Die Sehnsucht nach der Einknopf-Cloud

15. März 2012 | Von | Kategorie: Nachrichten

Einfach alles auslagern – wolkige Outsourcing-Revolution

„Sie müssen nur den Nippel durch die Lasche ziehn, und mit der kleinen Kurbel ganz nach oben drehn. Da erscheint sofort ein Pfeil und da drücken sie dann drauf und schon geht die Sache auf.“ Mit dieser Gebrauchsanweisung für alles und jedes stürmte Mike Krüger 1980 die Hitparaden. Kein Wunder. Denn der Komiker und Sänger drückte damit aus, was sich im Prinzip alle wünschen: Dass etwas einfach einfach funktioniert. Das gilt für die kleinen Dinge des Alltags ebenso wie die großen der Unternehmens-IT. Große Unternehmen zumindest wollen laut Umfrage von HfS Research nichts anderes als reibungslos funktionierende Prozesse. Dazu sollen sie bereit sein, die ganze IT auszulagern  – und nicht nur ein paar Scheibchen davon. Eingekauft wird dann eine „Business-Plattform“, die standardisierte Prozesse bietet. Die Zutaten dazu heißen Cloud Computing und SaaS, die einmal umgerührt ein Service-Delivery-Modell ergeben, das wiederum die Grenzen zwischen Business-Process- und IT-Outsourcing verwischt. Das ging Ihnen zu schnell? Nun, die ausführliche Business-Plattform-„Zubereitung“ liefert Ihnen der „CIO“-Artikel „Outsourcing ändert sich massiv“

„Mangelhaft“ für die iCloud

Hoffen wir also, dass die Cloud den Unternehmen letztendlich die gewünschte Einfachheit bringt. Die Analysten von HfS Research überhäufen die Wolke jedenfalls mit Lob: Ein „Enabler für IT und Business“ soll sie sein, ebenso eine „Quelle für Innovation“. Doch nicht nur Unternehmen dürften in diesen Hymnus einstimmen, sondern auch die Endanwender. Denn schließlich macht die Wolke auch ihr Leben deutlich einfacher und schöner – mit jederzeit und an jedem Ort verfügbaren Musiktiteln, Filmen, Fotos und Dokumenten. Allein es fragt sich, welche Cloud mehr Einfachheit und Komfort bietet: Die TelekomCloud, die „Immer und überall Zugang zu meiner Welt“ verspricht oder die iCloud, die „It just works“ von sich behauptet? „Computer Bild“ ist dieser Frage nachgegangen und die „Welt“ hat die Testergebnisse veröffentlicht. Der Beitrag „Telekom-Cloud schlägt die Apple iCloud im Test“ verrät Ihnen Vor- und Nachteile der beiden Wolken

„Sehr gut“ für das iPad

Was? Die iCloud kriegt ein „mangelhaft“? Aber bestimmt nicht wegen mangelnder Einfachheit. Denn schließlich ist Apple Gründer Steve Jobs sozusagen der Einfachheitsprediger schlechthin gewesen – mit durchschlagendem Erfolg. Und zwar nicht nur für das „Handy mit nur einem Knopf“, sondern auch für das iPad, das laut aktuellen „Global Tech Market Outlook für 2012 und 2013“ von Forrester immer stärker im Business-Bereich eingesetzt wird. Demnach könnte Apple in diesem Jahr „Macs im Wert von rund neun Milliarden US-Dollar und iPads im Wert von rund zehn Milliarden US-Dollar im Business-Bereich verkaufen.“ Das lässt die Platzhirsche in diesem Bereich, sprich Microsoft, Dell, Lenovo und HP, alt aussehen. Jedenfalls dürfte Apple mit diesem klasse Studienergebnis für sein iPad die für seine iCloud einkassierte Fünf im „Computer Bild“-Test locker verschmerzen J Lesen Sie mehr über den Siegeszug von Mac und iPad im Büro im „Mac Life“-Beitrag „Analysten: Apple wird Microsoft, Dell und Co. im Business-Bereich gefährlich“

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