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23. Mai 2014
AUTOR: Businesscloud.de
Business_Cloud

– Google und Amazon: Wolkiger Preiskampf –

„Die Welt in Zahlen“ gibt es alle Monate wieder im Wirtschaftsmagazin „brandeins“. Dort erfahren wir dann viel Kurioses, beispielsweise, dass 13 Prozent der US-Amerikaner „räumlich getrennt von ihrem Handy schlafen“ – aber 16 Prozent von ihrem Partner. Oder dass das „Passwort für den Abschuss der US-amerikanischen Atomraketen zwischen 1962 und 1977“ aus acht Nullen bestand. (Auch wir berichteten über dieses „Atomare Damoklesschwert“.) Aktuell gibt es nun wieder eine Zahl, die aufgrund ihrer Skurrilität eigentlich ein Muss für die brandeins’sche Zahlenweltrubrik ist: Amazon Web Services (AWS) hat „auf seinem AWS Summit 2014 in San Francisco seine insgesamt 42ste Preissenkung an[gekündigt]. Die Preise für Amazon S3 werden demnach im Schnitt um weitere 51 Prozent gesenkt.“ Preisreduzierung Nummer 42 (!?!) war die Antwort auf die Strategie von Google, das sich mit „einer radikalen Preisreduzierung […] attraktiver gegenüber den Amazon Web Services aufstellen [will]. Die Preise für den Big Data Analytics Service BigQuery werden daher um satte 85 Prozent reduziert. Der Preis für Cloud Storage Service fällt um bis zu 65 Prozent. Die Kosten für die virtuellen Maschinen der Compute Engine werden für alle Regionen, Typen und Größen um bis zu 32 Prozent gesenkt.“ Kaum zu glauben, aber wahr, wie Sie im „Computerwoche“-Beitrag „Cloud im Business: Datenkrake Google lernt nicht hinzu“ nachlesen können

– Google Cloud für Business-Kunden? –

Nun, „wenn sich zwei streiten, freut sich der Dritte“, also der Kunde! Doch wer meint, dass bei Google aufgrund seiner drastischen Cloud-Kosten-Senkungsmaßnahmen nun die Kunden Schlange stehen, der irrt. Zumindest Business-Kunden schauen eben nicht allein auf den Preis, sondern zum Beispiel auch in die Nutzungsbedingungen der Google Cloud Platform. Dort findet sich in den Lizenzvereinbarungen eine Passage, die nichts anders bedeutet als dass „Google sich das Recht einräumt, sämtliche Applikationen und Kundendaten für bestimmte eigene Zwecke zu verwenden. Da diese Zwecke nicht weiter spezifiziert beziehungsweise eingeschränkt sind, rät Crisp Research Unternehmen und professionellen Entwicklern von jeglicher Nutzung des Service ab, um rechtliche Probleme mit den eigenen Kunden zu vermeiden.“ Fazit: „Trotz angeblich 4,75 Millionen aktiven Applikationen und täglich 6,3 Billionen Datenabfragen [auch das wären Zahlen für brandeins!], ist die Google Cloud Platform derzeit keine Option für Unternehmenskunden.“ Doch Google ist offensichtlich wild entschlossen, dem derzeitigen Marktführer Amazon Paroli zu bieten. So hat sich das Unternehmen jetzt mit Red Hat zusammengetan. Details dazu lesen Sie im „netzwoche“-Beitrag „Partnerschaft mit Red Hat – Google kämpft um Cloud-Kunden“

– Business Cloud für höhere Flexibilität –

Was lernen wir daraus? Billig ist eben nicht unbedingt preiswert, also im Wortsinne: seinen Preis wert. Das gilt auch und insbesondere für die Business Cloud. Denn für Unternehmen sind in Sachen Cloud andere Faktoren ausschlaggebend: angefangen von mehr Flexibilität und Innovationskraft über eine höhere Verfügbarkeit und Sicherheit bis hin zu einer größeren Prozesseffizienz, die sich dann wiederum positiv auf die Kosten auswirkt. Ein schönes Beispiel für einen im wahrsten Sinne des Wortes »vorteilhaften« Business-Cloud-Einsatz ist der Baustofffachhändler Faßbender Tenten, der „gemeinsam mit P. W. Hieronimi und dem Bauzentrum Friedrich Mies einen großen Teil seiner IT – etwa Windows-Arbeitsplätze oder das Warenwirtschaftssystem – in unsere Business Cloud ausgelagert [hat]“. Das Ergebnis ist deutlich mehr Flexibilität, Zeit- und damit Kostenersparnis, wie Thomas Richter, Geschäftsführer bei Faßbender Tenten berichtet: „Durch die Desktops aus der Cloud können wir heute flexibler auf personelle Veränderungen reagieren […] Das spart nicht nur Zeit, sondern macht sich auch bei den IT-Kosten bemerkbar.“ Mehr dazu erfahren Sie im „IT-Mittelstand“-Artikel „IT-Outsourcing in Pironet-Cloud: Baustoffhändler vertrauen auf Business Cloud“ … PS: Hier handelt es sich übrigens um eine Community Cloud, die laut Crisp Research an Bedeutung gewinnen wird. Lesen Sie dazu auch unseren Blogbeitrag „Cloud con Variazioni“!

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