Meinungen
Cloud Computing kann den Weg zur digitalen Transformation ebnen
Mehr Erfahren
Allgemein
Privacy Shield – Schutzschild mit Schlupflöchern?
Mehr Erfahren
News
Datenschutz – nicht auf die (Fels-)Wanddicke kommt es an
Mehr Erfahren
Studien
Der ITK-Budget-Benchmark: IT-Ausgaben im Vergleich
Mehr Erfahren
News
27. September 2016

Datenschutz – nicht auf die (Fels-)Wanddicke kommt es an

Datenschutz – nicht auf die (Fels-)Wanddicke kommt es an Daten im Felsverlies: sicher, aber nicht geschützt Fort Knox liegt in Amerika, richtig? Ja! Aber das ist nur die halbe Wahrheit. Es gibt nämlich auch ein Schweizer Fort Knox: Unter dem Namen „Swiss Fort Knox“ hat der Zuger Anbieter Mount10 „zwei Rechenzentren in ehemaligen Militärfestungen im Berner Oberland eingerichtet. Tief im Bergfels hinter schweren Türen und biometrischen Kontrollen stehen dort Server für Kunden aus 30 Ländern“, wie Sie hier genauer nachlesen können. „Ob Solarsturm oder nationaler Stromausfall, nichts könnte den Betrieb stören“ – also höchste Datensicherheit. Aber nicht unbedingt höchster Datenschutz. In diesem Sinn sagt der Zürcher Rechtsanwalt Martin Steiger, der sich mit IT-Rechtsfragen befasst, der Süddeutschen Zeitung: „Daten sind stets angreifbar, egal wo sie gelagert sind.“ Wenn Privatleute „Bilder von der Geburt der Kinder, Kreditkarteninformationen, Doktorarbeiten“ in „Swiss Fort Knox“ auf externen Festplatten einlagern, dann mögen diese Daten im wahrsten Sinne des Wortes »bombensicher« sein. Aber wenn ein amerikanischer Cloud-Anbieter seine Server in das Schweizer Datenverlies stellt? Dann muss er im Falle des Falles die Daten seiner Kunden an die US-Behörden herausgeben. Denn: Keine noch so dicke Felswand kann Daten vor dem Zugriff der NSA schützen! Serverstandort Deutschland für höchsten Datenschutz Allerdings haben amerikanische Cloud Provider offensichtlich doch etwas bessere Karten in Sachen Datenschutz, wenn ihre Server in einem EU-Land (oder eben der Schweiz) stehen. So hat Microsoft nach zwei Jahren Rechtshändel „um den Zugriff auf Nutzerdaten einen wichtigen Sieg gegen die US-Regierung errungen.“ Ein US-Berufungsgericht hat im vergangenen Juli „eine Anordnung der Vorinstanz aufgehoben, mit der Microsoft zur Herausgabe von Nutzerdaten aus einem europäischen Rechenzentrum gezwungen werden sollte“, wie Sie einer „heise-online“-Meldung entnehmen können. Das ist einerseits erfreulich. Andererseits: Zwei Jahre Rechtsstreitigkeiten um die Herausgabe von firmeneigenen Daten?! Da fragt sich, ob man nicht lieber gleich seine Daten in die Cloud eines Anbieters aus EU-Landen oder der Schweiz gibt. Bei PIRONET können Sie sicher sein, dass Ihre Daten in einem deutschen Rechenzentrum, also auf deutschen Servern liegen – vielleicht nicht umgeben von dicken Felswänden, aber aufgrund der für uns geltenden deutschen Datenschutzgesetze sicher geschützt vor NSA-Zugriffen. „Made in Germany“ allein reicht nicht Als „Software Hosted in Germany“-Partner des Bundesverbandes IT-Mittelstand e.V. (BITMi) haben wir es schwarz auf weiß für unsere Kunden, dass wir ein deutsches Unternehmen sind, „ welches Hosting-Lösungen in Deutschland selbst anbietet und somit dem deutschen Recht, insbesondere dem Datenschutzrecht, BGB und HGB, unterliegt“. Lesen sie dazu (nochmals) die „IT-Business“-Meldung vom April dieses Jahres. Allerdings reicht „Made in Germany“ allein als Entscheidungskriterium für Cloud-Kunden nicht aus. Zwar gilt deutscher Standard als Wettbewerbsvorteil im internationalen Vergleich. Und eine „qualitative Abgrenzung mit dem Qualitätssiegel ‚Made in Germany‘, die dem Kunden Datenschutz nach deutschem Recht garantiert, bleibt auch in Zukunft ein wichtiges Entscheidungskriterium. Für eine erfolgreiche Positionierung gegenüber den Marktführern sind allerdings weitere Qualitätsfaktoren – wie Angebots- und Preisflexibilität, Verfügbarkeit, Skalierbarkeit in Kombination mit Kundennähe – ebenso wichtig und sollten daher niemals in den Hintergrund geraten.“ Dieser Meinung von Klaus Kühnel, Business Development Manager bei Telehouse Deutschland, schließen wir uns an und empfehlen Ihnen seinen „Funkschau“-Artikel „Cloud-Computing: Made in Germany – Gütesiegel oder Buzzword?“, zur Lektüre.
News
20. September 2016

Digitaler Arbeitsplatz mit Desktop as a Service (DaaS)

Digitaler Arbeitsplatz mit Desktop as a Service (DaaS) – die Zukunft hat bereits begonnen Workplace-Modernisierung? Ja! Aaaber … „Der Mensch ist ein Gewohnheitstier“ – das wusste bereits der deutsche Schriftsteller Gustav Freytag im 19. Jahrhundert. Eine Ergänzung hat dieses Zitat in der heutigen Zeit durch den Schauspieler Jens Roth erfahren, der hinzufügt: „Er klammert sich lieber an das alte Schlechte, anstatt für neues Gutes offen zu sein.“ Stimmt! Aktuelles Beispiel ist der neue Anspruch an den Arbeitsplatz: „Any Place, Any Time“. Moderne Devices, geräteunabhängige Bereitstellung von Applikationen und Dokumenten – laut IDC-Studie „Advanced Workplace Strategies in Deutschland 2016“ sehen nicht „nur Anwender, sondern auch IT-Verantwortliche […] die Modernisierung der IT-Arbeitsplätze als wichtiges Handlungsfeld an“. Und fast die Hälfte (46 Prozent) der Young Professionals „zählen die Workplace-Modernisierung zu den drei wichtigsten Aufgaben der Unternehmens-IT in den kommenden zwei Jahren“. Aaaber: Wenn es um die Umsetzung geht, dann bricht das Gewohnheitstier durch! „So führen 28 Prozent der Mitarbeiter ihren mangelnden Willen zu Veränderungen als Hürde bei der Workplace-Modernisierung an […].“ Mehr über dieses paradoxe Verhalten und weitere Studienergebnisse lesen Sie in der Pressemitteilung, die IDC zur aktuellen Workplace-Studie herausgegeben hat. Desktop as a Service (DaaS) im Mittelstand zunehmend beliebt Doch Gewohnheitstier hin oder her – die Mitarbeiter werden im Hinblick auf ihren Arbeitsplatz bald einsehen (müssen), dass sie sich nach dem im 18. Jahrhundert lebenden Gelehrten Georg Christoph Lichtenberg richten müssen, der sinngemäß Folgendes gesagt haben soll: „Ich weiß nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll.“ Was auf jeden Fall dringend anders werden muss, ist, dass „Anwender nur auf 52 Prozent der für sie relevanten Applikationen geräteübergreifend Zugriff [haben]“. Arbeitsplätze müssen also dringend virtualisiert werden – Stichwort Desktop as a Service (DaaS). Laut IDC-Studie ist die bisherige DaaS-Zurückhaltung, gerade von mittelständischen Firmen, Vergangenheit – „so will jeder dritte befragte mittelständische Betrieb in den kommenden 12 Monaten virtuelle IT-Arbeitsplätze in die Public Cloud verlagern. Hosting der DaaS aus deutschen Rechenzentren, geringere Initialkosten und weniger Komplexität als beim Aufbau einer eigenen VDI-Umgebung sowie die zu erwartende steigende Mitarbeiterproduktivität machen das Delivery Modell attraktiv.“ Diesen Worten von IDC können wir uns nur anschließen. Welche weiteren Vorteile DaaS für den Mittelstand bietet, lesen Sie auf unserer Website im Menü „Desktop as a Service für den Mittelstand“. Digitaler Arbeitsplatz – klarer Wettbewerbsvorteil Auch eine aktuelle Studie von Host Europe zeigt, „dass die Möglichkeiten für ein digitales Arbeiten im Home Office meist besser sind als am Arbeitsplatz im Büro“. Doch wer »Hightech« von zuhause gewöhnt ist, der will im Büro nicht mit »Technik von gestern« arbeiten. Anders formuliert: Im »War for Talents« haben die Unternehmen die Nase vorn, die zeitgemäße IT-Arbeitsplätze bieten, mit denen ihre Mitarbeiter effizient und flexibel – unabhängig von Ort und Gerät – arbeiten können. Daher empfiehlt Reiner Louis, Sprecher der Geschäftsführung bei Computacenter Deutschland: „Wer noch überwiegend mit veralteten Strukturen arbeitet, sollte also schnellstmöglich eine umfassende Digitalisierungsstrategie erstellen und dabei alle Bereiche des Unternehmens einbeziehen.“ Lesen Sie hier den gesamten „silicon.de“-Blogpost von Reiner Louis „Digitalisierung des Arbeitsplatzes: Tablets für den Vertrieb – das reicht nicht.“ Digital Workplace: Aktuelle Studie von Crisp Research Nicht zuletzt wollen wir Sie noch auf eine aktuelle Studie hinweisen, die Crisp Research im Auftrag von Citrix durchgeführt hat. Demnach könnte ein „konsequenter flächendeckender Einsatz des Digital Workplace […] positive Effekte auf die Volkswirtschaft in Höhe von rund 84,2 Milliarden Euro haben“, wie Sie im „Kroker’s Look @ IT“-Bericht „Arbeitsplatz der Zukunft: Mehr Flexibilität für Beschäftigte, weniger Kosten für Firmen“ genauer nachlesen können. Mehr Ergebnisse über die Studie finden Sie in einer Citrix-Pressemitteilung, in der Dirk Pfefferle, Area Vice President von Citrix in Zentral- und Osteuropa, mit folgenden Worten zitiert wird: „Bei mobilen Arbeitsplatzkonzepten steht und fällt alles mit der IT-Infrastruktur: Lange Ladezeiten oder komplexe Log-In-Prozeduren für den Zugriff auf wichtige Dokumente sind echte Motivations-Killer. Und ohne eine moderne Nutzerführung hat selbst eine gut integrierte und sichere Collaboration- oder Workplace-Lösung keine Chance.“ Stimmt! 🙂 Die aktuelle Studie „The Adaptive Workplace – Arbeiten im 21. Jahrhundert“ können Sie bei Crisp Research anfordern.
News
13. September 2016

KMU: Nase vorn bei Cloud und neuen Geschäftsmodellen

KMU: Nase vorn bei Cloud und neuen Geschäftsmodellen Mittelstand im Cloud-Einsatz „agil und zukunftsorientiert“ Mailen Sie noch oder chatten Sie schon? Offensichtlich ist die E-Mail, die doch längst von Chat-Programmen hätte abgelöst sein sollen, immer noch das Kommunikationsmedium Nummer eins in deutschen Unternehmen – und die tägliche E-Mail-Flut ein ernstes Problem. So sollen laut einer Studie Führungskräfte rund 30.000 E-Mails pro Jahr erhalten (das wären über 100 an jedem Arbeitstag!), Tendenz steigend. Auch die aktuelle Studie von Unify „The Way we Work“ zeigt, dass die E-Mail in Deutschland bei einem Großteil der Befragten „als wesentliches Arbeitsmittel“ gilt. Während jedoch drei Viertel der großen Betriebe (74 Prozent der Befragten) munter Mails versenden, sind es in KMU nur zwei Drittel (63 Prozent), die auf E-Mail-Kommunikation setzen. Heißt das, dass KMU fortschrittlicher sind, was den Einsatz neuer Kommunikationstechnologien anbelangt? Offensichtlich! Denn ein weiteres Studienergebnis lautet: „Rund zwei Drittel (67 %) der Wissensarbeiter in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Deutschland nutzen heute On-Demand-Tools, also Internet- oder Cloud-basierte Technologie in ihrem geschäftlichen Alltag. Damit liegen die KMU vor Unternehmen mit 500 oder mehr Mitarbeitern, dort sind es hierzulande rund 63 Prozent. Der Mittelstand zeigt sich hier also agil und zukunftsorientiert“, wie Sie im „CRN.de“-Beitrag „Unify-Studie: Cloud-Technologien bei KMU ganz vorne“ genauer nachlesen können. Einführung neuer Geschäftsmodelle: Deutsche KMU liegen vorne Dass KMU in Sachen Cloud-Einsatz aktuell ordentlich Gas geben, ist auch aus dem „KMU Barometer 2016“ abzulesen, einer internationalen Studie des Marktforschungsinstituts Pb7 im Auftrag von Exact Software. „Demnach nutzt 2016 die Hälfte aller deutschen KMU Geschäftsanwendungen aus der Cloud. 2015 waren es gerade einmal 31 Prozent.“ Trotz dieser fast hundertprozentigen Wolkenzunahme ist Deutschland das „ Schlusslicht im internationalen Vergleich: Dort nutzen rund 61 Prozent Cloud Computing Software für ihr Business. In Spanien und den Niederlanden sind es sogar 70 und mehr Prozent.“ Wenn es jedoch um die „aktive Einführung neuer Geschäftsmodelle“ geht, haben deutsche KMU laut Exact-Studie die Nase vorn: „58 Prozent der hierzulande Befragten führen aktiv neue Geschäftsmodelle ein – versus nur 54 Prozent im internationalen Durchschnitt. Nur Spanien liegt bei diesem Trend [mit 60 Prozent] noch vor Deutschland […].“ Mehr dazu lesen Sie im „SaaS-Magazin“-Artikel „Einführung neuer Geschäftsmodelle“. Cloud im Mittelstand: zunehmend bewölkt Die Erklärung für diesen Trend liegt auf der Hand: Während es früher hieß „Wer nicht wirbt, stirbt“ (Henry Ford), lautet die Devise zu Beginn des 21. Jahrhunderts: Wer heute nicht digitalisiert, ist morgen nicht mehr da. So betrachten laut aktuellem KMU-Barometer „viele Unternehmen neue Geschäftsmodelle als Erfolgs- oder sogar Überlebensfaktor […]. 35 Prozent der Unternehmen in Deutschland (und auch international) glauben, dass sie ohne die Optimierung ihrer Geschäftsmodelle in den kommenden fünf Jahren vom Markt verschwinden würden.“ Und weil Cloud Computing die Basis der Digitalisierung ist, lässt sich aktuell im Mittelstand ein regelrechter Run in die Cloud ausmachen, wie auch die aktuelle Techconsult-Studie „Security Bilanz Deutschland“ belegt: „Nur wenige Unternehmen geben an, dass das Thema Cloud derzeit und auch zukünftig für sie keine Rolle spielt. Die meisten Unternehmen haben entweder schon konkrete Planungen und stehen vor der Einführung. Weitere sehen, dass das Thema zukünftig interessant für sie werden könnte.“ Weitere Informationen dazu finden Sie im „heise.de“-Bericht „Security Bilanz Deutschland: Mittelstand vertraut Security aus der Cloud“.
Meinungen
08. September 2016

Cloud Computing kann den Weg zur digitalen Transformation ebnen

Cloud Computing kann den Weg zur digitalen Transformation ebnen Ein Beitrag von Joachim Hackmann, Principal Consultant bei PAC   Lange Zeit haftete dem Cloud Computing eine gehörige Portion Skepsis an, insbesondere im deutschen Mittelstand. Das hat sich weitgehend geändert. Natürlich gibt es nach wie vor Unternehmen, die einen weiten Bogen um Cloud-basierende Infrastrukturservices (IaaS, Infrastructure as a Service) und Anwendungen (SaaS, Software as a Service) machen, doch nur noch wenige tun dies aus einer grundsätzlichen (bisweilen dogmatischen) Ablehnung heraus. Wo die Cloud noch keinen Einlass findet, stehen heute zumeist rechtliche und datenschutzrechtliche  Beschränkungen im Wege. Die meisten Firmen zeigen mittlerweile großes Interesse an der Cloud oder bedienen sich schon aus dem großen Pool der IaaS- und SaaS-Dienste.   In der Cloud-Reife hinkt Deutschland einigen Ländern deutlich hinterher. Oder positiv ausgedrückt: Es ist viel Luft nach oben. Dargestellt ist der Anteil der Cloud-Ausgaben an den gesamten IT-Service-Ausgaben.   Deutsche Datacenter fördern Cloud-Akzeptanz Nach Beobachtungen von PAC haben zwei wesentliche Entwicklungen den Sinneswandel bewirkt: Zum einen ist das Angebot an Cloud-Lösungen, die in deutschen Rechenzentren betrieben werden, erheblich gestiegen. Eine bedeutende Signalwirkung ging sicher von internationalen Schwergewichten wie Microsoft, Salesforce, SAP und Amazon Web Services (AWS) aus, die ihre lokalen Datacenter-Kapazitäten aus- und aufgebaut haben. Sie ergänzen schon länger verfügbare Cloud-Alternativen von lokalen, Mittelstands-affinen Anbietern wie etwa PIRONET.   Cloud als Enabling-Technologie für die Digitalisierung Zum anderen befeuert der Trend zur digitalen Transformation das Interesse am Cloud Computing. Je tiefer digitale Techniken im Zuge von diversen IoT-Initiativen (Connected Car, Industrie 4.0, Omnichannel, Smart Logistics etc.) in die Geschäftsabläufe vordringen, desto schneller, flexibler, innovativer und agiler müssen Firmen auf veränderte Markt- und Kundenanforderungen reagieren. Dafür bieten Cloud-basierende Dienste in der Regel die besten Voraussetzungen, und zwar unter folgenden Aspekten: Skalierbarkeit: Ganz augenscheinlich ist dies vor allem beim Sammeln, Speichern, Verarbeiten und Auswerten von großen Datenmengen. Storage- und Computing-Kapazitäten können kurzfristig hinzugefügt und abgeschaltet werden. Zudem können Firmen mit kleinen Testinstallationen und Pilotprojekten starten und sukzessive Kapazitäten ausbauen. Sicherheit: Der Betrieb von Cloud-Rechenzentren ist Kerngeschäft der Provider. Sie bieten einen stets aktuellen Schutz der Installationen und Daten. Verfügbarkeit: Cloud-Provider haben ein ureigenes Geschäftsinteresse an der ständigen Verfügbarkeit ihrer Installationen und beschränken Wartungsfenster auf ein Minimum in verkehrsarmen Zeiten. Aktualität: Weil Cloud-Applikationen zentral betrieben werden, sind Update-Zyklen sehr kurz getaktet. Funktionale Neuerungen und gesetzliche Anpassungen (etwa Compliance-relevante Anforderungen) stehen allen Nutzern sofort zur Verfügung. Integration: Standardschnittstellen zu vielen vorhandenen Applikationen und IT-Umgebungen gewährleisten eine zügige Integration. Zugegebenermaßen funktioniert das nicht immer out-of-the-box. Erprobte Lösungen: Anwenderunternehmen müssen keine neuen Funktionen und Prozesse konzipieren und entwickeln. Für viele geforderte Anwendungen gibt es bereits Best-of-Breed-Lösungen. Schnelligkeit: Gerade im IaaS-Umfeld stehen Lösungen zeitnah zur Nutzung bereit. Die Provider bieten zunehmend Templates, die die Umsetzung beschleunigen. Kosten: Investitionskosten entfallen beziehungsweise reduzieren sich. Große Einführungsprojekte, wie sie vor Jahren etwa im SAP-Umfeld gang und gäbe waren, gibt es in der Cloud nicht. Agilität: Kapazitäten aus der Cloud lassen sich schnell zuschalten, aber auch schnell abschalten.   Im Detail zeigt sich das Für und Wider Natürlich ist die obige Argumentation etwas „holzschnitzartig“. Im Detail beziehungsweise im Einzelfall kann sich etwa zeigen, dass die langfristige Kostenbetrachtung für eine Inhouse-Lösung spricht, oder dass die Integration doch nicht so einfach ist, weil die Standard-Cloud-API nicht zur speziellen ERP-Implementierung passt. Zudem sind viele Geschäftsmodelle von mittelständischen Anbietern so individuell, dass der Cloud-Markt einfach keine passende Lösung vorhält. Oder vorhandene Cloud-Dienste müssten über jegliches vernünftige Maß hinaus verändert werden, um sie passend zu machen. Dennoch dürfte es in vielen Unternehmen einige Abläufe und Prozesse geben, die infolge der digitalen Transformation entstehen und die durch Cloud-Lösungen abgebildet werden können. Deswegen sollten sich mittelständische CIOs und Fachbereichsleiter zumindest im umfangreichen Cloud-Portfolio lokaler Anbieter nach geeigneten Lösungen umsehen. Falls sie fündig werden, kann es die Arbeit deutlich erleichtern.
News
06. September 2016

Private, Public, Hybrid – die Cloud wächst und wächst

Private, Public, Hybrid – die Cloud wächst und wächst Datensicherung sicherer in der Cloud Wo haben Sie denn Ihre ganzen Urlaubsfotos hingespeichert? Wer jetzt mit „natürlich nicht in die Cloud!“ antwortet, weil er meint, dass die Bilder nur auf der eigenen Festplatte wirklich sicher sind und nicht abhandenkommen können, hat noch nie etwas von „Ransomware“ gehört. Das englische Wort „ransom“ heißt „Lösegeld“, und das wird von Ihnen gefordert, wenn Sie sich eine bestimmte Schadsoftware auf Ihrem heimischen PC eingefangen haben. Dann passiert Folgendes: „Sämtliche Dateien – Fotos, Word- und Excel-Dokumente, die Musik-Sammlung – werden verschlüsselt und sind damit nicht mehr nutzbar. […] Nur wer den Schlüssel besitzt, kann das Schloss öffnen. Den Schlüssel aber haben die Angreifer.“ Was Sie in diesem Fall tun sollten, erfahren Sie im „SZ“-Beitrag „So funktioniert Erpresser-Software“. Dass also der heimische Rechner respektive das Firmen-Rechenzentrum nicht Fort Knox sind, sollte sich inzwischen herumgesprochen haben. Hat es auch, zumindest in den Unternehmen. Hinzu kommt: „Daten in die Cloud auszulagern, spart Kosten und erhöht die verfügbare Speicherkapazität.“ Konkret kann Storage in einer Hybrid Cloud viele Vorteile bringen, ein „hybrid-betriebener SQL-Server [kann] im Katastrophenfall [gar] das Geschäft retten!“ Was es beim Thema „Hybride Storage-Lösungen“ zu beachten gilt, verrät Ihnen Achim Herber, Executive Vice President Deutschland & UK beim IT-Dienstleister Comparex, in seinem „Computerwoche“-Artikel „Sinnvoll in der Wolke speichern“. Wie geht’s der Hybrid Cloud? Wie es weltweit um die Hybrid Cloud steht, das hat jetzt Veritas Software in Zusammenarbeit mit der amerikanischen PR-Agentur Cicero Group herausgefunden – mit der Befragung von „weltweit 1.800 IT-Führungskräfte[n] in Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern und mit mindestens 75 Terabyte verwalteter Daten. 250 Teilnehmer kamen aus Deutschland.“ Die gute Nachricht zuerst – der Cloud-Mix wird immer beliebter: „38 Prozent der Workloads werden in einer Private Cloud betrieben, 28 Prozent in einer Public Cloud. Laut der Studie werden sich diese Zahlen in den kommenden zwölf Monaten voraussichtlich um sieben beziehungsweise 18 Prozent erhöhen.“ Die schlechte Nachricht im Hinblick auf die Public-Cloud-Nutzung ist, dass Deutschland hier im globalen Vergleich das Schlusslicht bildet: „Deutsche Unternehmen liegen in dieser Kategorie hinter den Befragten aus anderen Ländern zurück: Lediglich 40 Prozent verlassen sich hierzulande auf Public Clouds“, wie Sie im „DataCenterInsider“-Artikel „Veritas-Studie zur Hybrid Cloud“ genauer nachlesen können. Public Cloud für Behörden?! Aber ist das tatsächlich eine schlechte Nachricht? Deutsche Firmen sind eben, und das ist durchaus positiv, eher vorsichtig, wenn es um das Auslagern von Daten geht. Ein Grund für die großen Public-Cloud-Anbieter wie „AWS, Microsoft und Google“ in puncto Sicherheit aufzurüsten, „um über Rechenzentren in Deutschland und andere Maßnahmen ihre Lösungen sicherer zu machen und Vertrauen aufzubauen“. Somit soll sogar die Public Cloud bei einer »Branche« in Frage kommen, die für besonders hohe Sicherheitsbestimmungen bekannt ist: Lesen Sie dazu den „eGovernment-Computing“-Bericht „Wechsel in die Public Cloud wird für Behörden attraktiver“. Gartner zum Cloud-Markt: „Cloud-only“ statt „Cloud-first“ Ob Private Cloud, Public Cloud, Hybrid Cloud – in ein paar Jahren wird ohnehin der gesamte Software-Himmel voller Wolken hängen, wie Gartner aktuell prognostiziert: „Bis zum Jahr 2020 werden viele Softwarehersteller ‚Cloud-first‘-Strategien durch ‚Cloud-only‘ ersetzen […]. Der Markt für IaaS und PaaS wachse weiter zweistellig, eine ‚No-Cloud‘-Policy werde in Unternehmen bald ebenso selten sein wie heute eine ‚No-Internet‘-Strategie.“ Das heißt konkret: Statt firmeneigenes „Software Defined Data Center“ ist in Zukunft Multi-Provider-Management angesagt. Mehr dazu lesen Sie im „Computerwoche“-Beitrag „Cloud Computing im Jahr 2020 – Gartner: Cloud-only verdrängt Cloud-first“. PS: Auch wenn die Zukunft in der Wolke liegt: Bei Ihren Urlaubsbildern müssen Sie nicht unbedingt „Cloud-only“ verfahren. Um sich gegen Software-Erpresser zu schützen, reicht »Cloud-additional« 😉
Allgemein
01. September 2016

Privacy Shield – Schutzschild mit Schlupflöchern?

Privacy Shield – Schutzschild mit Schlupflöchern? Privacy Shield - Schutzschild mit Schlupflöchern? Die Regelungen des „EU-US Privacy Shield“ für den Transfer personenbezogener Daten in die USA sind zum 1. August 2016 in Kraft getreten. Vorausgegangen waren monatelange Verhandlungen zwischen europäischen Datenschutzbehörden, EU-Kommission und US-Regierung. Sie wurden notwendig, nachdem der so genannte Angemessenheitsbeschluss der EU-Kommission zum Datentransfer in die USA – auch als „Safe-Harbor-Abkommen“ bekannt – vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) im November 2015 für ungültig erklärt worden war. Laut Urteil des EuGH war der europäische Datenschutz-Standard mit Safe Harbor nicht hinreichend gesichert. Der erste Privacy-Shield-Entwurf der Kommission wurde im Februar 2016 veröffentlicht. Die in der Artikel-29-Datenschutzgruppe zusammengeschlossenen Datenschutzbehörden aller EU-Mitgliedsländer fanden darin zahlreiche gravierende Mängel, die sie im April in einer Stellungnahme beanstandeten. Auch der im Juli von der Kommission verabschiedete, überarbeitete Entwurf stieß auf erhebliche Kritik von Datenschützern. Bemängelt wurde unter anderem, dass es sich beim US-EU Privacy Shield nicht um einen rechtlich verbindlichen Vertrag handelt, sondern lediglich um briefliche Zusicherungen der US-amerikanischen Bundesregierung, die Garantien und Beschränkungen für den Datenzugriff durch US-Behörden beinhalten. Jedoch seien anlasslose Massenüberwachungen von EU-Bürgern durch US-Geheimdienste weiterhin zulässig und unterlägen keinerlei Verhältnismäßigkeitsprüfungen. Wie funktioniert Privacy Shield in der Praxis? Privacy Shield bietet keine pauschale Ermächtigungsgrundlage für den Datentransfer in die USA. Datenimportierende Unternehmen müssen sich zunächst gemäß den in Privacy Shield festgelegten Bedingungen zertifizieren lassen. Hierfür tragen sie sich – analog zur Vorgehensweise bei Safe Harbor – in eine Liste des US-Handelsministeriums ein und verpflichten sich, die Regularien des Privacy Shield einzuhalten. Diese sind seit dem 1. August 2016 anwendbar. Von diesem Zeitpunkt an führt das US-Handelsministerium Zertifizierungen datenimportierender Unternehmen durch. Wie geht es weiter? Die Artikel-29-Datenschutzgruppe ist mit der neuen Vereinbarung nicht zufrieden, hatte aber mit Blick auf die Kommissionsentscheidung kein Stimm- oder Vetorecht. Trotz ihrer erheblichen Bedenken wollen die Datenschützer Privacy Shield vorläufig akzeptieren – bis zur ersten Evaluierung nach zwölf Monaten. Hierfür fordern die Datenschutzbehörden den direkten Zugang zu allen erforderlichen Informationen inklusive aller Daten, die von Behörden gesammelt und übermittelt wurden. Sie wollen zudem die Nutzer darin unterstützen, ihre Rechte unter dem Privacy Shield wahrzunehmen, insbesondere im Hinblick auf mögliche Beschwerden, und Unternehmen wie Institutionen über ihre Pflichten beim Datentransfer in die USA informieren. Der jetzige Datenschutzschild unterscheidet sich offensichtlich nicht wesentlich von seinem Vorgänger Safe Harbor. Es ist daher nicht auszuschließen, dass der EuGH sich nach der im August 2017 anstehenden Evaluierung von Privacy Shield erneut mit dem Transfer personenbezogener Daten in die USA befassen muss – und wie schon im Fall Safe Harbor zu dem Schluss kommt, dass die Regelungen den europäischen Datenschutzstandards nicht genügen.
News
30. August 2016

Cloud Vendor Benchmark 2016: Cloud-Boom im deutschen Mittelstand

Cloud Vendor Benchmark 2016: Cloud-Boom im deutschen Mittelstand Schöne neue digitale Arbeitswelt Gehen Sie noch selbst ins Büro? Falls ja, dann sind Sie ja sowas von 20. Jahrhundert! 😉 Heute schickt man doch sein „Double“ zum Arbeiten: einen „Telepräsenzroboter oder genauer gesagt [ein] iPad auf einem Segway“. Das tut zumindest Christopher Loos, der das Hamburger Büro der Digitalagentur Netzkern mit Sitz in Wuppertal leitet. „Wenn Loos mit dem Netzkern-Gründer und Vorstand Daniel Schulten sprechen will, schaltet er seinen Rechner in Hamburg an und verbindet ihn mit dem fahrbaren Gestell im Wuppertaler Büro. Dann manövriert er den Roboter von der Hansestadt aus durch das große Loft des nordrhein-westfälischen Standortes.“ Kein Wunder, dass alle von dem 2.000 Euro teuren Roboter begeistert sind. Sie nicht? Sie können sich nicht vorstellen, dass so unsere schöne neue digitale Arbeitswelt aussehen wird? Warten Sie es ab! Vor nicht einmal zehn Jahren hätte wahrscheinlich auch keiner gedacht, dass Cloud Computing bald so selbstverständlich sein wird wie Strom aus der Steckdose. Lesen Sie deshalb hier den „t3n“-Bericht: „Diese Hard- und Software-Lösungen werden das Büro der Zukunft prägen“. Rasantes Cloud-Wachstum bis 2019 Dass es in Deutschland »zunehmend bewölkt« wird, zeigt die neue Studie „The Booming Cloud Opportunity“ von IDC und Microsoft: „Die Umsätze im Public-Cloud-Markt sollen bis 2019 […] sechsmal schneller wachsen als die allgemeinen IT-Ausgaben, so IDC. Den größten Anteil nehmen dabei Software-as-a-Service-Lösungen (SaaS) ein; allerdings sollen Plattformen (PaaS) und Infrastrukturen (IaaS) in den kommenden fünf Jahren mehr als doppelt so schnell wachsen.“ Laut den Marktforschern ist einer der Gründe für das rasante Wolkenwachstum in der abnehmenden Zahl der Cloud-Verweigerer zu suchen: „Nur noch acht Prozent der Unternehmen haben kein Interesse an Cloud-Services (2014 waren es noch 21 Prozent). Dagegen haben rund 80 Prozent bereits Cloud-Dienste ausgerollt oder planen das in naher Zukunft.“ Somit zieht IDC ein rundum positives Fazit – auch für die Cloud in Deutschland: „Deutsche Unternehmen adaptieren die Cloud zunehmend, und schon in wenigen Jahren wird sie auch in der Unternehmens-IT hierzulande die Norm sein“, wie Sie im „IT-Business“-Artikel „Studie von IDC und Microsoft: Cloud-Dienstleister sind erfolgreicher“ nachlesen können. „Cloud Vendor Benchmark 2016“: PIRONET im Leader-Quadrant  der Kategorie „Managed Services für den Mittelstand“ Ein weiteres Zeichen für den deutschen Cloud-Boom sind die Ergebnisse des diesjährigen „Cloud Vendor Benchmark“ der Experton Group, bei dem die wichtigsten Cloud-Anbieter im deutschen Markt evaluiert und bewertet werden. In der siebten Auflage ihres unabhängigen Anbietervergleichs gibt es aufgrund des ungebrochenen Cloud-Wachstums „zum ersten Mal auch die Kategorie Managed Services für den Mittelstand“. 15 der 27 deutschen Managed-Services-Anbieter sind im Leader-Quadranten zu finden. Die Nase vorn hat hier T-Systems, gefolgt „von IBM, British Telecom und Cancom-Pironet“, wie Sie dem „silicon.de“-Artikel „Wie steht es um die Cloud in Deutschland?“ entnehmen können. Fazit: Auch der neue „Cloud Vendor Benchmark“ zeigt, dass die Cloud im Mittelstand boomt. „Getrieben wird der Cloud-Markt nach wie vor durch Trends der Digitalisierung sowie gegenwärtigen ICT-Trends wie etwa Big Data. Durch die Kombination von Cloud-Bereitstellungsmodellen und weiteren Entwicklungen wie der gesteigerten Anforderung nach Mobilität oder der sich stetig verbessernden semantischen Analyse, ergeben sich nicht selten neue Geschäftsmodelle.“ Oder eben Arbeitsmodelle – siehe oben 🙂 Detaillierte Informationen über die „7. Auflage des Experton Group Cloud Vendor Benchmarks“ finden Sie im gleichnamigen „it-daily“Bericht.
News
23. August 2016

Schokolade für mehr Datensicherheit

Schokolade für mehr Datensicherheit Süße Datensicherheit-Verführung „Ich mache ihm ein Angebot, das er nicht ablehnen kann“, sagt Marlon Brando alias Don Vito Corleone in „Der Pate“. Kennen Sie bestimmt, denn in der Liste der 100 besten Filmzitate (American Film Institute) steht „I’m going to make him an offer he can’t refuse“ auf Platz 2. Tja, jeder und alles hat seinen Preis. Für die Herausgabe des Passwortes liegt der bei einer Tafel Schokolade! Nein, das ist kein Witz, sondern das Ergebnis einer Social-Engineering-Studie von Forschern aus Deutschland und Luxemburg: „Fast jeder zweite Teilnehmer einer angeblichen Umfrage gab den Interviewern sein persönliches Passwort – wenn er direkt davor eine Tafel Schokolade bekommen hatte“, wie Sie im „Technology Review“-Beitrag „Passwort gegen Schokolade“ genauer nachlesen können. Diese Nachricht müsste viele IT-Administratoren die Haare zu Berge stehen lassen. Denn wer sich privat so einfach auf eine süße Datensicherheit-Verführung einlässt, der wird wohl am Arbeitsplatz nicht anders handeln. Jedoch soll gerade in Sachen Datensicherheit jetzt noch ein Gang höher geschaltet werden, wie die aktuelle Befragung der Toshiba Europe GmbH von rund 400 IT-Verantwortlichen aus mittelständischen und großen Unternehmen in Deutschland, Frankreich und Großbritannien zeigt: „81 Prozent aller Befragten waren der Meinung, dass im Hinblick auf zukünftige IT-Investitionen der Datensicherheit oberste Priorität eingeräumt werden sollte.“ Mehr dazu erfahren Sie im „business-on.de“-Bericht „Datensicherheit: Deutsche Unternehmen rüsten auf“. Sicherheitsbedenken bremsen Digitalisierung Die Toshiba-Studie zeigt auch, dass „die größte Bedrohung für die Unternehmenssicherheit in Cyberangriffen vermutet [wird].“ Nun, wir wissen jetzt, dass es schon helfen würde, wenn die IT-Verantwortlichen regelmäßig Schokolade an die Anwender verteilen würden, damit sie sorgsam mit ihren Passwörtern umgehen und Sicherheitsstandards einhalten 🙂 Nein, wir sollten damit nicht scherzen, denn das Thema Datensicherheit beziehungsweise Bedenken wegen Datensicherheit ist eine ernste Sache. Das geht aus der Studie „IT-Sicherheit im Rahmen der Digitalisierung“ hervor, die jetzt Bitkom Research im Auftrag der Bundesdruckerei GmbH unter 556 IT-Sicherheitsverantwortlichen von Unternehmen in Deutschland mit mehr als 20 Mitarbeitern durchgeführt hat. Laut dieser Studie sind „IT-Sicherheitsbedenken für viele deutsche Unternehmen der Grund, bei der Digitalisierung von Prozessen, Produkten und Services langsam vorzugehen: Jedes fünfte Unternehmen (21 Prozent) befürchtet Umsatzverluste, da es die Digitalisierung aus diesem Grund nach eigenen Einschätzungen nicht schnell genug vorantreibt.“ Weitere Details dazu lesen Sie im „Datenschutz-Praxis“-Bericht „Angst vor Cyber-Attacken führt zu Umsatzeinbußen“. SaaS? Aber sicher! Wer jetzt fragt, ob denn diese Bedenken berechtigt sind, dem antwortet Ulrich Hamann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bundesdruckerei GmbH, Folgendes: „Egal, ob IT-Sicherheitsbedenken berechtigt, übertrieben oder vorgeschoben sind: Fakt ist, sie haben volkswirtschaftliche Auswirkungen und verzögern die notwendige Digitalisierung der deutschen Wirtschaft.“ Deshalb gilt es, alles dafür zu tun, die Datensicherheit in Unternehmen zu erhöhen. Abgesehen vom Verteilen von Schokoladentafeln 😉 sollten IT-Verantwortliche sich vor allem um den sicheren Einsatz von SaaS-Lösungen kümmern. Das meint zumindest Thorsten Henning, Senior Systems Engineering Manager Central & Eastern Europe bei Palo Alto Networks. Er appelliert an die Verantwortlichen, „nicht zu[zu]lassen, dass sich SaaS-Anwendungen unkontrolliert im Firmennetz ausbreiten. Das Unternehmen würde sich so erheblichen Sicherheits- und Compliance-Risiken aussetzen, einschließlich Datenlecks sowie dem Einschleusen und Verteilen von Malware.“ Jedoch darf man es mit den Sicherheitsvorkehrungen auch nicht übertreiben. Denn: „Wenn Ihre Sicherheitslösung die Benutzererfahrung beeinträchtigt, laufen Sie Gefahr, dass Benutzer auf eine nicht genehmigte Anwendung ausweichen.“ Weitere Tipps zur sicheren SaaS-Nutzung finden Sie auf „cloudcomputing-insider.de“. Merken
News
16. August 2016

Die digitale Transformation beginnt im Kopf

Die digitale Transformation beginnt im Kopf Digitaler Wandel braucht Prozesse statt Silos Was haben die CDU, Die Linke, die Drogeriemarktkette dm, die Volksbank Kurpfalz und die Stadt Leverkusen gemeinsam? Fangen Sie erst gar nicht an, nachzudenken, da kommen Sie eh nicht drauf. Wir verraten es Ihnen lieber gleich – bei allen heißt es: „Der Mensch steht im Mittelpunkt!“ So ist nicht verwunderlich, dass er das auch bei der digitalen Transformation tut, selbst wenn es dazu kein Grundsatzprogramm oder Leitbild gibt, in dem dies explizit formuliert wäre. Jedoch: Die modernste, innovativste digitale Technologie allein bringt keinen Wandel, wenn der Mensch nicht will, sprich: wenn die Menschen in den IT-Abteilungen nicht mitziehen, das heißt nicht weiter in Silos, sondern in Prozessen denken. „Denn der Einsatz von Cloud-Lösungen hat einen enormen Einfluss auf den klassischen Zyklus (Plan/Build/Run) des IT-Betriebs.“ Er erfordert eine „ganzheitliche Betrachtung“ und ein Hand-in-Hand-Arbeiten aller IT-Sparten wie Storage-Abteilung, Server-Abteilung, Netzwerk-Abteilung. „Sie berichten direkt an den CIO, kommunizieren aber nur bedingt untereinander.“ Damit sich dies ändert, ist ein „umfassendes Management of Change notwendig“ – kurzum: Der digitale Wandel beginnt im Kopf. Es gilt, die Menschen mitzunehmen – dazu sollte man sie auch in Sachen digitale Transformation auf jeden Fall in den Mittelpunkt stellen 🙂 Mehr über die „Restrukturierung der IT- und der Organisations-Silos“ lesen Sie im „DataCenterInsider“-Beitrag von Ulf Schitkowsky, Solution Manager Dynamic Datacenter bei Computacenter. Digitale Transformation: Entweder top oder hopp Sind sämtliche IT-Mitarbeiter inklusive CIO und bestenfalls auch CEO dank erfolgreichen Change Managements ganz »digital transformation minded«, kann’s an den Umbau der IT-Infrastruktur gehen. Muss es auch! Denn: „Je mehr Transaktionen digital über Firmengrenzen hinweg abgewickelt werden, desto mehr Zugangspunkte zur internen Infrastruktur sind künftig […] zu verwalten.“ Eine nicht ganz einfache Aufgabe für IT-Verantwortliche: Sie „müssen dabei den Spagat bewältigen, das Netzwerk nach außen zu öffnen, ohne die Sicherheit sensibler Daten zu gefährden“. Und das ist nur eine von vielen Herausforderungen, wenn es darum geht, Unternehmensnetzwerke für die digitale Transformation fit zu machen, wie Sie im „IT-ZOOM“-Artikel von Dirk Pfefferle, Area Vice President in Zentral- und Osteuropa bei Citrix, genauer nachlesen können. Eine Menge Arbeit, um die jedoch kein Unternehmen, egal ob langjährig etabliert oder frisch gegründet, herumkommt. Denn: „Unternehmen können der digitalen Transformation nicht mehr aus dem Weg gehen. Entweder sie nehmen eine Vorreiterrolle ein oder sie riskieren es, abgehängt zu werden. Die aktuelle IDC-Studie ‚FutureScape‘ prognostiziert, dass bis zum Jahre 2020 ein Drittel der 20 größten Unternehmen aus allen Branchen diesen Umwälzungen zum Opfer fallen wird.“ Mehr dazu erfahren Sie in einem „funkschau“-Bericht von Michael Segal, Director Marketing bei Netscout. Hosted Private Cloud hoch im Kurs Das will natürlich kein Unternehmen – abgehängt werden. Deswegen wird derzeit kräftig in die digitale Transformation investiert. Laut IDC sollen in den kommenden 24 Monaten „mehr als die Hälfte der IT-Ausgaben“ in den digitalen Wandel gesteckt werden. „Bis zum Jahr 2020 soll der Anteil sogar auf 60 Prozent ansteigen. Dabei werde ‚Cloud First‘ zum neuen Mantra der Unternehmens-IT.“ Damit ist spätestens jetzt das »goldene Zeitalter« für Cloud-Anbieter angebrochen. Denn wie eine aktuelle Studie von Crisp Research zeigt, setzen „bereits 81 Prozent der befragten deutschen Unternehmen für die Umsetzung einer Industrie-4.0-Umgebung auf externe Partner“. Großer Beliebtheit erfreut sich dabei die Hosted Private Cloud. Den Grund dafür sieht Holger Müller, Business Unit Manager IT Management & Betrieb bei Fritz & Macziol, vor allem darin, dass „viele Unternehmen noch vor Public-Cloud-Lösungen zurück[schrecken], während […] für Private-Cloud-Lösungen das Know-how im Unternehmen fehlt.“ Da kommt die Hosted Private Cloud gerade recht, die „Flexibilität wie in der Public Cloud, Sicherheit wie in der Private Cloud“ bietet. Auf „CloudComputingInsider“ lesen Sie den gesamten Beitrag von Holger Müller über den „Gelungene[n] Einstieg in die digitale Transformation“.
Meinungen
08. August 2016

„Wie viel SAP-Hosting brauchen wir noch in Zeiten von SAP S/4HANA?“

"Wie viel SAP-Hosting brauchen wir noch in Zeiten von SAP S/4HANA?" Ein Beitrag von Frank Niemann, Vice-President Software & SaaS Markets, bei PAC   Mit SAP S/4HANA verändert sich einiges. Nicht nur, dass die SAP damit eine neue Produktgeneration auf den Markt bringt. Auch der SAP-Dienstleistungsmarkt ist einem Wandel unterworfen und damit auch der Markt für SAP-Hosting. Da SAP S/4HANA sowohl in einer On-Premise- als auch als Cloud-Edition angeboten wird, drängt sich die Frage auf, ob in Zukunft weit weniger oder gar keine SAP-Hosting-Services mehr erforderlich sind? Wir sind überzeugt, dass es SAP-Hosting auch in Zukunft geben wird. In einer Studie über S/4HANA  haben wir SAP-Kunden, die eine Einführung von S/4HANA planen oder dies diskutieren, nach dem bevorzugten Betriebsmodell für S/4HANA befragt. Demnach bevorzugen 34 Prozent den Eigenbetrieb und 32 Prozent SAP-Hosting. Der Rest verteilt sich auf Hybrid Cloud und Cloud. Mit der Einführung von SAP S4/HANA wandern SAP-Systeme zunehmend in die Wolke Allerdings sind wir auch davon überzeugt, dass sich die Rahmenbedingungen im SAP-Hosting-Markt verändern werden. Wer auch künftig im SAP-Hosting mitmischen möchte, baut seine Infrastruktur in Richtung S/4HANA sowie SAP HANA aus. Neben der technischen Eignung der Hosting-Umgebung spielt das Know-how für den Betrieb der neuen Produktgeneration eine wichtige Rolle. Darüber hinaus halten wir die Unterstützung bei der Migration in Richtung S/4HANA für eine weitere wichtige Eigenschaft, die ein SAP-Hoster mitbringen sollte. Denn so mancher SAP-Kunde dürfte sich dazu entschließen, sich vom bisherigen Inhouse-Betrieb zu verabschieden und ein Hosting-Angebot in Anspruch zu nehmen. Der Grund: Unternehmen werden abwägen, ob sie eigene Kompetenzen für den Inhouse-Betrieb von S/4HANA aufbauen möchten oder ob sie den Betrieb nicht lieber einem Hosting-Anbieter überlassen wollen. Insofern kann S/4HANA durchaus auch für eine steigende Nachfrage nach SAP-Hosting-Services führen. Allerdings verändern sich mit S/4HANA auch die Parameter im SAP-Hosting. Verglichen mit einem klassischen SAP-System stellt S/4HANA-System durchaus andere Anforderungen an die zugrundeliegenden IT-Ressourcen. Wir erwarten, dass SAP-Kunden die SAP-Hosting-Anbieter auf diesen Umstand beim Abschluss neuer sowie bei der Neuverhandlung bestehender Verträge „freundlich hinweisen“ werden. Ohnehin könnte sich im Zuge einer S/4HANA-Einführung die Grundlage von bestehenden Verträgen im SAP-Hosting verändern. Wie unsere Studie ergab, streben fast 40 Prozent der SAP-Anwender keine Migration eines bestehenden SAP-Systems auf SAP S/4HANA an, sondern planen einen Greenfield-Ansatz, bei dem sie SAP-Systeme von Grund auf neu konfigurieren und lediglich die Geschäftsdaten übernehmen. SAP-Hosting wird nach Überzeugung von PAC auf den deutschsprachigen Märkten auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen – zumindest für Kern-ERP-Prozesse. Jedoch wird es für SAP-Hosting-Anbieter noch wichtiger, sich über zusätzliche Services etwa im Bereich Migration und Change Management rund um SAP S/4HANA zu differenzieren.
News
02. August 2016

SAP S/4HANA: Bitte einsteigen!

SAP S/4HANA: Bitte einsteigen! Bildquelle: Hadrian / Shutterstock.com SAP HANA – nur eine Frage der Zeit IBM, MAN, RWE – alles Firmen, die man kennt. Doch wofür die drei Buchstaben jeweils stehen, ist nicht unbedingt Allgemeingut. Oder hätten Sie flüssig mit „International Business Machines“, „Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg“ und „Rheinisch-Westfälisches Elektrizitätswerk“ antworten können? Selbiges gilt für SAP („Systeme, Anwendungen, Produkte“) und ebenso für „SAP HANA“, was für „High Performance Analytic Appliance“ steht. Letzteres sollte man jedoch schnell in seinen Allgemeinbildungsschatz aufnehmen, denn SAP HANA gehört die „digitale Zukunft“: „Bei dem Konzern aus Walldorf ist die [In-Memory-]Datenbank Hana das am schnellsten wachsende Produkt.“ Laut SAP gibt es „weltweit mehrere tausend Kunden, die Hana gekauft haben. Das heißt nicht, dass es schon so viele Anwender gibt, bei einigen Kunden ist Hana auch erst in der Implementierung. Viele Kunden machen das nicht in einem Schritt. Die Frage ist aber nicht, ob Hana, sondern wann.“ Mehr über „Die SAP-Wette auf eine digitale Zukunft“ lesen Sie auf „produktion.de“. Mit S/4HANA In-Memory-Technology komfortabel nutzen Gemeinsam mit SAP HANA wird SAP S/4HANA zum Erfolgsmodell, das laut Hasso Plattner das „bessere ERP“ ist. Die Anwendungssuite „erschließt sämtlichen Fachbereichen […] die Vorteile der In-Memory-Technologie SAP HANA.“ So enthält SAP S/4HANA „Module für Finanzmanagement, Vertrieb, Service, Marketing, Handel, Beschaffung, Fertigung, Logistik, Anlagenmanagement, Forschung und Entwicklung sowie Personalmanagement.“ Damit können Mitarbeiter all dieser Abteilungen „benötigte Informationen in Echtzeit abrufen, teilen und auswerten, gebündelt verarbeiten und Entscheidungen fundiert und umgehend treffen. Die Folge: Prozesse lassen sich leichter und vor allem agiler steuern.“ Somit bietet SAP S/4HANA fundierte Echtzeitinformationen für alle, wie Sie auf „computerwoche.de“ genauer nachlesen können. Was Ihnen der Beitrag nicht verrät, ist: Warum die neue Anwendungssuite SAP S/4HANA heißt und wofür eigentlich das „S“ steht. Denn bekanntermaßen heißen die Business Suites von SAP ja irgendwas mit „R“. Hier finden Sie die Antwort! SAP S/4HANA für den Mittelstand Nun, welchen Namen die neue Anwendungssuite von SAP auch immer haben mag: Sie ist das ideale Werkzeug für die digitale Transformation eines Unternehmens. Zumindest meint Matthias Zacher von IDC, dass vor allem diejenigen Unternehmen von S/4HANA profitieren, die auf die „Karte ‚Digitalisierung‘ setzen“. PAC-Analyst Rüdiger Spies lobt vor allem die „Möglichkeit, sich das System entsprechend seinen Notwendigkeiten online zu parametrisieren und zu konfigurieren.“ Das heißt konkret: „Gibt der Nutzer beispielsweise ein: ‚Wir sind Fertiger‘, dann verschwinden die Optionen für Chemieunternehmen, und andere Optionen für Fertiger tauchen im Menü auf.“ Trotz so vieler Analystenlorbeeren, wie Sie in einem „CloudComputingInsider“-Beitrag nachlesen können, hat SAP S/4HANA einen Haken: Voraussetzung für einen leistungsstarken Betrieb sind hochperformante Systeme, was die Investitionskosten in die Höhe treibt – und damit viele mittelständische Unternehmen der neuen Business Suite bisher ferngehalten hat. Doch dank PIRONET gibt es dafür jetzt die Lösung: Wir bieten ein Komplettpaket für den Umstieg auf S/4HANA, das den Unternehmen „schlüsselfertige SAP HANA-Instanzen flexibel aus unserer deutschen Cloud-Umgebung heraus bereitstell[t].“ Details dazu erfahren Sie im „silicon.de“-Bericht „Komplettpaket für die Migration auf S/4HANA“. Fazit – Ab sofort heißt’s in Sachen S/4HANA einfach: Bitte einsteigen und los geht’s! 🙂
Analysen
28. Juli 2016

Was der Brexit für deutsche Cloud-Nutzer bedeutet

Was der Brexit für deutsche Cloud-Nutzer bedeutet Noch hat Großbritannien den Austritt aus der Europäischen Union nicht beantragt. Doch es ist nur eine Frage der Zeit, bis die neue Premierministerin Theresa May die Trennung in die Wege leitet. Diese „Scheidung“ hat auch für Unternehmen Auswirkungen, die Cloud-Ressourcen nutzen. Das gilt für zum einen für EU-Firmen, die sich geschäftlich in Großbritannien engagieren und dort personenbezogene Daten speichern und verarbeiten. Das kann im hauseigenen Rechenzentrum sein oder in einem Cloud-Datacenter. Ebenfalls vom Brexit betroffen sind Nutzer von Cloud-Diensten, die über Rechenzentren in Großbritannien bereitgestellt werden. In diesem Fall kann das Unternehmen zwar seinen Sitz in Deutschland oder einem anderen EU-Land haben. Wenn es Geschäftsdaten dann jedoch mithilfe von Cloud-Ressourcen bearbeitet, die in einem Nicht-EU-Land vorgehalten werden, also Großbritannien, hat das rechtliche Auswirkungen. Raus aus der EU: Der „Brexit“ tangiert nicht nur Unternehmen wie BMW, die in Großbritannien Fahrzeuge wie den Mini produzieren. Auch Cloud-Nutzer müssen Vorkehrungen treffen. Bild: Pixelio.de / Jan von Bröckel Europäische Datenschutzregeln sind verbindlich Der Hintergrund ist, dass die Mitgliedsstaaten der EU bis zum 25. Mai 2018 die neuen EU-Datenschutzregelung (General Data Protection Regulation / GDPR beziehungsweise Datenschutz-Grundverordnung / DS-GV) in nationales Recht umgesetzt haben müssen. Diese sieht unter anderem vor, dass Unternehmen personenbezogene Daten nur in Rechenzentren speichern und bearbeiten dürfen, die den EU-Datenschutzstandard entsprechen. Was aber, wenn Britannien die EU verlässt? Müssen dann auch alle Cloud-Services gekappt werden, die ein Unternehmen aus einem dortigen Datacenter bezieht? Eine gute Nachricht ist, dass es mehrere Jahre dauern dürfte, bis die Trennung vollzogen ist. Das heißt, Unternehmen bleibt Zeit, um Datentransfers und Cloud-Aktivitäten umzupolen. Denn nach Eingang der „Kündigung“ folgen etwa zweijährige Verhandlungen über die Modalitäten des Austritts. Mittlerweile ist fraglich, ob Großbritannien noch 2016 die Trennung beantragt. Das heißt, bis Ende 2018 oder gar 2019 bleibt das Vereinigte Königreich EU-Mitglied. Nach Angaben der Anwaltskanzlei Bird & Bird würde dies süffisanter Weise bedeuten, dass auch in Großbritannien die GDPR in Kraft tritt – es sei denn, im Vorfeld würde eine Regelung mit der EU gefunden, die diesen Schritt verhindert. Großbritannien braucht adäquate Datenschutzregelungen Damit Unternehmen aus der EU auch nach dem Brexit sensible Daten in Cloud-Rechenzentren in Großbritannien speichern dürfen, müsste das dortige Datenschutzrecht an EU-Maßstäbe angepasst werden. Bild: Pixelio.de / Andreas Morlok Klar ist, dass Großbritannien einen vergleichbaren Datenschutz bieten muss wie die EU. Ansonsten dürfen Unternehmen aus der EU in (Cloud-) Rechenzentren auf britischem Boden keine sensiblen Informationen speichern und bearbeiten. Um ein solches Verbot zu verhindern, sind mehrere Alternativen denkbar: Großbritannien übernimmt die GDPR in nationales Recht: Das ist unwahrscheinlich, weil diese Regelungen ja von der „bösen EU“ stammen. Die Briten wählen ein Modell wie Norwegen oder Island: Beide Staaten sind keine EU-Mitglieder, gehören jedoch der EFTA (European Free Trade Association) an und sind damit Teil des European Economic Area (EEA). Damit verbunden sind Vorteile beim Handel mit der EU. Im Gegenzug haben sich Norwegen und Co. verpflichtet, die GDPR weitgehend unverändert in ihre Gesetzgebung aufzunehmen. Auch dieser Weg dürfte Großbritannien wegen des Widerstands der Brexit-Befürworter verschlossen sein. Das Schweizer Modell: Die EU hat das Schweizer Bundesgesetz über den Datenschutz als Regelung akzeptiert, die eine vergleichbare Schutzwirkung bietet wie die Datenschutzbestimmungen der Europäischen Union. Die Regierung der Schweiz hat bereits signalisiert, dass sie Anpassungen des Bundesgesetzes an die GDPR vornehmen möchte. Wann das erfolgt, ist allerdings noch offen. Zudem haben auch in der Schweiz nationalistische Strömungen an Gewicht gewonnen, die jegliche „Einmischung“ von außen ablehnen. Im Fall von Großbritannien gilt das Gleiche wie bei den ersten genannten Modellen: EU-Gegner dürften gegen eine solche Regelung Stellung beziehen. Britannien wählt einen eigenen Weg: Diese Option erscheint derzeit angesichts der Stimmung auf der Insel am wahrscheinlichsten. Allerdings müsste das Land dann eine vergleichbare Regelung mit der EU finden wie die USA. Der „große Bruder“ hat mit der Europäischen Union ein Rahmenabkommen geschlossen („EU-US Privacy Shield“), das den Transfer von sensiblen Daten aus EU-Ländern in die USA für legitim erklärt. Allerdings ist diese Nachfolgeregelung des Safe-Harbor-Abkommens wegen vermeintlich zu massiver Zugeständnisse in puncto Datenschutz an die USA stark in die Kritik geraten. Daher ist umstritten, ob Privacy Shield einer Überprüfung durch den Europäischen Gerichtshof (EuGH) standhalten könnte. International tätige Cloud Service Provider fahren mehrgleisig Es ist somit offen, wie Großbritannien mit dem Thema Datenschutz und damit auch Cloud-Computing umgehen wird. International tätige Cloud Service Provider wie Amazon Web Services, IBM Softlayer und Microsoft geben sich dennoch gelassen. Sie verweisen darauf, dass sie nicht nur Rechenzentren in Großbritannien unterhalten, sondern auch in EU-Staaten wie Deutschland, Irland oder den Niederlanden. Kunden könnten somit festlegen, dass sensible Daten in einem Datacenter in der EU gespeichert werden, nicht in einem Cloud-Rechenzentrum in Großbritannien. Allerdings muss in diesem Fall sichergestellt sein, dass auch das Spiegeln von Daten in einem räumlich entfernten zweiten Rechenzentrum gemäß den GDPR-Vorgaben erfolgt. Denn es wäre problematisch, würden beispielsweise Daten oder Workloads aus einem Cloud-Datacenter in Frankfurt am Main in ein Rechenzentrum in London repliziert. Das würde zwar die Ausfallsicherheit erhöhen und dem Verlust von Daten vorbeugen, wäre jedoch ein Verstoß gegen das Datenschutzrecht. Eine weitere Option besteht darin, eine mehrgleisige Cloud-Strategie zu entwickeln: Wichtige Daten werden in einer Private Cloud oder bei einem Cloud Service Provider in Deutschland vorgehalten, der den strikten Datenschutzregelungen der EU unterliegt. IT-Services, die unter dem Aspekt Datenschutz weniger kritisch sind, können bei anderen Anbietern gebucht werden. Ein Gutteil der mittelständischen Unternehmen in Deutschland will eine Multi-Cloud-Umgebung aufbauen. Das reduziert die Abhängigkeit von einem Provider und ist auch dann hilfreich, wenn Provider nicht – mehr – die Datenschutzbestimmungen der EU erfüllen. Bild: Crisp Research Laut einer Untersuchung der deutschen Marktforschungsgesellschaft Crisp Research von 2015 setzen nicht nur große Unternehmen in Deutschland auf eine solche „Multi-Cloud-Strategie“, sondern auch Mittelständler. Demnach nutzen derzeit rund 13 Prozent der mittelständischen Unternehmen ein Multi-Cloud-Modell; künftig wollen dies 36 Prozent der Firmen tun. Fazit: Für den Cloud-Brexit gerüstet sein Bislang ist es noch zu früh, um die Folgen des Brexit für die Nutzer und Anbieter von Cloud-Services abzuschätzen. Unternehmen aus der EU, die in Großbritannien tätig sind, dort Niederlassungen unterhalten oder Cloud-Dienste aus Rechenzentren auf britischem Boden beziehen, sollten sich jedoch auch auf einen „Cloud-Brexit“ vorbereiten. Dazu raten auch Marktexperten wie etwa Peter Sondergaard, Vice President und Global Head of Research bei Gartner. In einem Blog-Beitrag empfiehlt er Unternehmen, ein „Office of Brexit“ einzurichten. Es sollte mögliche Auswirkungen des Brexit auf die IT und damit auch auf Geschäftsprozesse eines Unternehmens prüfen und Alternativen entwickeln. Dazu zählt laut Sondergaard auch eine Analyse der Beziehungen zu den Lieferanten von IT-Dienstleistungen. Und das heißt, auch Cloud Services und deren Provider müssen auf den Brexit-Prüfstand.
News
26. Juli 2016

Nicht nur „Cloud first“, auch „Safety first“!

Nicht nur „Cloud first“, auch „Safety first“! Cloud ist „inzwischen erste Wahl“ Was halten Sie von der neuen »Virtual-First-Step«-Technologie? Klasse, oder?! Wenn Sie jetzt begeistert zustimmen, dann gehören Sie zu den 76 Prozent der Deutschen, die schon einmal vorgegeben haben, „einen Begriff zu kennen, ohne ihn wirklich zu verstehen“, so das Ergebnis der europaweiten Verbraucherumfrage „Tech Habits 2016“ von Samsung. Im Gegensatz zu »Virtual-First-Step«, was wir uns eben gemeinerweise ausgedacht haben ;-), handelt es sich jedoch bei den Begriffen, bei denen laut Studie die Deutschen am häufigsten ihr Wissen vortäuschen, um solche, die für Sie, liebe Leserinnen und Leser, hundertprozentig gängig sind, nämlich „Cloud, Glasfaser und On-Demand“. Kaum zu glauben, aber offensichtlich ist es um die Cloud-Kenntnis von Otto und Gerda Normalverbraucher nicht gut bestellt. Bei den Unternehmen werden Clouds jedoch immer beliebter: „Sie gelten als kostengünstig, flexibel und skalierbar und sind für viele Projekte inzwischen erste Wahl: Cloud-Lösungen sind laut der Gartner CEO-Survey von Ende 2015 bereits in 58 Prozent der befragten Unternehmen im Einsatz; 88 Prozent der befragten Unternehmen setzen auf eine ‚Cloud-First‘-Strategie für die künftige Beschaffung“, wie Sie auf „silicon.de“ genauer nachlesen können. Datensicherheit hat oberste Priorität Auch eine Toshiba-Studie ergab, dass 58 Prozent der befragten CIOs „Investitionen für Cloud-Lösungen planen“. Oberste Priorität hat in den IT-Abteilungen laut Untersuchung von Toshiba die Datensicherheit: „56 Prozent der deutschen IT-Verantwortlichen wollen den Sicherheitsaspekt künftig noch stärker forcieren.“ Somit heißt es in Deutschland nicht nur „Cloud first“, sondern auch „Safety first!“, wie Sie einem Beitrag auf „it-business.de“ entnehmen können. Interessanterweise sehen 81 Prozent der IT-Entscheider in Deutschland, Frankreich und Großbritannien „Cyberangriffe marktübergreifend als größte Bedrohung für die Unternehmenssicherheit“. De facto sind es aber nicht die bösen Cyberkriminellen da draußen, welche in die Unternehmensnetzwerke eindringen, sondern „in erster Linie die Mitarbeiter der IT-Abteilungen, die die Regeln nach eigenem Ermessen interpretieren, wie 54 Prozent der deutschen Befragten angaben“. Hinzu kommen dann noch die anderen Mitarbeiter (62 Prozent), die ihre „private[n] Endgeräte für berufliche Zwecke via Remote-Zugriff nutzen“. Datensicherheit: CEOs haften für ihre Mitarbeiter Dass die eigenen Mitarbeiter einer der größten Risikofaktoren im Hinblick auf die Datensicherheit sind, zu diesem Ergebnis kommt auch eine VMware-Studie. Demnach sind 56 Prozent der befragten IT-Entscheider der Meinung, dass „die Datensicherheit durch Mitarbeiter bedroht [wird. …] Als wichtigste Bedrohung sehen 35 Prozent der IT-Verantwortlichen jedoch das Thema BYOD – also private mobile Geräte wie Smartphones und Tablets, die am Arbeitsplatz und für die Arbeit von den Mitarbeitern genutzt werden.“ Fatal dabei ist, dass diejenigen, die letztendlich die Verantwortung dafür übernehmen müssen, das ganze Thema Datensicherheit kaum interessiert: „Lediglich 11 Prozent der deutschen CEOs messen der IT-Sicherheit Bedeutung zu.“ Deshalb sollten CEOs unbedingt den „silicon.de“-Bericht „Haftungsrisiken für die Geschäftsleitung bei IT-Sicherheit“ lesen! IT-Verantwortlichen empfehlen wir dagegen die Lektüre des „funkschau“-Artikels „Drei Tipps für mehr Cloud-Sicherheit“.
News
19. Juli 2016

Cloud: Bodenhaftung und Höhenflüge

Cloud: Bodenhaftung und Höhenflüge Cloud greift nach den Sternen Bereits 1961 gab es den Schlager „Der Mann im Mond“ von Gus Backus mit dem Refrain: „Der Mann im Mond, der hat es schwer, denn man verschont ihn heut' nicht mehr. Er schaut uns bang' von oben zu und fragt: Wie lang' hab' ich noch Ruh?“ Nun ja, wir wissen, dass die Mondmannidylle bereits acht Jahre später von Neil Armstrong erstmals empfindlich gestört wurde. Und heute – über ein halbes Jahrhundert später – ist es mit der Ruhe auf dem Mond definitiv komplett vorbei. Denn schon sind „Ferien auf dem Mond“ im Prinzip nur noch eine Frage der Portemonnaiegröße (30 Millionen Dollar!). Auch die Cloud greift nach den Sternen – sozusagen. Denn Cloud Computing ist jetzt auch in der Raumfahrtbranche angekommen. So ist „Cloud Client Computing“, also Desktop as a Service, der „tragende Baustein“, wenn es darum geht, die hohen IT-Anforderungen des russischen Center for Space Simulator Development and Personnel Training (CSD&PT) zu erfüllen: „Bei den grafischen Simulationen müssen sehr große Datenmengen in Echtzeit berechnet werden und simultan bei den Endgeräten des Trainingscenters verfügbar sein“, um nur eine der Herausforderungen für die IT zu nennen. Im „Computerwoche“-Beitrag „Cloud Client-Computing in der Raumfahrtbranche: Die Reise zu den Sternen beginnt am Schreibtisch“ lesen Sie die gesamte Case Study. Cloud wächst in bodenständigen Branchen Dass die Cloud jetzt auch in der Raumfahrtindustrie angekommen ist, heißt jedoch nicht, dass sie an Bodenhaftung verloren hätte. Ganz im Gegenteil! So breitet sich die Wolkentechnologie im Augenblick in einer der bodenständigsten Branchen aus: dem Handwerk! Auch dieser Berufsstand hat erkannt, dass „sich mit IT-Techniken wie Cloud Computing und Business-Intelligence-Lösungen völlig neue Möglichkeiten [eröffnen], die eigenen Geschäftsprozesse zu optimieren, die eigenen Produkte und Dienstleistungen zu erweitern und zum Beispiel mit neuen Partnern völlig neue Dienstleistungen anzubieten“, wie Sie im „meistertipp“-Artikel „Computertechnologie im Handwerk“ genauer nachlesen können. Und mit der Bankenindustrie wird offensichtlich eine weitere, technisch äußerst konservative Branche immer Cloud-affiner: „Insbesondere die beiden Großbanken Deutsche Bank und Commerzbank sind im radikalen Wandel.“ Konkret plant die Deutsche Bank die „Umsetzung der Private-Cloud-Nutzung von derzeit 20 Prozent auf 80 Prozent bis 2020 konzernweit“. Zudem sollen Mobile Banking Services ausgebaut und „Smart Data / Big Data Analytics“ implementiert werden. Und die Commerzbank? Lesen Sie selbst – im „manage it“-Bericht „Bankenbranche vor dem Umbruch: Innovationen und Investitionen“. Zukunft der Arbeit ist digital Sie sehen: Egal welche Branche – die Digitalisierung der Arbeitsprozesse nimmt zu. Laut der Studie „Enterprise 2.0 – Status Quo 2015“ beschäftigen sich acht von zehn Unternehmen „aktiv mit dem Thema“. Denn jeder will von den Vorteilen der Digitalisierung profitieren, welche die befragten Firmen mit „mehr Kommunikation, Zusammenarbeit und Produktivität“ auf einen Nenner bringen. Allein das Beispiel eines Monteurs macht uns diese Pluspunkte konkret: wenn „der Monteur von überall seine Einsatzliste inklusive kurzfristiger Änderungen abrufen kann und nicht mehr jeden Morgen in die Zentrale muss. […] Per Tablet oder in Zukunft sogar über eine Smart Watch stehen dem Monteur zudem technische Informationen und Hilfestellungen zur Verfügung.“ Fazit: Mit der digitalen Zukunft „gucken wir nicht in den Mond“ – wenn die Voraussetzungen stimmen: allen voran eine „flächendeckende, leistungsfähige Vernetzung“! Mehr dazu lesen Sie im „Computerwoche“-Beitrag „Arbeit 4.0 – Digitale Wertschöpfung dank Vernetzung“ von T-Systems-Geschäftsführer Patrick Molck-Ude.
PAC Experten-Kommentare
ITK-BUDGET
PAAS-KOMPENDIUM
PAAS-STUDIE
STUDIE PRIVATE CLOUD
Must Reads von anderen Tech-Seiten
silicon.de: Safe-Harbor-Nachfolger – EU-Datenschützer verlangen Nachbesserungen Weiterlesen

 

CANCOM.info: Drei Gründe für die Hybrid Cloud – Das leistet der Cloud-Mix in Unternehmen Weiterlesen

 

Scope Online: Cloud Computing in der Produktion – Drei Mythen über Business Cloud-Lösungen  Weiterlesen

Pressemitteilungen

Köln, den 2. August 2016 – Der ERP-Spezialist proALPHA stellt die Cloud-Variante seines ERP-Systems ab sofort über die Hosted ... Weiterlesen
München/Köln, den 30. Juni 2016 – In der umfassendsten Analyse des deutschen Marktes für Cloud-Computing-Services im B2B-Bereich ... Weiterlesen
Köln, den 21. Juni 2016 – PIRONET macht Anwendern den Umstieg auf die neue Anwendungssuite SAP S/4HANA ab sofort besonders leicht: Kunden ... Weiterlesen
München/Köln, 19. April 2016 – Der IT-Konzern CANCOM hat einen neuartigen Marktplatz für Softwareanwendungen aus der Cloud ... Weiterlesen