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07. November 2014
AUTOR: Businesscloud.de
Cloud-Huhn

– „Cloud Multiplikator Effekt“ –

Ich wollt', ich wär' ein Huhn, ich hätt' nicht viel zu tun, ich legte täglich nur ein Ei und sonntags auch mal zwei“ – glatt gelogen, diese berühmte Zeile aus einem Lied der Comedian Harmonists. Denn so ein Federvieh legt am Sonntag mitnichten zwei Eier, sondern offensichtlich gar keines. Anders ist es nicht zu erklären, dass die Jahresproduktion einer Henne durchschnittlich bei 298 Eiern liegt. Ob das aus Sicht des Vogels „nichts zu tun“ ist, sei dahingestellt. Sicher ist nur: Als Huhn „brauchte [man] nie mehr ins Büro“ – und sich folglich auch nicht damit beschäftigen, was zum Beispiel ein Multiplikatoreffekt ist. Genau das ist jedoch heute unser Thema. Der Grund ist die aktuelle Studie des Ponemon Institute „Data Breach: The Cloud Multiplier Effect in European Countries“. Laut dieser Untersuchung glauben 52 Prozent der 514 befragten IT- und IT-Security-Verantwortlichen, „dass sich die Wahrscheinlichkeit für Datenlücken durch den Einsatz von Cloud-Computing erhöht. Sie befürchten, dass sich der wirtschaftliche Schaden eines Datenlecks durch die Cloud nahezu verdreifacht. Dieser so genannte ‚Cloud Multiplikator Effekt‘ variiert und ist vom jeweiligen Cloud-Szenario abhängig.“ Klingt kompliziert und vielleicht wünschte man sich an dieser Stelle leise, man wäre doch lieber ein Huhn ;-) Aber alles halb so wild – lesen Sie dazu einfach den „All About Security“-Bericht: „75 Prozent der deutschen Unternehmen misstrauen Cloud-Anbietern in Bezug auf Datenschutz“

– Mittelstand will Cloud aus deutschen Rechenzentren –

Nun sind Sie zwar in punkto Multiplikatoreffekt »aufgeschlaut«, aber wahrscheinlich im Hinblick auf ein solches flächendeckendes Misstrauen entsetzt, auch wenn Sie kein Cloud-Anbieter sein sollten. Es gibt aber einen Lichtblick: „[…] entgegen aller Bedenken gegenüber der Cloud schätzt die Mehrheit der Befragten (54 Prozent) die Cloud als gleich sicher oder sicherer ein als ihre lokale IT.“ Das heißt: Die Studienteilnehmer sind sich durchaus bewusst, „dass die Cloud sicherer sein kann als die lokale IT“. Das lässt hoffen! Und so wie in manchen Gegenden die Hühner fleißiger sind als in anderen (eine bayerische Legehenne produziert im Durchschnitt 302 Eier pro Jahr!), so ist die Cloud in manchen Regionen dieser Erde sicherer als in anderen. In diesem Sinne plant Microsoft jetzt eine eigene Cloud speziell für den deutschen Mittelstand. Dem sind offenbar im Gegensatz zu Großkunden die Microsoft-Angebote aus den Rechenzentren in Irland oder den Niederlanden „noch nicht gut genug“, wie Microsoft-Deutschland-Chef Christian Illek konstatiert. „Vor allem für Unternehmen mittlerer Größe scheint die Frage, wo ein Rechenzentrum steht, damit wichtiger zu sein als für größere Unternehmen. Die Rechenzentren sollen deutschem oder europäischem Recht – nicht aber amerikanischem Recht unterliegen.“ Mehr dazu erfahren Sie im „silicon.de“-Artikel „Microsoft plant deutsche Mittelstands-Cloud“

– US-Cloud-Anbieter: partnern statt bauen –

Wird Deutschland jetzt also mit Rechenzentren zugepflastert? Da lachen ja die Hühner – sicherlich nicht. Denn schließlich wollen wir ja alle Eier von glücklichen Hühnern – und wer vom Land kommt, weiß, dass das Glück einer Henne direkt proportional mit der Fläche steigt, die sie fürs Scharren und Picken zur Verfügung hat. Glückliche Hühner brauchen Platz! Doch glückliche US-Cloud-Anbieter brauchen nicht unbedingt ein eigenes Rechenzentrum in Deutschland, sondern einfach nur einen deutschen Rechenzentrumspartner. Das sieht auch der Geschäftsführer von Microsoft Deutschland so: „‘Der einfachste Weg wäre eine Lösung, bei der die Daten bei einem Partner gehostet werden‘“, so Illek. Damit würde die Datenverwaltung und das Management bei einem deutschen Partner liegen und die Daten wären dann vor dem Zugriff der US-Behörden geschützt.“ Dieses mittelstands- (und freilandhuhn)freundliche Modell wird in punkto „Microsoft Windows Azure Pack“ bereits praktiziert, und zwar schon seit fast einem Jahr, wie Sie unserer Pressemeldung vom 13. November 2013 entnehmen können: „Microsoft Windows Azure Pack in den Rechenzentren von Pironet NDH“

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