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27. April 2012
AUTOR: Businesscloud.de

Sauberer Cloud Strom – Greenpeace-Initiative „Clean your Cloud“

Cloud-Strom künftig aus Uganda?

Wissen Sie denn schon, wohin Sie dieses Jahr in Urlaub fahren? Wie wärs mit Uganda? Der renommierte Reisebuch-Klassiker „Lonely Planet's Best in Travel 2012“ hat den Binnenstaat in Ostafrika zum Top-Reiseziel des Jahres gekürt. Wie bitte? Sie haben aus ökobilanztechnischen Gründen beschlossen, in den Ferien lieber auf Balkonien zu weilen? Nun gut, zwar belastet so ein Flug Ihr Klima-Sünden-Konto, aber einmal in Uganda angekommen können Sie sicher sein, ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien zu verbrauchen. Anderen gibt’s dort nämlich nicht. Vielleicht sollten somit Cloud-Rechenzentren künftig nur noch in Uganda gebaut werden? Der Großteil des Lebenssaftes für die Cloud ist nämlich dreckiger Atom- und Kohle-Strom, wie Greenpeace in seiner aktuellen Untersuchung „How clean is your Cloud?“ herausgefunden hat. Lesen Sie dazu den „Zeit“-Beitrag „Stromverbrauch: Wie grün sind eure Clouds?“ und hören Sie sich auf „Dradio Wissen“ das Interview mit „c’t“-Redakteur Jürgen Kuri an … PS: Je länger Sie also in Uganda bleiben, umso besser Ihre pesönliche Klima-Bilanz – was Sie dort alles unternehmen können, verrät Ihnen das weltweit größte Uganda-Reise-Portal.

Klicken für sauberen Wolkenstrom

Das muss man sich bitteschön einmal vor Augen halten: Ein sogenanntes Dritte-Welt-Land wie Uganda erzeugt ausschließlich Strom aus Sonne und Wasser, während die Länder der ersten Welt, die locker das nötige Kleingeld für Investitionen in erneuerbare Energien hätten, immer noch an den Technologien von Vorvorgestern festhalten. So betreiben laut Greenpeace die milliardenumsatzschweren Konzerne Apple, Amazon und Microsoft ihre Cloud-Rechenzentren vor allem mit dem billigeren Kohle- und Atomstrom. Damit sich dies ändert, hat Greenpeace jetzt die Mitmachaktion „Clean your Cloud – Grüner Strom fürs Netz“ ins Leben gerufen. Wie Sie sich konkret dafür einsetzen können, dass die Wolke künftig mit sauberem Strom betrieben wird, erfahren Sie in einem Interview mit Gerald Neubauer, seines Zeichens Energieexperte bei GreenpeacePS: Bei seiner „Clean your Cloud”-Initiative hat Greenpeace vor allem den größten Dreckstrom-Sünder Apple im Visier – sehen Sie sich dazu die Apple-Werbeparodie „iCoal“ von Greenpeace an.

Öko-Bekehrung von Apple in Sicht?

Fairerweise muss nun an dieser Stelle gesagt werden, dass Apple ein riesiges Solarenergie-Zentrum in Maiden, North Carolina, bauen will. Darüber hinaus soll es eine neue Anlage in Oregon geben, die ausschließlich mit erneuerbarer Energie läuft. Bleibt zu hoffen, dass sich Apple vom „Umweltsau-lus“ zum „Ökopaulus“ wandelt und bald als leuchtendes Beispiel für alle Cloud-Anbieter dasteht. Also auch für Microsoft, dem Greenpeace derzeit über 50 Prozent Dreckstrom für seine Cloud-Rechenzentren attestiert. Jedoch lässt sich abschließend auch zu Microsoft etwas Positives im Hinblick auf die Wolke sagen. Nämlich dass Millionen von Fachhochschülern und Studenten in Indien bald die für Bildungsinstitutionen gedachten Cloud-Dienste von Microsoft nutzen werden. Die „heise online“-Meldung „7,5 Millionen neue Nutzer für Microsofts Bildungscloud“ macht zwar die grüne Weste von Microsoft nicht sauber(er), zeigt aber wieder einmal, dass die Cloud an sich gut ist. Und das mit dem Strom kriegen die Cloud-Anbieter gewiss auch noch hin – vielleicht sollten die einfach alle mal eine Ökostrom-Fortbildungsreise nach Uganda machen?

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