenden Firmen […] haben trotz mehrmonatiger Übergangsfrist gegen EU-Datenschutzvorgaben verstoßen.“  Dabei kamen die Unternehmen laut heise.de noch relativ glimpflich davon:  „Adobe bezahlte demnach 8000 Euro, Punica 9000 Euro und Unilever 11.000 Euro.“ Die Strafe hätte aber auch deutlich deftiger ausfallen, konkret „bis zu 300.000 Euro betragen können“.  Die Bußgeldzahlungen waren nur deswegen so niedrig, weil die drei Firmen im Rahmen eines Bußgeldverfahrens in punkto Datenschutz nachgearbeitet, also eine rechtssichere Alternative geschaffen haben. Was tun für Straffreiheit? Ähm: „rechtssichere Alternative“ – gibt’s da überhaupt eine? Denn bekanntermaßen ist der Safe-Harbor-Nachfolger „EU-U.S.-Privacy Shield“ nicht unbedingt das Gelbe vom Ei. Deshalb verlangen die EU-Datenschützer hier Nachbesserungen, wie Sie auf „silicon.de“ oder in „Der Tagesspiegel“ nachlesen können. Was kann ein Unternehmen also tun, das personenbezogene Daten direkt oder indirekt in die USA übermittelt? „Das gilt für Cloud-Services von Microsoft (OneDrive), Amazon Web Services, Salesforce.com und Google (Apps)“, wie Sie unserem Hintergrundbericht zum Safe-Harbor-Urteil auf Business-Cloud.de entnehmen können. Wie die aktuell verhängten Bußgelder zeigen, besteht hier dringender Handlungsbedarf. Laut „Dr. Datenschutz“ (= Pseudonym für Rechtsanwälte, die Beiträge auf „Datenschutzbeauftragter INFO“ veröffentlichen) gibt es momentan zwei Möglichkeiten: „ein Rückgriff auf das EU-US Privacy Shield und die EU-Standardvertragsklauseln“. Weil jedoch wie gesagt beim Privacy Shield „signifikante Verbesserungen“ notwendig sind, bleibt derzeit nur „der Rückgriff auf die Standardvertragsklauseln als einzige rechtskonforme Möglichkeit zur Datenübermittlung in die USA“. Details dazu lesen Sie im Beitrag „Schonfrist vorbei – Bußgelder nach Safe Harbor-Urteil verhängt“ auf „Datenschutzbeauftragter INFO“. Alternative: Deutsche Cloud Wir möchten an dieser Stelle noch eine dritte Möglichkeit ergänzen, um sich in Sachen EU-Datenschutzbestimmungen weder Ärger noch Bußgeldbescheide einzuhandeln: personenbezogene Daten gar nicht erst in amerikanischen Clouds zu lagern. Schließlich gibt es zahlreiche Anbieter von deutschen (und europäischen) Clouds, also Rechenzentrumsbetreiber auf unserem Kontinent, die nach den strengen hiesigen Datenschutzbestimmungen arbeiten – allen voran selbstverständlich PIRONET 🙂 Wer jedoch bereits personenbezogene Daten in amerikanischen Clouds liegen hat, der sollte sich in jedem Fall juristisch beraten lassen, was laut „einer Studie des US-IT-Dienstleisters CSC […] bereits jedes dritte Unternehmen in Deutschland“ getan hat, wie Sie im „Wirtschaftswoche“-Bericht von Michael Kroker „Deutschland: Warum die Cloud nicht in die Gänge kommt“ genauer nachlesen sollten.
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28. Juni 2016

Digitalisierung

Digitalisierung: Flexibel Brücken zwischen alten und neuen IT-Welten schlagen Das Rechenzentrum muss flexibel werden „Ich bin nicht dafür geboren, sauber zu machen, da kann ich nur lachen, ich schmeiß meine Sachen fett unters Bett, das ist das Beste, gammelige Socken und Pizzareste“ – so der Beginn des Songs von Willy Astor „Pubatier inda House“. Ja, die lieben „Pubatiere“, wie der deutsche Kabarettist und Musiker die Pubertierenden bezeichnet: Wer Kinder in diesem Alter hat, kann hier wohl mitsingen oder diese Liste mit „24 Anzeichen für einen Teenager im Haus“ um weitere Punkte ergänzen. Schwierig, schwierig. Eltern trifft hier das gleiche Los wie etablierte IT-Infrastrukturen im Hinblick auf die Digitalisierung: Sie müssen flexibel werden! So zeigt eine aktuelle Umfrage von IDC, dass für viele Unternehmen „Flexibilisierung und Agilität der IT-Infrastruktur ganz oben im Pflichtenheft [stehen]. Mit starren IT-Ressourcen lässt sich die digitale Transformation der Unternehmen und Geschäftsfelder nur unbefriedigend umsetzen.“ 50 Prozent der Befragten IT-Verantwortlichen sind daher der Meinung, dass Cloud Computing „die wichtigste Herausforderung im Rechenzentrum in den kommenden 12 Monaten sei“, wie Sie auf „digitalbusiness-cloud.de“ genauer nachlesen können. Brückenschlag mit Software Defined Infrastructure Konkret geht es in der eben erwähnten IDC-Studie um „Software Defined Infrastructure: Das nächste große Ding“ – so der Titel eines Beitrags auf „it-business.de“. Software Defined Infrastructure, kurz SDI, schafft eine Verbindung zwischen den IT-Welten, was laut IDC-Analyst Matthias Zacher mindestens so schwierig ist wie die Verständigung von Eltern und ihren „Pubatieren“. So erläutert der Senior Consultant und Projektleiter bei IDC: „Für Unternehmen bedeutet die Einführung von SDI häufig einen Spagat zwischen Innovation und Mission-critical IT […] Die Verbindung von alten und neuen IT-Welten ist keine triviale Aufgabe. Aber sie ist lösbar, wie die Befragung zeigt.“ Nachdem laut IDC SDI somit „ein entscheidender Erfolgsfaktor bei der Unterstützung digitaler Geschäftsmodelle sein wird“, lohnt es sich für Unternehmen, sich mit dieser Technologie näher zu beschäftigen. Fragen wir also als erstes nach einer genauen Definition. Hier ist sie: „SDI ermöglicht die Integration verschiedener Infrastrukturen – der klassischen auf Sicherheit und Stabilität ausgerichteten internen IT, virtualisierten, mobilen, auf Social Media und Collaboration setzenden Elementen verbunden mit Private- und Public-Cloud-Anwendungen. SDI stellt somit eine übergreifende IT-Ebene dar.“ Alles klar? Oder gibt es eine noch etwas anschaulichere Erklärung? Ja, von Crisp-Research! Lesen Sie auf „crisp-research.com“, wie Senior Analyst René Büst SDI und die „herausstechenden Vorteile einer SDI“ erläutert! Colocated Hybrid Cloud: BYOS Denken Sie jedoch nicht, dass es künftig nur EIN neues „großes Ding“ gibt, wenn es um das Fitmachen von IT-Infrastrukturen für die Digitalisierung geht. So zeigt eine Studie von Interxion, bei der CIOs, IT-Leiter und RZ-Verantwortliche in deutschen Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern befragt wurden, Folgendes: Die „Colocated Hybrid Cloud hat Potenzial“! Laut dieser Studie bauen große deutsche Unternehmen „eigenbetriebene Rechenzentren in den nächsten fünf Jahren signifikant ab. Die Zahl der On-Premise-Rechenzentren reduziert sich auf weniger als die Hälfte von heute 43,6 bis 2020 auf 20,4 Prozent. […] Dabei geht der Trend zur Diversifizierung – die Verantwortlichen entscheiden sich zunehmend für hybride Konzepte, die die Private Cloud mit Public Cloud-Angeboten und/oder eigenen Rechenzentren mischen.“ Statt jedoch auf irgendeinen Server in irgendeinem Rechenzentrum zu setzen, heißt es quasi BYOS: Bring Your Own Server, und zwar ins Data Center: „Immer mehr Unternehmen mieten sich mit den eigenen Servern künftig in einem hochmodernen Colocation-Rechenzentrum ein, die Zahl der Colocation-Interessenten verdoppelt sich in etwa von heute 9,4 Prozent auf 18,6 Prozent. Dagegen sinkt das Interesse an Managed Services und Outsourcing von jetzt 33,8 Prozent auf 24,8 Prozent in 2020.“ Na, wenn das kein zweites großes Ding ist?!
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24. Juni 2016

Made in Germany

Na dann Prost! Erfolgsfaktor „Made in Germany“ Deutsche Qualität: Nicht nur beim Bier die Nase vorn 500 Jahre bayerisches Reinheitsgebot – die Bierseligkeit in Presse, Funk und Fernsehen nimmt 2016 kein Ende. Die FAZ hat gar ein eigenes „Blog zum Bier“ eingerichtet und beleuchtet den Gerstensaft aus allen Perspektiven. Was hat das Bier dem Wein voraus? Kann Bier vom Mekong überhaupt schmecken? Und schränkt das Reinheitsgebot den kreativen Bierbrauer hierzulande nicht zu sehr ein? Nun, mit dem Prädikat „Made in Germany“ hat der deutsche Sud im Wettbewerb die Nase nach wie vor weit vorn, und daran haben strenge Qualitätsauflagen natürlich großen Anteil. Nicht anders als bei Rechenzentren „made and hosted in Germany“ übrigens – auch diese Erkenntnis setzt sich auf dem Markt inzwischen durch. Sicher, es sind nach wie vor nur 16,7 Prozent der skeptischen deutschen Programmierer, die ihre Daten der Cloud anvertrauen. Diese aber legen größten Wert auf den Standort des genutzten Rechenzentrums, wie eine aktuelle Umfrage der Developer Week zeigt. So „gaben über die Hälfte an, dass das Rechenzentrum des Cloud-Dienstes in Deutschland liegen muss“. Weitere Einzelheiten dazu finden Sie bei „finanzen.net“ im Beitrag „Studie: Sicherheit geht vor – Deutsche Programmierer bevorzugen deutsche Rechenzentren“ … Auf Nummer Sicher: Cloud in Deutschland Und auch die deutsche Wirtschaft ist endlich aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht – stürmisch geküsst von Snowden und seinen Enthüllungen. So ergab die Studie „IT-Sicherheit und Datenschutz“ der Nationalen Initiative für Informations- und Internet-Sicherheit e.V. (NIFIS), dass sich 91 Prozent der befragten Unternehmen bewusst sind, dass sie in Zukunft mehr in die Sicherheit ihrer Daten investieren müssen. Im Standort der genutzten Rechenzentren sehen dabei auch sie einen wesentlichen Faktor für den Erfolg ihrer Sicherheitsbestrebungen: So legen 87 Prozent der Unternehmen „größten Wert darauf, dass ihre Daten nicht auf Servern von Firmen mit Mutter- oder Tochtergesellschaften in den USA gespeichert werden, um sich vor Spionage zu schützen. 63 Prozent wollen bei der Nutzung von Cloud-Diensten ausschließlich auf deutsche oder zumindest europäische Anbieter zugreifen.“ Mit Recht, denn die europäischen – und allen voran die deutschen – Datenschutzbestimmungen sind das Reinheitsgebot der IT-Sicherheit und sorgen für lückenlose Qualität im Umgang mit den anvertrauten Daten. Lesen Sie hier mehr zur „Studie: Die deutsche Wirtschaft möchte mehr Datensicherheit“…
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21. Juni 2016

Clouduser-Erwartungen

Damit die Cloud-Partnerschaft nicht scheitert Enttäuschte Public-Cloud-Liebe „Eine stabile Beziehung scheint vielen Menschen immer schwerer zu fallen. […] Ein Grund sind überzogene Erwartungen an den Partner. Geradezu gottgleich müsste der heute sein“, wie „focus.de“ berichtet. Überzogene oder falsche Erwartungen bringen nicht nur Rosa-Wolken-, sondern auch Business-Cloud-Beziehungen zum Scheitern. Das ist vor allem beim Public-Cloud-Einsatz im Mittelstand der Fall, wie jetzt Crisp Research herausgefunden hat: „[…] gerade mittelständische Anwender erwarten, dass ihr Provider mit einer Public-Cloud-IaaS-Umgebung gleich ein Rundum-Sorglos-Paket zur Verfügung stellt. Das hier jedoch anzuwendende Shared-Responsibility-Konzept, also die Verteilung der Verantwortung nach unterschiedlichen Ebenen, ist vielen mittelständischen Cloud-Nutzern nicht bekannt.“ Kein Wunder, dass Beziehungskrisen vorprogrammiert sind! Und das nicht zu knapp. Denn die von Crisp Research im Auftrag von Nexinto durchgeführte Studie zeigt, dass sich „weniger als die Hälfte der befragten Mittelständler hinsichtlich Betrieb und Sicherheit der eigenen Applikationen, Services und Systeme zu ihrer eigenen Verantwortung [bekennen]. Bei Installation und Konfiguration der Betriebssysteme nahmen sogar mehr als 60 Prozent an, dass dafür der Provider zuständig sei, und auch für das besonders heikle Thema Sicherheit soll nach Auffassung der Mehrheit der Cloud-Anbieter verantwortlich sein.“ Lesen Sie auf „cloudcomputing-insider.de“ mehr über „Enttäuschungen beim [Public] Cloud-Einsatz“. Mittelstand: Cloud-Vorbereitungen voll im Gange Dabei müsste man einfach nur mal miteinander reden – über die Erwartungen, die man an den anderen hat. Also nicht still und leise annehmen, wie der andere zu sein und was er zu tun hat, sondern explizit formulieren, wie man(n) respektive frau sich die Beziehung vorstellt. Das ist bei Cloud-Partnerschaften gewiss deutlich einfacher. Denn würde der Anwender den Anbieter konkret mit seinen „vom klassischen Outsourcing geprägt[en]“ Erwartungen konfrontieren, dann würde der ihm einfach eine seinen Anforderungen entsprechende Cloud-Variante empfehlen, „beispielsweise Software as a Service (SaaS) oder ein Managed-Cloud-Modell“. Nachdem laut Crisp Research jedoch „erst 25,2 Prozent der Unternehmen Cloud Computing als festen Bestandteil in ihre IT-Strategie und ihren IT-Betrieb produktiv integriert haben“, hoffen wir, dass die übrigen, die in punkto Cloud „schon in den Startlöchern“ stehen, klar ihre Anforderungen und Erwartungen kommunizieren. Laut Crisp Research ist die Mehrzahl der Befragten „noch beim Planen und Evaluieren“. Dass zahlreiche Unternehmen gerade mit Vorbereitungen zum Einstieg in die Cloud beschäftigt sind, zeigt auch eine Studie von Intel Security: „Über kurz oder lang will ein Großteil der deutschen Organisationen bares Geld in alle Cloud-Dienstleistungsmodelle stecken.“ Mehr dazu lesen Sie im „SecurityInsider“-Artikel „Skepsis gegenüber Cloud Computing sinkt“. Cloud braucht Vertrauen, Sicherheit und mehr Weniger Cloud-Bedenken? Na, wenn das keine gute Nachricht ist! Allerdings zeigt die Studie von Intel Security auch „klar, wie entscheidend Vertrauen und Sicherheit sind, um die Umsetzung von Cloud-Lösungen voranzubringen“. Laut Raj Samani, Chief Technology Officer, Intel Security EMEA, nimmt dieses Vertrauen im Augenblick zu: „Wir kommen nun an den Punkt, an dem Cloud-Computing auch sensible Anwendungen und Services unterstützt. Es ist nur eine Frage des Vertrauens.“ Ohne Vertrauen und Sicherheit läuft also nichts beim Umstieg auf die Cloud, wie Sie auf „silicon.de“ genauer nachlesen können. Doch das ist noch nicht alles. Hinzu kommt, wie eine aktuelle Studie von Capgemini zeigt, dass bei „digitalen Dienstleistungen“ im „Bereich des Benutzerzugriffs noch einiges im Argen“ liegt. Und Matthias Pfützner, Solution Architect Cloud bei Red Hat, weist in seinem „IT-ZOOM“-Beitrag darauf hin, dass vor allem das Cloud Management über den Erfolg einer Wolkenlösung entscheidet. Kurzum: Die Faktoren für eine erfolgreiche Cloud-Lösung sind bekannt. Schade, dass dies für tragfähige Liebeslösungen nicht der Fall ist. „Denn noch immer wird jede dritte Ehe in Deutschland geschieden.“ Wo es die meisten und wo es die wenigsten Scheidungen gibt, zeigt der „Scheidungsatlas“ – wir hoffen, unsere Leser wohnen alle in Kempten 😉
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17. Juni 2016

BusinessCloud Marketplace

Cloud-Shopping leicht gemacht BusinessCloud Marketplace: One-Stop-Shop für Cloud-Software Endlich Wochenende! Doch bevor die Freizeitaktivitäten wirklich beginnen können, gibt es meistens das ein oder andere zu erledigen: Einkäufe im Supermarkt, im Bio-Laden, die Hemden in die Reinigung, den Wagen aus der Werkstatt abholen undundund. Uff! Cloud-Nutzer haben es da wesentlich besser. Denn welche Cloud-Anwendungen auch immer auf dem Einkaufszettel stehen mögen – es gibt dafür seit Kurzem eine einzige Anlaufstelle: unseren BusinessCloud Marketplace. Dort erhalten Sie bereits unterschiedlichste Cloud-Anwendungen – angefangen von Geschäftsanwendungen großer Softwarehersteller wie Microsoft oder Google bis hin zu speziellen Applikationen spezialisierter Softwareanbieter wie MeisterLabs oder Regify. Das bringt jede Menge Vorteile: Während Sie nach Ihrer privaten Wochenend-Erledigungsstour jede Menge Kassenzettel im Portemonnaie haben, gibt es beim Shopping diverser Cloud-Anwendungen in unserem Software-Marktplatz nur eine einzige Rechnung. Zudem müssen Sie sich für alle Software-Sorten aus der Cloud nur EIN Password merken – ein Hoch auf Single Sign-On! Und nicht zuletzt können Sie Applikationen vor dem Kauf 30 Tage lang kostenfrei testen. Mehr dazu lesen Sie im „ChannelPartner“-Bericht „BusinessCloud Marketplace – Cancom und Pironet stellen Software-Marktplatz vor“. Aber am besten sehen Sie sich hier unseren wolkigen One-Stop-Shop live und in Farbe an! Einkauf mit „vertrauter Beratung und Unterstützung“ Und was ist mit Ansprechpartnern und individueller Beratung? So moniert beispielsweise Robert Schuhmann, Geschäftsführer bei FIS-ASP, im Hinblick auf derartige Cloud-Self-Service-Portale, dass es in der Regel keine „feste[n] Ansprechpartner für Rückfragen oder individuelle Anforderungen gibt […]. Oder aber es treten Sprachbarrieren bei der Kommunikation mit dem Callcenter auf, die Potentiale für Missverständnisse bergen.“ Ein berechtigter Einwand, der jedoch auf den BusinessCloud Marketplace nicht zutrifft. Vielmehr betont Floris van Heijst, General Manager Mittelstands- und Partnergeschäft bei Microsoft, dass der Kunde auf die gewohnte „Beratung und Unterstützung“ nicht verzichten muss. O-Ton van Heijst: „Der Marketplace bietet unseren Kunden die Möglichkeit, unsere Cloud-Applikationen mit der Lösungswelt der zahlreichen spezialisierten Softwarehersteller zu kombinieren, an einem Ort zu beziehen und mit vertrauter Beratung und Unterstützung durch CANCOM/PIRONET zu nutzen.“ Und Sprachbarrieren muss der deutsche Mittelstand bei uns gewiss auch nicht befürchten 😉 Public Cloud im deutschen Mittelstand Mit der Eröffnung unseres Cloud-Marktplatzes kommen wir den Wünschen und Anforderungen unserer Kunden entgegen. Denn laut Studie von Crisp Research werden „Single-Cloud-Architekturen […] in Zukunft die Ausnahme darstellen. Deutsche mittelständische Unternehmen werden sich mehrheitlich in hybriden und Multi-Cloud-Architekturen (68,8 Prozent) wiederfinden.“ Dabei spielen Public Clouds eine zunehmend bedeutende Rolle: Sie repräsentieren, so René Büst von Crisp Research, „den dynamischen Anteil, der heute vorwiegend für die Entwicklung und den Betrieb digitaler Geschäftsmodelle und neuartiger Applikationen genutzt wird, um unter anderem von dessen Skalierbarkeit, Flexibilität und globaler Reichweite zu profitieren.“ Mehr zur Studie „Multi-Cloud-Management im deutschen Mittelstand“, für die Crisp Research „im Auftrag der Nexinto GmbH 222 deutsche mittelständische IT-Entscheider befragt hat“, lesen Sie im „TecChannel“-Beitrag „Amazon Web Services, Microsoft Azure und der Rest – Public Cloud-Anbieter im deutschen Mittelstand“ – aber vielleicht machen Sie vorher doch erst Ihren Wochenend-Erledigungen, für die es leider (noch) keinen One-Stop-Shop gibt 😉
News
14. Juni 2016

Zukunft des CIO

Die Zukunft des CIO: Haarsträubendes und Beruhigendes EMC-Studie: IT bremst Innovationskraft von Unternehmen!?! „Bewegung hebt zuverlässig die Laune, selbst wenn man keine Lust dazu hat. Man muss auch nicht gleich Joggen: Einfach ein wenig zu schlendern wirke bereits positiv, besagt eine neue Studie aus den USA.“ Na, wer hätte das gedacht?! Gibt es nicht Studienergebnisse, die wirklich etwas Überraschendes zu Tage fördern? Zum Beispiel, dass eine Tafel Schokolade genauso viele Kalorien hat wie ein Glas Wasser und zudem entschlackend wirkt? Doch das gibt es – leider nicht mit Schokolade, aber mit Cloud Computing: So lautet „das Ergebnis einer groß angelegten Befragung von CIOs im Auftrag von EMC […], dass die IT die Innovationskraft von Unternehmen schon heute eher beschränkt als sie zu fördern.“ Davon sind etwas mehr als die Hälfte der knapp 3.000 „Entscheider aus der IT (50 Prozent) sowie Business-Manager (50 Prozent) von Unternehmen aus 13 Ländern“ überzeugt – und 33 Prozent der deutschen Studienteilnehmer. Aber es kommt noch dicker: „Rund 63 Prozent der Befragten nehmen an, dass sich das in Zukunft noch verschlimmern könnte: Weiteres Unternehmenswachstum und steigende Anforderungen etwa an die Entwicklungs- und Bereitstellungsgeschwindigkeit würden die IT künftig derart überfordern, dass Einbußen bei Qualität und Kundenzufriedenheit nicht mehr auszuschließen wären [...].“ Mehr über dieses haarsträubende Studienergebnis lesen Sie im „Linux-Magazin“-Beitrag „Entscheider glauben: Cloud frisst IT“ … Macht die Cloud der IT-Abteilung den Garaus? Die IT-Abteilung geriert sich also als überfordert, und zwar derart, dass sie bereits heute den Kopf in den Sand steckt und sich als aussterbende Spezies deklariert: So rechnen „58 Prozent der CIOs sogar damit, dass ihre IT-Organisation als unabhängige Einheit bis 2019 weitgehend verschwunden sein könnte (in Deutschland: 37 Prozent) – auch weil sämtliche oder zumindest ein Großteil ihrer Aufgaben an Cloud- und andere Outsourcing-Dienstleistungen ersetzt worden sein könnten (Letzteres in Deutschland: 48 Prozent aller Befragten).“ Ein düsteres Bild, das die EMC-Studie da zeichnet. Bloß gut, dass es auch andere Studien gibt, die das Verhältnis von CIO und Cloud beleuchten – zum Beispiel die Studie von Detecon und Bitkom „Digitalisierung und Internet of Things (IoT) – Anforderungen an agile Organisationen“. Zwar zeigt auch diese Untersuchung, dass dem CIO sein Revier streitig gemacht wird: „Business Units wie Service, Logistik und Produktion beanspruchen, unterstützt durch Cloud-Modelle und Software-as-a-Service, die Hoheit über die IT aus strategischen Gründen zunehmend für sich. [… ] Dennoch sprechen sich die Befragten durchgehend für eine separate IT-Einheit im Unternehmen aus.“ Na also! Hinzu kommt, dass laut Untersuchung von Detecon und Bitkom es mitnichten so ist, dass die Cloud firmeneigene IT-Spezialisten überflüssig macht. Im Gegenteil: „Automatisierung und Digitalisierung sorgen vielmehr für ein beachtliches Personalwachstum im Unternehmen. Dieses wird mit jährlich bis zu zehn Prozent prognostiziert“, wie Sie im „digitalbusiness-cloud.de“-Bericht „Digitalisierung: Zügiger Aufbau agiler Organisationen zwingend“ genauer nachlesen können. Fazit: Nicht verzweifeln, sondern immer mehrere Studien lesen – bitte auch den aktuellen „The BT CIO report 2016 – the digital CIO“, bei dem Luis Alvarez, CEO von BT Global Services, resümierend erklärt: „Der digitale CIO gehört zu den anspruchsvollsten Positionen im heutigen Geschäftsleben. Er muss strategisch, kreativ, wachstumsorientiert und kostenbewusst sein.“ Lesen Sie also unbedingt auch den „Computerwoche“-Beitrag „BT CIO-Report 2016: Zu wenig Zeit für die Digitalisierung“ …
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10. Juni 2016

Deutsche Cloud

Deutsche Unternehmen sind Fans der deutschen Cloud Safe-Harbor-Nachfolger schwächelt beim Datenschutz Heute beginnt die Fußballeuropameisterschaft und mit ihr wieder eine fröhlich-Deutschlandfähnchen-schwenkende Zeit. Das Herz der Datenschützer allerdings schlägt nicht nur vier Wochen lang schwarz-rot-gold – sie halten das Deutschlandfähnchen immer in die Höhe. Denn der Safe-Harbor-Nachfolger taugt in ihren Augen nicht viel. Die „Artikel 29 Datenschutzgruppe“ hat den im Februar veröffentlichten Entwurf des neuen Datenschutzabkommens mit den USA, den „EU-U.S.-Privacy Shield“ unter die Lupe genommen. So moniert die Gruppe zum Beispiel, dass „das Abkommen auf mehrere Dokumente aufgeteilt ist. Dadurch seien einige Formulierungen zu den Datenschutzgarantien schwer zu finden und sogar inkonsistent. Das trage insgesamt zu fehlender Klarheit bei dem Abkommens bei.“ Und die Datenschützer haben noch viele weitere Kritikpunkte, die Sie im „silicon.de“-Beitrag „Safe-Harbor-Nachfolger: EU-Datenschützer verlangen Nachbesserungen“ genauer nachlesen können … Deutsche Cloud: Rechtssicherheit und persönliche Nähe Die deutsche Cloud hat daher nicht von ungefähr viele Fans unter deutschen Unternehmen. Das zeigt auch die aktuelle Studie „IT-Sicherheit und Datenschutz 2016“ der Nationalen Initiative für Informations- und Internet-Sicherheit e.V. (NIFIS). Neben der Datensicherheit ist demzufolge die im Streitfall greifende deutsche Rechtsprechung das schlagende Argument für die Cloud aus Deutschland. Aber auch weiche Faktoren sprechen für die befragten Firmen eine große Rolle: „Beinahe drei Viertel (73 Prozent) der hiesigen Unternehmen legen vor der Auslagerung in die Cloud Wert auf einen persönlichen und ausführlichen Dialog mit dem jeweiligen Cloud-Anbieter zu allen Fragestellungen rund um Sicherheit, Datenschutz und Compliance.“ Auch klassische Werte wie das persönliche Gespräch seien in einer vermeintlich immer unsichereren Welt hoch angesehen, so RA Dr. Thomas Lapp, der Vorsitzende der Initiative. Alle Einzelheiten finden Sie im Artikel „NIFIS: Bei Cloud-Streit werden deutsche Gerichte bevorzugt“ bei „finanzen.net“. Apropos Rechtsicherheit im Cloud Computing: Dass es mit Datenschutz allein nicht getan ist und welche Rechtsgebiete berücksichtigt werden müssen, um rechtskonforme Wolken anzubieten und zu nutzen, erläutert ein neues eBook. Mehr dazu im „cloudcomptuing-insider.de“-Beitrag „Der Weg zum rechtskonformen Cloud Computing“ … Hilfe bei der Wahl der Wolke: Neues Gütesiegel Doch wie die richtigen, wirklich sicheren Cloud-Services finden? Der Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) hilft deutschen Unternehmen hier mit seinem neuen „Software Hosted in Germany“-Partnersiegel auf die Sprünge. Cloud- und Hosting-Anbieter, die dieses Gütesiegel tragen, bestätigen damit, „ein deutsches Unternehmen zu sein, welches Hosting-Lösungen in Deutschland selbst anbietet und somit dem deutschen Recht, insbesondere dem Datenschutzrecht, BGB und HGB, unterliegt.“ Als eines der ersten drei Partnerunternehmen ist PIRONET schon jetzt Teil der BITMi-Initiative – und damit stolzer Träger des „Software Hosted in Germany“-Siegels. Weitere Infos zum Partnermodell von BITMi finden Sie im „it-business.de“-Bericht „Hosting-Lösungen aus Deutschland: BITMi startet Partnermodell „Software Hosted in Germany“ …
News
07. Juni 2016

IT-Berufe

Meinungen
03. Juni 2016

Industrie 4.0

News
31. Mai 2016

Papierloses Büro

Digitalisierung: Weniger Ärger mit dem ganzen Formularkram Digitalisierung verspricht Aktenordnerabbau 31. Mai! Wir hoffen, Sie haben spätestens heute rechtzeitig zum Stichtag Ihre Steuererklärung 2015 beim Finanzamt abgegeben. Falls nicht, haben Sie hoffentlich nicht erst gestern eine Fristverlängerung beantragt. Oh weh, alle Jahre wieder der Kampf mit Belegen und Bescheinigungen und vor allem die verzweifelte Suche nach dieser einen Quittung, die man doch ganz bestimmt sauber abgeheftet hat – und die sich dann in der Küchenschublade findet. Warum schafft man die Quälerei mit der Steuererklärung nicht endlich ab? Nun, die Cloud respektive die zunehmende cloud-bedingte Digitalisierung von Prozessen lassen auf steuererklärungsfreie Zeiten hoffen. Denn dank Cloud und Digitalisierung werden bereits heute in den Unternehmen Aktenordner und Aktenschränke überflüssig, wie das folgende Szenario beschreibt: „Mitarbeiter erfassen ihre Stunden sofort auf dem Handy und schicken sie in die Cloud. Dort werden die Stunden gleich dem richtigen Auftrag und dem richtigen Lohnkonto zugeordnet. Krankmeldungen und Urlaubsanträge landen nicht mehr in dicken Ordnern, sondern ebenfalls automatisch in der Cloud, nachdem sie eingescannt wurden.“ Darin ist alles bestens sortiert und vom Steuerberater direkt abrufbar. Der nutzt „die Daten für die Lohnabrechnung und verschickt am Monatsende die Gehaltszettel per Mail an die Mitarbeiter“. Fehlt bloß noch, dass die Geldscheine dann aus dem Drucker kommen, wie der Titel des „Handwerk.com“-Beitrags „Der Lohn aus der Cloud“ vermuten lässt … Cloud-Lösungen der Marke »extrasicher« „Klingt gut. Doch die Digitalisierung besonders sensibler Personaldaten und -dokumente wirft auch eine Menge Fragen an die Anbieter solcher Cloud-Lösungen auf: Sind die Daten dort sicher? Wer genau hat Zugriff – und ist der Datenschutz dabei gewährleistet?“ Dass Personalverantwortliche gegenüber dem Datenschutz eher pessimistisch eingestellt sind, zeigt eine aktuelle Studie von Kienbaum und des Bitkom. Demnach nutzt nur die Hälfte der Befragten Cloud-Lösungen zur Unterstützung eigener Personalprozesse. 40 Prozent lehnen sie aus Angst vor Datenverlust ab. Insbesondere den Datenschutz digitaler Personalakten und Gehaltsabrechnungen in der Datenwolke bewerten die Befragten als kritisch. Ganze 80 Prozent blicken zumindest kritisch auf das Thema Cloud, wie Sie in der „IT-Business“-Meldung „Personalmanager stehen Cloud reserviert gegenüber“ genauer nachlesen können. Einerseits verständlich, denn vor allem Gehaltsmitteilungen sollten nicht in die Hände von Unbefugten fallen. Andererseits gibt es für solch sensible Daten Cloud-Lösungen der Marke »extrasicher«, wie sie beispielsweise unser Partner d.velop mit „foxdox“ anbietet. Es gibt jedenfalls, wie wir von unserem Partner wissen, jede Menge kleine und mittelständische Unternehmen, die via „foxdox“ ihre „Gehaltsabrechnungen digital an ihre Mitarbeiter [verteilen]“. Papierloses Büro: bitte schnell! Einer der Slogans von d.velop heißt „Das Papierlose Büro – foxdox macht es möglich, sowohl im Unternehmen als auch im Privatleben.“ Nun, wie es um das sogenannte Print- und Dokumenten-Management in Deutschland bestellt ist, das hat IDC jetzt untersucht. Laut dem Analystenhaus „planen fast sechs von zehn Unternehmen, insbesondere ihre dokumentenintensiven Prozesse zu digitalisieren – oder wenigstens zu optimieren (56 Prozent). Bei einer vergleichbaren Befragung vor zwei Jahren lag jener Anteil erst bei 42 Prozent.“ Und warum? Weil auch die Unternehmen (ebenso wie Sie bei der Steuererklärung) die Sucherei zur Verzweiflung bringt: „Die Suche nach Informationen – dies umfasst unstrukturierte Daten in E-Mails oder aus dem Web sowie strukturierte Daten – bereitet den Mitarbeitern das größte Kopfzerbrechen“, wie 42 Prozent der Befragten zugaben. Und während deshalb bei Ihnen die Laune sinkt (gibt es eigentlich Studien darüber, wie viele Ehen beim Erstellen der Steuererklärung zerbrochen sind?), sinkt laut IDC in den Unternehmen die Produktivität (44 Prozent). „Zugleich leiden auch die Mitarbeiter- (40 Prozent) sowie die Kundenzufriedenheit (35 Prozent) unter ineffizienten Dokumenten-Workflows.“ Mehr dazu lesen und sehen Sie in einem Beitrag und einer Infografik zum Thema „Print- & Dokumenten-Management in Deutschland 2016“ auf „Korker’s Look @ IT“ …
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27. Mai 2016

Cloud-Mix

Cloud-Diät oder welche Daten sollen auf den Cloud-Teller? Cloud ist „allgegenwärtig“, aber alle Daten in die Cloud? Hurra, bald beginnt die Badesaison. Wer jedoch winterspeckbedingt nicht mehr in seine Badehose respektive seinen Bikini passt, der sollte schnell noch ein paar Kilos runterhungern. Eine Woche lang nichts essen und nur Tee, Saft, Wasser und Gemüsebrühe trinken? Von einer solchen Radikalkur sei abgeraten. Sie bringt zwar kurzfristig Erfolg, aber kaum ist die Woche vorbei, steigt auch das Gewicht wieder. FDH (= Friss die Hälfte) eignet sich da schon besser. Fazit: Lieber Mittelwege suchen als Extremtouren machen. Das gilt auch für die Auslagerung von Daten in die Cloud. Will heißen: Überhaupt keine Daten auszulagern ist ebenso keine Lösung wie alle Daten in die Cloud zu schieben. Sowohl beim Essen als auch bei der Datenauslagerung empfiehlt sich das, was der Lateiner „ne quid nimis“ nennt: »von keinem zu viel« beziehungsweise »nichts im Übermaß«! Das meint auch Joel Dolisy, CIO von SolarWinds, der die SolarWinds-Studie „IT Trends Report 2016 – The Hybrid IT Evolution“ folgendermaßen kommentiert: „Die Ergebnisse der diesjährigen Studie sprechen eine deutliche Sprache: Der Einsatz der Cloud ist fast allgegenwärtig, doch sie wird weder jetzt noch in absehbarer Zukunft für alle Workloads geeignet sein. Selbst wenn es so wäre, würden – wenn überhaupt – nur sehr wenige Unternehmen sämtliche bestehenden Anwendungen in die Cloud migrieren.“ Mehr über die von SolarWinds durchgeführte Umfrage, „an der 153 IT-Profis, Manager und Führungskräfte aus kleinen, mittleren und großen Unternehmen des öffentlichen und privaten Sektors in Deutschland teilgenommen haben“, lesen Sie im „Marketwired“-Bericht „SolarWinds-Studie: Hybride IT in den meisten Unternehmen präsent, aber Qualifikationen fehlen“ … HR-Daten in die Cloud? Kommt drauf an, welche! Also: Auch wenn 85 Prozent der von SolarWinds befragten IT-Experten angeben, „dass der Einsatz von Cloud-Technologien für den langfristigen Geschäftserfolg ihrer Unternehmen wichtig ist“, so sagen fast ebenso viele der Studienteilnehmer (80 Prozent), „es sei unwahrscheinlich, dass jemals die gesamte Infrastruktur ihrer Organisation in die Cloud migriert wird.“ Dass nicht alle Daten auf den Cloud-Teller gehören, zeigt auch eine Untersuchung von Bitkom und Kienbaum, bei der „branchenübergreifend 211 Geschäftsführer, Datenschutzbeauftragte und HR-Verantwortliche aus öffentlichen und privaten Organisationen in Deutschland“ befragt wurden. „Ob und in welchem Maße sich die Personaler an Cloud-Lösungen herantrauen, hängt den Erkenntnissen der Autoren zufolge stark von der Art der dort zu verwaltenden HR-Daten ab: ‚Personalakten außerhalb des eigenen Unternehmens zu speichern, gilt fast als Tabu‘, schreiben die Autoren zu diesem Punkt.“ Weiterhin heißt es: „Gehaltsabrechnungen sowie Datenauswertungen in der Cloud erzeugen Unbehagen. Mobile Zugriffe von Personal- und Linienmanagern auf HR-Daten schätzen zwei Drittel aller Befragten als sehr kritisch ein.“ Wenn es allerdings um die Personalgewinnung geht, dann gibt es bei den Personalern kaum „Unbehagen“ im Hinblick auf die Cloud-Nutzung, wie Sie genauer im „Haufe.de“-Artikel „Datenschutz-Studie: Personaler sind keine Digitalisierungsbremsen“ nachlesen können … Hybrid Cloud bis 2030 flächendeckend im Einsatz? Was lernen wir also aus den beiden eben vorgestellten Untersuchungen? Es wird mitnichten so sein, dass irgendwann alle Daten aller Unternehmen in einer Cloud beziehungsweise in einem Mix aus verschiedenen Clouds, also einer Hybrid Cloud, lagern – auch wenn manche Meldungen diesen Anschein erwecken. So ist laut IDC die „Verbreitung von Hybrid Clouds […] im Vergleich zum Vorjahr um rund ein Drittel von 15 auf jetzt 20 Prozent gestiegen. Zusätzlich planen 57 Prozent der befragten Unternehmen den Aufbau hybrider Cloud-Umgebungen innerhalb der kommenden zwei Jahre“.  Auch die globale IBM-Studie „Growing up Hybrid: Accelerating Digital Transformation“ singt ein Loblied auf hybride Wolken: So gaben „zwei Drittel der führenden Unternehmen […] an, dass sie dank einer hybriden Cloud ihrem Wettbewerb voraus sind.“ Und nicht nur das. Auch künftige Projekte wollen sie mit der Flexibilität einer Hybrid Cloud schneller als bisher realisieren. „Zudem lassen sich, so die IBM Studie, zentrale IT-Themen wie Skalierbarkeit, Sicherheit oder Compliance über hybride Cloud-Strategien besser und einfacher abdecken.“ Bei so vielen Vorteilen fragt man sich, ob vielleicht nicht doch bis – sagen wir mal – 2030 überall Hybrid Clouds im Einsatz sind? Nun, dies ist wie gesagt kaum zu erwarten. Was jedoch die eingangs erwähnte nicht vorhandene »Bella Bade-Figura« anbelangt – dafür haben wir hier eine zappendustere Zukunftsprognose: „2030 wird kaum jemand normalgewichtig sein“. Na, wenn das so ist, dann können Sie das mit dem Abnehmen auch gleich sein lassen und einfach neue Badekleidung kaufen 😉
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24. Mai 2016

Digitalisierung und IoT

Digitalisierung und Internet of Things (IoT): Muss der CIO musikalisch sein? IT-Radar: CIOs haben keine Zeit für Digitalisierung Stellen Sie sich vor, Ihre Millionen-Frage bei Günther Jauch lautet: »Was ist derzeit das Thema Nummer eins auf der Agenda der CIOs?« Als Antwortmöglichkeiten stehen zur Auswahl: »Business Intelligence«, »IT-Sicherheit«, »Digitalisierung« und »Compliance«. Da würden Sie doch – ohne den Telefon- oder einen anderweitigen Joker zu bemühen – »Digitalisierung« antworten, oder? Und damit – je nachdem für welche Risikovariante Sie sich entschieden haben – auf 16.000 respektive 1.000 Euro zurückfallen. Denn der „IT-Radar für Business Process Management (BPM) und Enterprise Resource Planning (ERP)“ der Hochschulen Koblenz und Bonn-Rhein-Sieg zeigt: Digitalisierung steht auf der CIO-Liste ganz unten, genauer gesagt „auf dem zwölften und damit letzten Rang“. Dagegen halten die mehr als 100 Studienteilnehmer „folgende Themen für aktuell am wichtigsten: IT-Sicherheit, Compliance und die Integration von Prozessen und Systemen“. Fazit: Die Digitalisierung muss warten. Denn: „IT-Praktiker sind mit dem Tagesgeschäft und der Sicherung des Status-quo so beschäftigt“!?! Mehr dazu lesen Sie im „CIO.de“-Bericht: „IT-Radar BPM und ERP: Wie sich die Top-Themen der CIOs ändern“ … PS: Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt: Business Intelligence, das 2012 und 2013 noch auf dem vierten Platz lag, ist 2016 „auf Rang elf gerutscht“. Digitalisierung mit CIO, CPO, CDO, CC oder CD? Dass die Digitalisierung im Tagesgeschäft untergeht – das geht natürlich gar nicht. Deshalb meint Professor Andreas Gadatsch von der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, dass CIOs in Sachen Digitalisierung eine federführende Rolle einnehmen sollten. „Offenbar gleichrangig mit dem CIO sieht Gaddatsch einen Chief Process Officer. Übernimmt weder der eine noch der andere diese Aufgabe, würden innovative Themen […] von den Fachbereichen besetzt, […] oder sogar von neuen Rollen wie dem Chief Digital Officer.“ CIOs stehen also unter Digitalisierungsdruck – allein schon um ihre Pfründe zu wahren. Denn sonst wird ihnen das Digitalisierungsheft aus der Hand genommen. Damit dies nicht passiert, sollten sie idealerweise musikalisch sein. Doch, Sie haben schon richtig gelesen: musikalisch! Denn laut EuroCloud Deutschland_eco e. V. müssen sich CIOs „künftig vor allem um eines kümmern: die Koordination der Cloudservices, die ihre Firmen in Anspruch nehmen. […] Die Berufsbezeichnung ‚Cloud Conductor‘ (Cloud-Dirigent) sei daher passender als der herkömmliche ‚Chief Information Officer‘ (CIO)“, wie Sie  im „Cloud Computing Report“-Beitrag „EuroCloud Deutschland_eco: CIO muss ‚Cloud Conductor‘ werden“ genauer nachlesen können … EuroCloud Deutschland_eco: Ohne Cloud geht’s nicht Warum muss nun der  CIO zum Cloud Conductor (CC) beziehungsweise Cloud-Dirgenten (CD) werden? Nun, laut EuroCloud Deutschland_eco wird es künftig ohne Cloud nicht mehr gehen. Denn: „Die klassische Firmen-IT sei überhaupt nicht ausgelegt auf die Verarbeitung der zu erwartenden immensen Datenmengen, die je nach Anwendungsfall über Millionen von Eingabequellen […] in Echtzeit anfallen würden.“ Schuld an der Cloud-Alternativlosigkeit ist somit das Internet der Dinge. So sagt Andreas Weiss, Direktor EuroCloud Deutschland_eco e. V.: „Bei heute schon über 20 Milliarden vernetzten Geräten weltweit – Tendenz steigend – stößt die klassische IT an ihre Grenzen.“ Laut Weiss sei „allein die Verarbeitung der zu erwartenden extrem großen Datenvolumina […] künftig selbst für Konzerne in den eigenen Rechenzentren nicht mehr zu leisten“. Zitat Weiss: „Das Internet der Dinge, bei dem jedes Gerät von der Armbanduhr über die Kaffeemaschine und das Auto bis hin zu technischen Anlagen im Sekundentakt ständig neue Daten übermittelt, wird von keinem Firmen-Rechenzentrum zu bewältigen sein.“ Gartner: 2016 „ein großes Jahr für das IoT“ Dass das Internet der Dinge keine Zukunftsmusik mehr ist, zeigt eine aktuelle Gartner-Umfrage unter 465 IT- und Business-Managern rund um den Globus und quer durch alle Branchen. Demnach werden „noch in diesem Jahr […] 43 Prozent der Unternehmen IoT-Lösungen einsetzen. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das eine Steigerung um 50 Prozent. Weitere 21 Prozente wollen 2017 auf den IoT-Zug aufspringen.“ Gut, 10 Prozent der befragten Unternehmen glauben immer noch, „auch langfristig komplett auf das IoT verzichten zu können“. Allerdings hat sich laut Jim Tully, Vice-President und Chef-Analyst bei Gartner, hier der Wind nun gedreht: „Wir sehen gerade einen merklichen Umschwung hin zu IoT-Szenarien, die vor allen den Kundennutzen ins Auge fassen. IoT-Programme werden schon in diesem Jahr zu einem Schlüssel für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen […].“ Somit wird laut Gartner 2016 „ein großes Jahr für das IoT. Die Anzahl von Implementationen und die Vielfalt von IoT-Szenarien würden erheblich zulegen, praktisch alle Branchen erfassen und gleichsam zum Mainstream werden“, wie Sie im „Computerwoche“-Bericht „Durchbruch für das Internet of Things in diesem Jahr“ genauer nachlesen können. Und was heißt das für die CIOs? Sie müssen die Digitalisierung ganz oben auf ihre Agenda setzen – egal ob als CIO, CPO, CDO oder musikalischer CC beziehungsweise CD 😉 PS: „Wie CIOs mit PaaS das IoT in den Griff bekommen“ lesen Sie im gleichnamigen silicon.de-Beitrag.  
Analysen
20. Mai 2016

Object Storage

Mit Object Storage ins Zettabyte-Zeitalter „Daten sind das Öl der Wissensgesellschaft“, diese Aussage ist häufig zu hören, von Wirtschaftsfachleuten, Unternehmern und Wissenschaftlern. Und sie haben Recht. Denn High-End-Technologien wie das Internet der Dinge (IoT, Internet of Things), Industrie 4.0 und selbstfahrende Autos sind ohne das Bearbeiten, Speichern und Übermitteln von Daten ebenso wenig denkbar wie triviale Vorgänge wie das Schreiben einer E-Mail oder der Einkauf bei einem Online-Versender. Doch dieses „Öl“ fällt mittlerweile in derart großen Mengen an, dass klassische Storage-Umgebungen damit Probleme bekommen. So kommt eine Studie, die das Marktforschungsunternehmen IDC im Auftrag des Storage-Spezialisten EMC erstellte, zu dem Schluss, dass der weltweite Datenbestand bis 2020 auf 44 Zettabyte anwachsen wird. Im Jahr 2013 lag er noch bei 4,4 Zettabyte. Zum Vergleich: 1 Zettabyte entspricht einer Milliarde Terabyte. Daran „schuld“ sind nicht nur Dokumente, Bilder und Videos, die Unternehmen und private User speichern. Das Marktforschungsunternehmen Gartner geht beispielsweise davon aus, dass im Jahr 2020 weltweit rund 20 Milliarden IoT-Komponenten (Internet of Things) im Einsatz sind, etwa Sensoren und RFID-Chips in Maschinen, Haushaltsgeräten, Fahrzeugen und intelligenten Kleidungsstücken. Hinzu kommen medizinische Daten, ERP-Archive (Enterprise Resource Planning) und Web-Content. Laut IDC steigt der weltweite Datenbestand bis zum Jahr 2020 auf 44 Zettabyte an. Das entspricht über 40 Milliarden Terabyte-Festplatten. Bild: IDC / EMC Spagat zwischen Kosten, Performance und Datenflut Diese Entwicklung setzt die IT-Abteilungen unter Druck. Denn die müssen einerseits dafür Sorge tragen, dass für die rapide wachsenden Datenmengen genügend Speicherkapazitäten vorhanden sind. Andererseits dürfen jedoch die Kosten nicht aus dem Ruder laufen, weil vorhandene Speichersysteme ausgebaut beziehungsweise neue angeschafft werden müssen. Doch häufig sind die Speichertechnologien, die in Unternehmensnetzen eingesetzt werden, nur bedingt für rapide zunehmende Datenmengen gerüstet. Das gilt insbesondere für Informationen, die in strukturierter Form oder als halb- und unstrukturierte Daten vorliegen: als Fotos, Tabellen, Videos, E-Mails, Word- und PDF-Dateien, Archivdaten et cetera. Der klassische Ansatz: Datei- und blockbasierte Speicherstrukturen Derzeit dominieren bei Storage-Systemen zwei Ansätze: Dateibasierte (File) und blockorientierte Technologien. File-orientierte Verfahren kommen vorzugsweise bei Network-Attached-Storage-Systemen (NAS) zum Einsatz. Protokolle von CIFS (Common Internet File System), NFS (Network File System) und SMB (Server Message Block) legen Daten in einer hierarchischen Datei- und Verzeichnisstruktur auf einem Netzwerkspeicher ab. Nutzer können von unterschiedlichen Systemen aus auf diese Informationen zugreifen. Laut dem Visual Networking Index (VNI) von Cisco steigt das Volumen des weltweiten IP-Traffics bis 2019 auf 168 Exabyte pro Monat. Bild: Cisco Ein Nachteil von File-basierten Systemen: Wo auf einem physischen Datenträger, etwa den SSDs oder Festplatten eines NAS-Systems, die Daten lagern, wem sie „gehören“ und wer gerade auf sie zugreift, ist in Meta-Daten festgelegt. Je mehr Dateien vorhanden sind, desto komplexer wird das Verzeichnis dieser Meta-Daten und desto aufwändiger ist deren Verwaltung. Das schlägt sich negativ auf die Performance der Speichersysteme nieder. Hinzu kommt, dass sich NAS-Systeme nicht sonderlich gut skalieren lassen. Auch in diesem Fall erweist sich die hierarchische Dateistruktur mit einem begrenzten „Namensraum“ (Namespace) als Bremsklotz. Blockorientierte Techniken für iSCSI und SAN Vor allem in Speichernetzen (Storage Area Networks, SANs) kommen blockorientierte Speicherverfahren zum Zuge. Ein Block ist ein Rohdatensegment fester Größe, das über Schnittstellen und Protokolle wie Fibre Channel (FC), iSCSI oder Fibre Channel over Ethernet (FCoE) angesprochen wird. Ein Datenblock verfügt über keine Meta-Daten. Als Kontrollinstanz dient vielmehr das Server-Betriebssystem. Es verfügt über die Informationen, auf welchen Storage-Ressourcen welche Datenblöcke abgelegt sind und wer Zugriff darauf hat. Aus Sicht eines Endsystems (Client) stellt sich Block-orientierter Speicher wie eine Festplatte dar. Allerdings können die Datenblöcke auf diverse Speichermedien verteilt werden. Zu den größten Vorteilen von Block-Storage zählt die hohe Performance, sprich geringe Verzögerungszeiten beim Datenzugriff. Der Grund ist, dass auf keine File-Systeme wie EXT3 Rücksicht genommen werden muss. Hinzu kommt die hohe Zuverlässigkeit von Block-Storage-Systemen. Die drei Storage-Technologien im Überblick - Bild: Canonical Zu den Nachteilen zählen die relativ hohen Kosten solcher Systeme und die eingeschränkte Skalierbarkeit. Daher werden Block-Storage-Komponenten meist in einem Rechenzentrum konzentriert. Große, räumlich verteilte Storage-Umgebungen, erhöhen die Komplexität und Managementkosten. Doch gerade solche Speicher-Strategien liegen derzeit im Trend. So „wandern“ Daten verstärkt in externe Rechenzentren, etwa Cloud-Datacenter. In einer Cloud lassen sich Daten auf einfache und kostengünstige Weise archivieren. Außerdem können Nutzer Daten und virtuelle Maschinen (Virtual Machines) in eine Cloud „replizieren“. Nach Ausfall von IT-Systemen im eigenen Rechenzentrum stehen diese Ressourcen dann schnell wieder zur Verfügung, Stichwort Disaster Recovery. Object Storage – der neue „Star“ am Storage-Himmel Anders liegt der Fall bei einer relativ jungen Technik: Object Storage. Sie organisiert Daten in Objekten. Ein Objekt besteht aus drei Elementen: Den eigentlichen Daten: Diese können in unterschiedlicher Form und Größe vorliegen, vom Word-Dokument über Fotos bis hin zu einem 1000 Seiten starken Handbuch für eine Werkzeugmaschine. Einem variablen Bestand an Meta-Daten, die der Nutzer definieren kann: Sie enthalten beispielsweise Informationen über die Art der Informationen, ihren Verwendungszweck, die Zugriffberechtigung, die Vertraulichkeitsstufe etc. Ein Vorteil ist, dass sich diese Meta-Daten nach Bedarf anpassen lassen. So kann der Nutzer ergänzende Informationen hinzufügen, etwa auf welchen Speichersystemen an welchen Standorten Objekte abgelegt werden sollen, etwa im Rechenzentrum eines Cloud-Service-Providers. Einer eindeutigen ID („Object Identifier“): Sie ermöglicht es, den Speicherort jedes Objekts zu ermitteln, auch dann, wenn Daten auf unterschiedlichen Storage-Systemen gespeichert werden. Ein Object-Storage-System kommt ohne File-System und Datenblöcke aus. Die Objekte werden direkt von den Anwendungen beziehungsweise Mobile Apps angesprochen. Das erfolgt über das http-Protokoll oder RESTful APIs (Representational State Transfer Application Programming Interfaces). Beim objektorientierten Speicher gibt es zudem keine Verzeichnisstruktur und Mount-Punkte. Ein Index sorgt dafür, dass die Objekte anhand ihrer ID schnell wiedergefunden werden können. Dieser Index ist deutlich einfacher zu handhaben als die Informationen, die bei block- und dateiorientierten Speichertechniken verwaltet werden. Ein weiteres Element von objektorientierten Daten und entsprechenden Storage-Lösungen ist ein „Global Namespace“. Er ermöglicht eine logische Sicht auf die Storage-Ressourcen, unabhängig davon, auf welcher Technologie diese basieren und an welchem Standort sich die Speichersysteme befinden. Der Vorteil: Daten können auf Storage-Komponenten in einer Cloud und im Unternehmensrechenzentrum verteilt werden und lassen sich dennoch zentral verwalten. Die Struktur eines Objekts: Es besteht aus den Nutzdaten sowie system- und nutzerbezogenen Meta-Informationen. Hinzu kommt eine eindeutige ID für jedes Objekt. Bild: HDS Vorteile: Ausfallsicherheit und Skalierbarkeit Zu den größten Vorteilen von Object Storage zählt die Skalierbarkeit. Die Speicherressourcen lassen sich nach Belieben um weitere „Storage-Knoten“ (Nodes) erweitern, ohne dass die Performance leidet. Hinzu kommt die hohe Fehlertoleranz, vor allem in Verbindung mit Object-Storage-Services aus der Cloud. Je nach Anforderung lässt sich ein Objekt parallel in drei, vier oder noch mehr Nodes ablegen. Diese können an unterschiedlichen Standorten platziert werden, etwa mehreren Rechenzentren eines Cloud-Service-Providers. Fallen Speicherknoten aus, sind die Informationen dennoch verfügbar. Eine weitere Sicherheitsmaßnahme ist das „Erasure Coding“. Die Technologie arbeitet ähnlich wie RAID und ermöglicht es, Daten anhand von Paritätsinformationen wiederherzustellen. Beide Techniken – das Speichern von Objekten auf mehreren Nodes und Erasure Encoding – ermöglichen es, wichtige Informationen gegen Verlust abzusichern. Das gilt vor allem dann, wenn neben dem unternehmenseigenen Datacenter ein externes Cloud-Rechenzentrum als Speicherort genutzt wird. Dann hat der Anwender die Gewähr, dass sich auch nach massiven IT-Problemen Datenbestände wiederherstellen lassen. Tabelle: Techtarget Für welche Aufgaben Object Storage in Frage kommt Nach Einschätzung des amerikanischen IT-Beratungshauses ESG eignen sich Object-Storage-Lösungen vor allem für das Archivieren von Daten, auch von heterogenen Informationsbeständen mit Dokumenten, Bild- und Videodaten sowie Informationen aus den Bereichen Internet der Dinge (IoT, Internet of Things) und M2M-Kommunikation (Machine-to-Machine). Gleiches gilt für Informationen, die aus rechtlichen Gründen lange Zeit vorgehalten werden müssen, etwa Finanz- und medizinische Daten. ESG zufolge bietet es sich für Unternehmen und Organisationen an, objektbasierte Storage-Ressourcen im eigenen Rechenzentrum mit solchen bei einem Cloud Service Provider zu kombinieren. Das hat mehrere Vorteile: eine bessere Absicherung der Daten und die Gewähr, dass der Speicherplatz in der Cloud bei Bedarf erweitert werden kann. Da Object Storage keine kostspielige Storage-Infrastruktur voraussetzt, halten sich bei diesem Modell zudem die Kosten in Grenzen. Konsolidierung der Backup- und Storage-Infrastruktur Objektbasierte Speicherdienste, die ein Unternehmen aus der Cloud bezieht, eröffnen jedoch weitere Optionen. ESG sieht beispielsweise im Bereich Konsolidierung von Backup-Zielsystemen („Targets“) und File-Servern ein lohnendes Einsatzfeld. So lassen sich Daten von NAS-Systemen und Dateiservern auf Object-Storage-Systeme auslagern. Backup-Software führender Anbieter unterstützt mittlerweile entsprechende Cloud-Protokolle wie Amazon S3. Bei der Auswahl eines entsprechenden Cloud Service Providers sollten Unternehmen daher darauf achten, dass dieser De-facto-Standards wie S3 unterstützt. Ein weiterer Punkt, den es zu beachten gilt, ist der Datenschutz. Juristisch auf der sicheren Seite sind Anwender, die Object-Storage-Services bei einem Service-Provider mit Sitz in Deutschland buchen. Denn spätestens seitdem der Europäische Gerichtshof das Safe-Harbor-Abkommen für obsolet erklärte, dürfen personenbezogene Daten nur in Rechenzentren in Deutschland oder der EU bearbeitet werden. Fazit Mit Object Storage hat eine Speichertechnologie die Bühne betreten, die Unternehmen vor allem im Zusammenspiel mit Public-Cloud-Services erhebliche Vorteile bietet. Das heißt jedoch nicht, dass block- und File-orientierte Verfahren „out“ sind. Sie kommen dort zum Zuge, wo Daten schnellstmöglich und mit geringen Latenzzeiten bereitbestellt werden müssen, etwa im Bereich Online-Transaktionsverarbeitung. In vielen anderen Anwendungsfeldern dagegen ist Object Storage aus der Cloud eine exzellente Alternative.
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